JA zum neuen Primarschulhaus Dorf

0320_Aussenbild_grossÜber 21 Mio soll es kosten, das neue Primarschulhaus Dorf, und schon hagelt es Kritik (Primarschulhaus Dorf). Natürlich war es unklug, eine sehr provisorische Zahl, die letztlich auf einer ersten Schätzung im Finanzplan stammte, zu früh zu nennen und dann nach der sauberen Berechnung der Kosten durch die Architekten auf über 21 Mio erhöhen zu müssen. Aber letztlich geht es doch um Grundsätzliches: Suhr will die Standortqualität im Schulbereich festigen, ausbauen und längerfristig sichern. Dazu gehört auch der durch die Veränderungen im Rahmen der Schulharmonisierung auf 6 Primarschuljahre und 3 Jahre Oberstufe und durch die Aufnahme der Gränicher und Hunzenschwiler Bezler (gegen gutes Schulgeld notabene) notwendig gewordene Schub bei der Schulhauserneuerung. Dass Suhr dazu weiter wächst, gegen Innen etwas verdichtet und Infrastruktur auch für rund 12’000 Einwohner bereitzustellen hat, geht auch am Schulraumbedarf nicht spurlos vorbei.

Schüler von heute werden von Lehrern von gestern, mit Methoden von vorgestern, in Schulhäusern von vorvorgestern, auf die Probleme von morgen vorbereitet,

0320_Innenbild_grosskommt dem echo in den Sinn, wenn nun kurz vor der Gemeindeversammlung am Schulraumangebot herummäkeln wird; nun nach allen Berechnungen der Schulpflege, dem nie in Frage gestellten Raumprogramm nach allen Wettbewerbsausschreibungen, plötzlich Abwartspersonen (!) befragt werden, wieviel Schulzimmer es brauche und den Sinn und die zurückhaltende Anzahl von Gruppenräumen in Frage stellen. „Das hatten wir früher auch nicht und wir waren noch 40 in einer Klasse“  hört man dann hinter vorgehaltener Hand sagen. Zu den Anforderungen der heutigen Schule hört man aber nichts mehr. Gruppenräume sind nicht Reserveschulzimmer sondern  für die heutigen Unterrichtsmethoden unerlässlich. Das echo vertraut der Schulpflege und den in diesem Metier erfahrenen Architekten, dass sie die Bedürfnisse der heutigen Schule richtig errechnet und auch mit Augenmass umzusetzen in der Lage sind. Jedenfalls hat sich nie jemand aus dem aktuellen Lehrkörper oder der Schulleitung kritisch geäussert. Die Schüler und Lehrpersonen sind in Suhr nun während Jahren immer mehr zusammengerückt, haben das Beste daraus zu machen versucht und verdienen wieder gute Rahmenbedingungen. Sonst sind dann moderne und zukunftsgerichtete Schulexperimente (Lerninsel), die der Schule Suhr noch vor wenigen Wochen grosses Lob einbrachten, nicht mehr möglich.

ChancenspiegelBildung kostet und nur gute Rahmenbedingungen schaffen auch Chancengleichheit und nutzen das Potential unserer Jugend. Es wäre falsch, nun aus der Hüfte schiessend am siegreichen Wettbewerbsprojekt Abstriche zu machen oder noch verheerender, teure Projektierungskosten in den Sand zu setzen, neu zu planen und mit teuren und wenig zukunftsträchtigen Provisorien zu arbeiten. Das echo sagt deshalb mit Überzeugung JA zum neuen Primarschulhaus in Suhr und hofft, dass an der Gemeindeversammlung auch die Eltern und Grosseltern unserer Schulkindern sich mit aller Deutlichkeit dafür einsetzen.

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