Atommülllager in Suhr? Mittwoch 29. Februar 2012; 19.30 Uhr; Bärenmatte Suhr

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Tiefenlager ohne Ende

Was heisst das denn eigentlich, dass in unser Region (Jura-Südfuss: Suhr, Aarau, Niederamt) ein Tiefenlager für radioaktiven Abfall erstellt werden soll? Wohin kommt das, wie sieht das aus, was für Auswirkungen hat dies auf unsere Lebens- und Wohnqualität, auf den Wert unserer Häuser, auf die Attraktivität unser Region als Wohn- und Arbeitsgegend. Fragen über Fragen: Es ist durchaus erfreulich, dass nach der NAGRA nun auch das kantonale Baudepartement sich wieder zum Wort meldet mit einer nicht minder gut gestalteten Broschüre: Fokus Tiefenlager.

Das genügt aber nicht. Wir, die wir hier wohnen, müssen uns nun engagieren, müssen Fragen stellen, Widerstand leisten. Nicht nur auf technisch geologischem Bereich, wie dies die NAGRA so schön vorgeben möchte. Nein, mit der Forderung nach sozio-ökonomischen Studien öffnet der Kanton mit gutem Grund den Blickwinkel. Dabei geht es nicht um St. Florians-Politik, es geht darum, wo grosse, immissionsträchtige Anlagen im schweizweiten Interesse im Land erstellt werden sollen. Unsere Gegend soll von den geologischen Voraussetzungen für ein derartiges Lager in Frage kommen, aber auch andere Regionen sind aufgrund der geologischen Voraussetzungen geeignet. Das bedeutet, dass neben den geologischen Kriterien jetzt zwingend andere Kriterien untersucht werden müssen, Kriterien wie Besiedlungsdichte, Umweltsituation aber auch bereits bestehende Anlagen mit ähnlichen Immissionen. Welche Auswirkungen hat eine weitere derartige Anlage auf die Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung Jura-Südfuss?

Lassen wir uns nicht von der NAGRA auf das technische Geleise führen. Dass diese Organisation uns allen hier überlegen ist, wird wohl niemanden erstaunen, der weiss, mit welchen finanziellen und technischen Mittel die NAGRA seit Jahrzehnten ausgestattet ist. Aber die Betroffenheit der Wohnbevölkerung mit einer weiteren Entsorgungsanlage, einer weiteren Anlage mit dem Risiko Radioaktivität über Jahrhunderte, die können ja müssen wir nun einbringen. Die Plattform Jura-Südfuss hat sich formiert, machen wir mit!

Ein Tiefenlager in der Region Aarau; die Atomlobby schläft nicht

Natürlich sind die meisten  in den Sommerferien, ausser dem echo, das schaut , wenn auch etwas von der schwülen Sommerhitze gelähmt, so doch geistig noch wach genug ins Dorf, in die Region: Sieht, wie andere sich nicht nur schöne Strandferien leisten, sondern auch schöne Spenden machen für Soliday, einer vom Sämi Wehrli Suhr mit alt Regierungsrat Wernli ins Leben gerufene (Hilfs-)organisation, die es eigentlich nicht brauchte, weil es schon viele derartige gibt. Aber es ist ja immer gut, wenn man den Bedürftigen etwas hilft, etwas spendet und so.  Gut ist es ja v.a. auch immer PR mässig, wenn man sich zeigen kann, wie man hilft, wenn man die eigene Grosszügigkeit mit Foto und Text in  der Aargauer Zeitung (NAGRA_Soliday) sieht und alle, die nicht in den Ferien sind auch.

Und was hat das denn mit dem Tiefenlager zu tun, werden Sie fragen. Viel! weil es ja immer gut ist, eine gute Presse zu haben, auch und v.a. für die NAGRA, weil die ja Glaubwürdigkeit, edles Handeln für die Allgemeinheit dringend nötig hat, weil sie ja ein Tiefenlager bauen muss, das niemand will. Niemand, oder vielleicht doch wieder die so gemeinnützig denkenden Aargauer und Solothurner. Der auch so netten NAGRA kann man ja nichts Schlechtes unterstellen, sie spendet ja gerne hier bei uns, nicht etwa dem in Zürich stationierten Arbeiterhilfswerk oder dem HEKS oder der Caritas, nein der Soliday aus der Region Aarau. Hier braucht man ja die gute Presse, weil hier der Widerstand gegen das Tiefenlager wohl am kleinsten sein wird oder nicht……..aber auch hier ist die Zukunft erneuerbar. Die Sonne zeigt uns in diesen Tagen andauernd, welche Kraft in ihr steckt. Nein, wir sind weder alle in den Ferien noch von der Sonne gelähmt_wir lassen uns gerne von der Sonne blenden,  nicht von der NAGRA und nicht von Soliday.

Tiefenlager für radioaktive Abfälle in Suhr

Nein, noch ist eine NAGRA-Tiefenlager in Suhr oder Umgebung noch nicht vom Tisch (Das echo berichtete schon zweimal darüber). Im Gegenteil langsam aber stetig, korrekt immer mit dem Verweis auf das umfangreiche und fundierte Abklärungsverfahren tastet sich die NAGRA an die Regionen heran(mehr darüber unter der kantonalen Homepage). Geschickt platzierte Reportagen von Besuchen in schwedischen Tiefenlagern (wer bezahlte die wohl?), zeigen auf, wie sauber, wissenschaftlich und ungefährlich alles sei, versuchen die Bevölkerung zu beruhigen und bereiten das Terrain vor. Dann erscheint wieder einmal eine Auswahl von Gemeinden, die in Frage kommen, in denen natürlich die Bevölkerung und die lokalen Behörden einzubeziehen seien, natürlich sind Suhr, Aarau, Buchs und Umgebung dabei (Text aus der AZ vom 10.12.09; NAGRA Tiefenlager). Es wird klar gemacht, dass alles noch in weiter Ferne sei, jedermann ab Alter 65 wird sich somit ohnehin nicht mehr betroffen fühlen.

…und dann wird irgend einmal im Jahr 2025 in der Region Aarau gebaut, unter dem Hinweis, wie langwierig die Abklärungen gewesen seien, wie umfassend die Bevölkerung einbezogen worden sei, die sich nur zögerlich gemeldet habe. Und es habe sich nun gezeigt, dass die Region Aarau am besten geignet sei, sprich sich am wenigsten gewehrt habe und damit die Realisierung ermöglicht habe. Falls doch noch etwas Widerstand kommen sollte, wird zur gegeben Zeit dann noch eine grosszügige Abgeltung offeriert werden…

Das echo rät dringend, wachsam zu bleiben. Immer wieder mit aller Klarheit darzulegen, dass völlig unabhängig von der Geeignetheit des geologischen Standortes ein deratiges Tiefenlager in der dichtbesiedelten Region Aarau undenkbar ist. Dies ist legitim. Es geht weniger um Geologie als um einen korrekten Lastenausgleich unter den verschiedenen Landesteilen. Dafür brauchen wir keine wissenschaftlichen Untersuchungen, keine Studien aus Schweden, es genügt ein Blick auf die Dampffahne von Gösgen, die schweizweit am dichtesten befahrenen Autobahnabschnitte, Verkehrsstaus, die Zugstunnel und die Sanierungshalle von Kölliken. Noch ist das Tiefenlager in dieser Region auch nicht gebaut, wir wollen es hier nicht.

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Die NAGRA bleibt dran: Noch ist das Atomlager im Gönhardwald nicht vom Tisch

atommuellIn der Region Suhr-Aarau soll eine Atommülldeponie entstehen! Das echo berichtete darüber. Die Reaktionen darauf blieben erstaunlicherweise aus. Ausser einem (vermutlich von eienm NAGRA Mitarbeiter stammenden Kommentar) kamen keine Rückäusserungen. Dies in einer Gemeinde, in der die Strahlungen von Handyantennen noch vor wenigen Jahren Duzende zur Feder greifen liessen.

„Die von der NAGRA vorgeschlagenen Standortgebiete sind bekannt. Zurzeit prüfen die Behörden die Vorschläge.“ heisst es so trocken in der neuen Broschüre  der NAGRA, die wiederum in alle Haushalte verteilt worden ist. Die NAGRA verschiebt die politische Diskussion in dieser Frage geschickt auf eine hochtechnische Ebene, in der niemand mithalten kann mit einer mit Steuergelder finanzierten Organisation von technischen und kommunikativen Wissenschaftlern, die das Thema seit duzenden von Jahren vorbereiten ohne finazielle Probleme. Das Ganze kommt denn auch hoch professionell daher, sowohl in der geologischen Abklärung wie auch in der cleveren Kommunikation, Chapeau. Aber wer versteht denn das? aus Nagra-Info Sept09 Den Rest des Beitrags lesen »

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Atommüll in Suhr?

Das ist kein Chlaussäckli, das uns heute in die Haushalte flatterte. Die Nagra hat tatsächlich in jahrelangen Studien herausgefunden, dass die Region um Suhr geeignet sei, Atommüll zu vergraben! Den Rest des Beitrags lesen »

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