Mobbing in der Schule, die Elternmitwirkung Suhr informiert

Eine beachtliche Anzahl Eltern, Lehrpersonen und Behördevertreter besetzte das Länzihuus bis (fast) auf den letzten Platz. Das Thema interessiert, macht betroffen. MOBBING, was ist das überhaupt? Wie soll reagiert werden, wie kann frühzeitig Gegensteuer gegeben werden? Die Elternmitwirkung Suhr hat keinen Aufwand gescheut, ist nicht davor zurückgeschreckt, dieses heikle Thema anzupacken. Spielerisch stellte das Theater act-back (hier mehr davon) die von den Besucherinnen und Besucher skizzierten Szenen dar, zeigte im Spiel, wie es sein kann und wie schwierig es sich aus den oft festgefahrenen Mustern herausfinden lässt.

Mobbing in der Schule ist nicht isoliert zu bekämpfen: Dabei bilden falsche Scheu vor der Offenlegung der Konflikte im Sinne vielleicht eines falsch verstandenen Daten- und Persönlichkeitsschutzes eine gefährliche Barrierre, die geheimen Mobbern Chancen eröffnet.  Gerade weil dieses Phänomen so wechselseitig in den Beziehungen Elternhaus-SchülerIn-MitschülerInnen-Lehrperson entsteht, ist es nur in Zusammenarbeit aller dieser Akteure in den Griff zu bekommen. Dies macht das Engagement der Elternmitwirkung so wertvoll. Eltern, die die Probleme bewusster angehen, sind auch offener für Lösungsansätze.  Patentrezepte konnten auch an diesem Abend nicht angeboten werden. Die Schulbehörden und die Lehrpersonen tun aber gut daran, diesen Steilpass des Zusammenarbeitswillen aufzunehmen und Mobbingfälle in den Ansätzen mit allen Beteiligten jeweils schnell offenzulegen, anzusprechen. Die Schulsozialarbeiterinnen zeigten jedenfalls Mut und Engagement und sind bereit, Hilfe anzubieten. Nur so lässt sich Mobbing bekämpfen. Vielleicht ist nicht selten ein offengelegter Mobbingfall schon keiner mehr, weil er bewusst gemacht worden ist, weil er aus dem Versteck rausgeholt und transparent wird.

Veröffentlicht in Bildung, Integration. Schlagwörter: . 1 Comment »