Es ist Wahlkampf und keiner geht hin!

Es mag ja durchaus positiv sein, dass der Gemeindewahlkampf so nicht stattfindet. Zwar hat Suhr – wenn auch nicht ganz ohne Mühe – für alle massgebenden Behörden wie Gemeinderat, Schulpflege und Finanzkommission eine Auswahl unter verschiedenen Kandidatinnen und Kandidaten. Aber eine Auseinandersetzung um politische Themen findet nicht statt, auch sonst sind die Wahlkämpfer wenig präsent. Im Gegensatz zu Aarau, das mit Hilfe nationaler Parteipräsidentinnen und -präsidenten um das Stadtpräsidium kämpft und durch Parteien und Kandidierende zehntausende von Franken in den Wahlkampf steckt, läuft in Suhr alles ruhig ab. Haben die wieder kandidierenden Kandidatinnen und Kandidaten alles richtig gemacht?

Marco Genoni als Kandidat von Zukunft Suhr für das Gemeindepräsidium ist über alle Parteigrenzen unbestritten, nachdem man noch vor 4 und 8 Jahren Zukunft Suhr mit Vehemenz bekämpft hat. Auch Thomas Baumann als bisheriger Gemeinderat erhält öffentlich Gratulationen für seine Vermittlungen im KEBA – Anwohner Streit und hat es verstanden, ein emotionales Thema zu versachlichen und einer Lösung zumindest näher zu bringen. Und Gemeinderatskandidat Oliver Krähenbühl wird für seine umsichtigen und zukunftsgerichteten Ideen um das sich immer mehr selbst auflösende Dorfzentrum auch von den betroffenen Grundeigentümern und Gewerbetreibenden gelobt. Alles paletti? Ja; Zukunft Suhr hat einen tatsächlich überzeugenden Leistungsausweis, hat es verstanden, die politische Basis der „kleinen Stadt“ Suhr über die Gewerbetreibenden und Ortsbürger hinaus deutlich zu verbreitern und mehr Einwohner für die Entwicklung einzubeziehen.

 

Da ist es wirklich wenig einsichtig wieso man die SVP wieder in den Gemeinderat bringen soll, auch wenn das Abseitsstehen der grössten Partei komisch anmutet. Ihr neu in die Partei eingetretener Kandidat ist anständig, umgänglich, fast ein wenig zurückhaltend, hat er doch selber nicht das Gefühl, als einzelner Gemeinderat viel bewirken zu können: Vizekommandant der Ortsfeuerwehr und gegen eine Fusion zu sein, ohne zu wissen, wie das dann aussehen würde, ist als Programm denn auch etwas mager und kaum zukunftsgerichtet, da kann man noch lange „Zukunftslogans“ in die Inserate schreiben. Und wenn man sich beklagt, dass die Ostumfahrung schon über Jahrzehnte vor sich hin geschoben wird, wäre vielleicht auch einmal der Gedanke zu machen, ob nicht eine grössere Gemeinde Aarau-Suhr-Entfelden hier mehr Druck machen könnte und v.a. ob nicht regionale Verkehrsfragen eine Gemeinde allein überfordern. Wo und wie würde er dann viel billiger bauen, resp. welche Gemeinde hat denn wo ein mit Vinci vergleichbares Schulhaus „viel billiger“ gebaut? Wie würde er denn die Finanzen ausgabenseitig verbessern, wenn doch die Einnahmen deutlich hinter denen anderer Gemeinden herhinken und der Nettoaufwand pro 1000 Einwohner in Suhr unter dem Durchschnitt des Bezirks liegt. Ob er die Analysen der Gemeinderechnung je studiert hat und den Finanzplan kennt?

Also, der Einbezug aller politischen Kräfte in Suhr wäre dann wünschenswert und sinnvoll, wenn man die Überzeugung hätte, dass hier neben politischer Überzeugung auch Fachwissen und Sachverstand Einzug halten würde. Für Allgemeinplätze und Schlagworte brauchen wir keine andern politischen Kräfte; da bleiben wir bei der Sachpolitik von Zukunft Suhr, meint da das echo.

 

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Geschützt: Wie wird man eigentlich Gemeinderat?

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Richtungswahl?

GemeinderäteDie Zusammensetzung des Gemeinderates ist zentral für Suhr. Mit Marco Genoni, der von der FIKO her die Geschäfte schon kennt,  und den bewährten zwei Bisherigen von Zukunft Suhr, Barbara Gloor Estermann und Jürg Hertig gewinnen wir erfahrene und ausgewiesene Personen. Sie verdienen eine gute Wahl. Den Rest des Beitrags lesen »

Ein Tessiner in den Gemeinderat

PelliNein, Fulvio Pelli wäre zwar gern Bundesrat geworden, seine Partei wollte ihn aber lieber als Parteipräsident behalten. Gemeinderat in Suhr ist nicht mehr seine Kragenweite. Hier haben wir Marco Genoni, 1962, ein seit einigen Jahren mit seiner Familie in Suhr wohnhafter Tessiner aus Airolo, dessen Blickwinkel sich durch den Gotthardtunnel nicht eingeengt sondern vielmehr aufs Wesentliche konzentriert hat. Marco Genoni ist seit 4 Jahren Mitglied der Finanzkommission, er kennt die Geschäfte in der Suhrer Politik bestens und hat in der Finanzkommission gezeigt, dass er als teamfähiger Allrounder die Zusammenhänge erkennt. Er arbeitet als Dozent für Agrarwirtschaft und ist beruflich sowohl mit wirtschaftlichen Problemen wie mit Fragestellungen zu den natürlichen Lebensgrundlagen bestens vertraut. Marco arbeitet Teilzeit und betreut daneben abwechslungsweise mit seiner als Mittelschullehrerin auch Teilzeit arbeitenden Ehefrau Claudia seine beiden schulpflichtigen Söhne. Hier kennt er die Probleme wegen ungenügenden Tagesstrukturen, er hat die Erleichterungen von Blockzeiten persönlich erlebt und weiss um die Sorgen berufstätiger Eltern. Marco mit David und Luca

Marco Genoni würde dem Gemeinderat Suhr guttun. Einer, der als bewusst aus einem anderssprachigen Kanton Zugezogener eine etwas neue Sicht in die Problemstellungen und Lösungsansätze mitbringt, sich hier engagiert und mithelfen will, Suhr (noch) lebenswerter zu machen. Gelebte Integration, schweizinterne Multikulturalität, ein Glücksfall  für Suhr.  Ich empfehle ihn zur Wahl in den Gemeinderat.