GC auf dem Brügglifeld?

Was für ein Unsinn! Der lahmende Zürcher Nobelclub zieht tatsächlich in Erwägung, seine Spiele auf dem Brügglifeld auszutragen. Nein, nicht aus Sympathie zu Aarau, sondern weil kein Stutz mehr da ist. Da macht man sich in den Zürcher Medien lustig über den Zustand des Brüggli, dass man ja zu nobel sei, um dort zu spielen, und gleichzeitig ist man sowohl sportlich wie finanziell am Ende. Da ändert auch nichts, dass der Trainer aus dem Aargau kommt, dass viele Spieler im Aargau heimisch sind. Es ist das Los von Zürich generell, dass viele seiner Leistungsträger aus dem Aargau kommen, vielleicht muss man sich ja deswegen immer über die Weisssocken, die nicht Auto fahren können und Katzen fressen, mokieren.

Aber Spass beiseite, Suhr hat null Bock auf gewalttätige GC-Ultras, Hardturmfront und so. Wir hätten ja den Spielern und ihrem Aargauer-Trainer, ein Secondo wie viele Spieler und Aargauer, gerne Gastrecht gewährt, aber die Entourage wollen wir nicht. Das Schutten in Zürich ist nicht zuletzt deshalb so teuer, weil die Sicherheitskosten ins Unermessliche gewachsen sind, weil viele neben dem Fussballfeld gerne ihre Kinderstube vergessen. Diese Konsequenzen sollen sie in Zürich selber lösen, auf dem Brüggli und auch im Torfeld Süd brauchen wir das nicht. Die klare Haltung des Suhrer Gemeinderat verdient Unterstützung, GC wird seine Heimspiele nie im Brügglifeld austragen. Da ist sogar einmal dem umstrittenen Erich Vogel recht zu geben: GC in Aarau spielen zu lassen ist eine Schnapsidee.  GC ging und geht es letztlich bloss um den Aufbau einer Verhandlungsstrategie gegenüber der Stadt Zürich, dafür ist selbst das marode Brügglifeld recht. Umso peinlicher, dass die Verantwortlichen des FC Aarau tatsächlich darüber verhandeln.. statt einmal dafür zu schauen, dass der eigene Club endlich einmal eine rechte Leistung zeigt. Auch GC täte gut daran, sich einmal auf die Leistungen auf dem Feld zu konzentrieren. Oder dann freuen wir uns wirklich auf GC im Brügglifeld, im Derby gegen den FC Aarau in der Challenge League!

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Schwalbenkönige: oder (k)ein Nachruf auf den FCA und das Brügglifäld

Nein es war nicht als Nachruf auf den FCA in der höchsten Liga des Landes und das nun zu ersetzende Brügglifäld gedacht als sich die Schwalbenkönige in der sommerlichen Gartenbeiz des Sportplatz in Suhr (exJufer) neben dem Stadion Brügglifeld einfanden und zeigten, dass Fussball nicht nur mit Vandalismus, Hooliganismus und andern negativen Zeiterscheinungen in Verbindung gebracht werden muss, sondern neben Freude, Technik und Spielintelligenz auch mit Wortwitz, Begeisterung und Festfreude. Stimmgewaltig, frech und kühn sangen und dichteten die vier Schwalbenkönige vor einer kleinen Schar Getreuer und tauften die neue CD „Kick Off“ mit Pernod. Gogo Frei, Tschändu Muhmenthaler, Wolfgang Bortlik und Pedro Lenz, die zwei ersten aus der Region und dem Brügglifeld nicht wegzudenken, Bortlik, der exMünchner und ExilAarauer aus Basel und Pedro Lenz der Berner ergänzten sich perfekt. Sogar die AZ berichtete prominent darüber (Schwalbenkönige).

Und weil die CD „Kick Off“ während der WM 2010 getauft wurde, bekamen auch Sepp Blatter und die ganze geldgierige Spitzenfussballwelt das Ihrige ab. Fussball weckt Emotionen, wenn diese wie hier geistreich und unterhaltend und auch hie und da kritisch den Finger auf den Punkt lenkten, dann steht dem gemütlichen Fussball-Abend nichts mehr im Wege…..

Oder doch? Die lausige schweizerische Fussballkost gegen ein schwaches Honduras, wo die Überheblichkeit vieler Internationaler aus der Schweiz zum Greifen schien. Aber ohne Tore ist kein Match zu gewinnen, und nur gut stehen und nicht spielen reicht halt höchstens Mal zu einer Überrraschung gegen einen Favoriten, nicht aber zur Achtelfinalqualifikation.  „Meh bewegig..“ genügt zwar auch nicht, aber vielleicht etwas mehr Selbstbewusstsein und etas weniger Starallüren. Und so nahm der Abend ein jähes Ende, etwas Frust mischt sich mit den Sprüchen, wie man es besser gemacht hätte. Sprüche und ein Hauch von Besserwisserei, wie sie zu jedem Match gehören: Ja wir hätten ja auch gewusst, wie der FC Aarau in der Super League geblieben wäre, wie man schneller zu einem neuen Stadion gekommen wäre. Wenn. wenn, wenn oder wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, womit wir wieder bei einer Nummer auf der CD „Kick Off“ wären…

Das Brügglifeld neben dem Restaurant Sportplatz wird uns aber noch einige Zeit erhalten bleiben, nachdem die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Aaraus nun auch der dritte Versuch, das neue Stadion zu verhindern, vereitelt haben. Nun kann es an die Ausführung gehen: Das wird aber noch dauern. Pedro Lenz mit seiner Brügglifäud-Nummer aus dem Jahr 2004 soll uns weiterhin daran erinnern, dass das Brügglifeld als Relikt eines Provinzstadions mit dem Ambiente eines Grümpelturniers in der höchsten Spielklasse des Landes bis im Sommer 2010   zumindest hie und da Spitzenfussball beherbergte und zeigte. Und in der neuen CD legten die Schwalbenkönige noch einen drauf mit dem Brügglifäld-Song. Den Abschied vom Brüggli wird es aber noch nicht setzen können, hier wird zur gegebenen Zeit noch ein richtiges Fest angezeigt sein, vielleicht auch mit den Schwalbenkönigen und mit vielen Freunden FC Aarau! Noch ist nicht aller Tage Abend und der FC Aarau ist gut auf dem Weg in der Vorbereitung in die Challenge League. Auch hier gilt, nur keine Überheblichkeiten, auch diese Liga muss zuerst gespielt sein und niemand wartet auf die Absteiger. Selbstgefälligkeiten mag es hier sowenig leiden wie in Südafrika, und dass von dort die Schweizer nach der Vorrunde heimreisen, haben ja viele noch vorhergesehen, aber die Franzosen und Italiener und heute auch die Engländer…

Schwalbenkönige

Pedro Lenz

KulturKanton mit Kanal K oder wann der FCZ den Trainer entlässt

Nein, wir brauchen uns nicht zu verstecken, auch wenn alle über den Aargau als Durchgangskanton spötteln, um dann immer wieder Perlen  im so belächelten Kanton zu entdecken. So auch Max Küng im Tagi-Magazin 14/2010, der sämtliche Aargauer-Klischees zelebriert, um dann festzustellen, dass es gute Kultur, gutes Radio hat im Aargau Kanal K by Küng. Vielleicht müssten doch unsere lieben Nachbarn, vornehmlich aus Zürich sich doch hie und da bewusst werden, dass der Aargau doch so nahe ist, der Arbeitskollege, die Arbeitskollegin sicher aus dem Aargau kam oder kommt und dass man sich doch so ähnlich ist.

Ja, das fällt schwer, nur einen Tag nach einer Niederlage des so stolzen FC Zürich gegen den kleinen, schon fast abgestiegenen FC Aarau und dann noch am Sechseläuten. Einem Club, der sich leisten konnte Nationalspieler in die Wüste zu schicken, der Millionen um Millionen locker machen kann, der eigentlich viel besser sein müsste, und doch nur mit Wasser kocht und wie Aarau den erfolglosen Trainer entlassen muss, um mit einem Juniorentrainer wieder Fuss zu fassen. Das haben wir doch im Aargau auch schon einmal gehört, oder so verschieden sind die Nachbarkantone doch auch nicht.

Und was hat das alles mit Suhr zu tun? Hier z.B. wohnen sie, die Pendler nach Zürich, die in Zürich die Büetz machen, und hier trainiert er, der kleine FC Aarau, und hier trägt er im Brügglifeld in Suhr noch immer seine Heimspiele aus. In der Nachbarschaft eben, wie der Aargau neben Zürich, so Suhr neben Aarau, alles so nahe, so vernetzt. Für Überheblichkeiten gibt es hier wie dort keinen Platz…oder es fällt auf die Urheber zurück.

Der FC Aarau darf nicht absteigen

Dem echo ist zwar das Brügglifeld etwas ans Herz gewachsen, gehört es doch nicht nur zum FC Aarau, sondern auch etwas zu Suhr. Viele Suhrerinnen und Suhrer im Aarauerfeld verbindet eine – wenn auch bei Ausschreitungen und Verkehrschaos nicht immer ungetrübe-  Liebe zum Brüggli und dem FC Aarau. Die Verlegung des Stadions vom Brügglifeld ins Torfeld war immer eine Vernuftsache, weil jeder wusste, dass ein Ausbau des Brügglifelds auf die Verhältnisse eines Superleague Clubs an diesem Standort nicht ernsthaft möglich war. Zu sehr ist das Brüggli in die Wohnquartiere von Suhr und Aarau verhängt, zu schlecht die Verkehrserschliessung. Auch die neuesten Referendums-Versuche der „ewigen Gegner“ werden nicht verhindern, dass das neue Stadion im Torfeld kommt.

Nur der FC Aarau kann sich selber schlagen, wenn nun nicht die erforderlichen Punkte ins Trockene gebracht werden, wird der Verein nach 29 Jahren aus der höchsten Fussballliga verschwinden und nicht wenige, die mit Fussball eh nichts anfangen können, werden sich die Frage stellen, ob sich nun das Investieren noch lohnt.

Ja meint das echo investieren würde sich lohnen, hätte sich noch mehr auch anfangs Saison gelohnt, und nicht nur das echo verstand die Politik der Verantwortlichen des FC Aarau nicht (FC Aarau Forum; Danke fürs Foto). Jetzt erst recht, auch wenn es schwierig wird, ohne einen Sieg im Spiel gegen Bellinzona am Sonntag. Dann wird es beinahe unmöglich, den Liga-Erhalt noch zu schaffen. Also Hopp Aarau, noch ist nicht verloren.

NACHTRAG: Ja, der FC Aarau lebt. 6:3 gegen Bellinzona weckt wirklich Hoffnung, auch dass sich über die halbe Mannschaft in die Torschützenliste eingetragen hat, macht Mut. Weiter so!

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KEBA wie weiter?

Man weiss es schon lange: die Kunsteisbahn Aarau (KEBA) ist stark sanierungsbedürftig und steht nur noch auf Zeit. Nachdem klar ist, dass eine Kombination mit dem neuen Fussballstadion im Torfeld nicht möglich war, besteht Handlungsbedarf. Diese Freizeit- und Sportanlage muss der Region erhalten bleiben. Ein Wettbewerb soll bis Sommer 2009 Lösungsvorschläge für eine Gesamtsanierung bringen, von denen dann die drei Trägergemeinden Aarau, Suhr und Buchs eine Variante zur Umsetzung vorschlagen werden.

Bild AZ, B. Vogt

Dabei sind die Randbedingungen schon in der ersten Projektphase gut einzubeziehen, nicht nur an die Lärmimmissionen der Anwohner (Lage eines offenen Eisfeldes) und die Garderoben für die nun ohne Hauptstadion dastehenden Trainingsplätze am Waldrand ist zu denken. Auch die Verkehrserschliessung und Parkierungssituation im Zusammenhang mit der auf dem Areal des Brügglifeld geplanten Wohnüberbauung ist einzubeziehen. Und dann ist auch dringend eine Vorgabe zu machen für oder besser gegen eine Drittnutzung der Anlage. Im Quartier war es kaum je die Kunsteisbahn die zu Klagen Anlass gab. Störend waren die Grossausstellungen mit dem entsprechenden Lärm und dem Such- und Parkierverkehr.