… und niemand stört sich an Asylbewerber im Aarauerfeld in Suhr

fluechtlingslager-zaatari-originalDie Flüchtlingsströme aus Syrien wachsen an: Millionen von Menschen suchen Sicherheit in Nachbarländern, einige Tausend in Europa, auch in der Schweiz. Und niemand will sie haben, niemand ist bereit auch nur vorübergehend Flüchtlinge in seiner Nachbarschaft zu dulden. Die Widerstände selbst von Gemeindebehörden nehmen schlimmste ausländerfeindliche Formen an. Man schämt sich nicht mehr, hier in Sicherheit und Wohlstand zu leben und Flüchtlinge (und nun geht es auch um offensichtliche Kriegsflüchtlinge!) zurückzuweisen. Nein man braucht nicht Gutmensch sein zu wollen, es genügt ein wenig Anstand, Korrektheit und Menschlichkeit, um Menschen ein Notplatz anzubieten, wenn sie alles verloren haben.

Und Suhr tat es, ja natürlich auf Anfrage des Gesundheitsdepartementes, auf Hinweis, dass alle Gemeinden hiezu verpflichtet seien, aber immerhin ohne wenn und aber. Das genügt ja schon, um hüben und drüben gelobt zu werden. Einmal eine Gemeinde, die nicht mit allen Tricks mit peinlichen Bürgeraktionen wie in Bettwil, in Aarburg, in Gränichen oder Bremgarten sich die Flüchtlinge fernzuhalten versucht. Ja und nun wird Suhr sogar zum Vorzeigemodell in Sachen Umgang mit der immer schwieriger werdenden Suche nach menschenwürdigen Unterkünften für Asylbewerber. Nicht nur im verantwortlichen Gesundheitsdepartement des Kantons ist man erleichtert, auch einmal von einer geglückten Unterbringung und von positiven Resultaten berichten zu können, nun wird durch einen Artikel in der NZZ am Sonntag (NZZ am Sonntag_Asylbewerber in Suhr) das gute Beispiel auch schweizweit bekannt gemacht.

das prov. Zuhause in SuhrDas echo freut sich und ist auch mit ein wenig Stolz, dass die Behörden und Anwohner in Suhr dieses Beispiel möglich gemacht haben und das echo weiss auch, dass der Artikel stimmt. Die Asylbewerber bringen keinerlei Probleme, sondern spazieren hie und da freundlich durch das Quartier, grüssen die Anwohner und stellen sich vor. Weder bringen sie irgendwelche Gefahr noch Kriminalität ins Quartier. Wer die Bilder aus den Flüchtlingsgebieten dieser Welt in den Medien zur Kenntnis nimmt und nicht völlig selbstbezogen abgestumpft ist, kann als Suhrer besser in den Spiegel sehen. Vielleicht gibt auch hier Nachahmer?

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