und wählen gehen!

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Wahlen 2017; Schulpflege und FIKO

Schulpflege und FIKO sind seit Jahren gut unterwegs:

ausdauernd – erfrischend – wertschätzend

Die Schulen werden in den letzten Wochen sogar derart gelobt, dass sie  für Viele genau in der aktuellen Form mit den bestehenden Leuten in jeglichem Fusionsprozess erhalten bleiben müssen. Wahrlich ein dickes Lob!

Da empfiehlt das echo doch sehr, beim Bewährten zu bleiben. Dies umso mehr. als die neu oder wieder Angetretenen wenig überzeugen: Kandidat Schwyzer, der schon 2009 in die Schulpflege wollte, hat sich kaum geläutert: Seine Äusserungen zu Ausländern in der Schweiz als Jung-SVP-Zürich Sprecher, mit denen er es sogar zu einer Glosse in der NZZ brachte, hat das echo schon damals thematisiert (echo vom suhrerchopf 2009). Natürlich ist es lange zurück; aber Hinweise, dass der Kandidat heute andere Positionen vertreten würde, gibt es keine. Im Gegenteil trat er noch im Februar 2017 an vorderster Front gegen den Lehrplan 21 des SVP Bildungsdirektors Hürzeler an, der von den Stimmberechtigten mit 69,5% Ja angenommen worden ist. Wer wie Schwyzer Mühe hat mit dem geltenden Lehrplan und sich an Ausländerinnen stört, gehört nicht in die Schulpflege einer Schule, an der über 100 Nationalitäten mit hervorragenden Integrationsresultaten unterrichtet werden.

In der FIKO versucht die FDP ihren Sitz zu halten und nicht an den zum zweiten Mal antretenden SVP Kandidaten fallen zu lassen. FDP und SVP haben aber in den letzten Jahren beide nicht bewiesen, dass sie eine sinnvolle Finanzstrategie haben. Sparen, wenn es nichts mehr zu sparen gibt; Mehreinnahmen verweigern oder begrenzen, auch wenn nicht einmal der bescheidene Verwaltungsaufwand mit den Steuereinnahmen gedeckt werden kann, Investitionen auf Pump zu Lasten der nächsten Generationen. Diese Finanzpolitik fährt Suhr an die Wand. Das von Parteien, die Stolz auf die Gemeinde sein wollen, die das Zusammengehen mit Nachbargemeinden nicht oder dann nur sehr zögerlich zu prüfen bereit waren. Einsparungen, Synergien durch Gemeindezusammenschlüssen nicht einmal prüfen zu wollen und gleichzeitig die eigenständige Gemeinde finanziell auszutrocknen, das überzeugt nicht.

Das echo bleibt hier bei den bewährten Kräften und empfiehlt die Kandidatinnen und Kandidaten von Zukunft Suhr zur Wiederwahl.

Sonja Ihle, Daniel Gugger und René Mollet in die Schulpflege.

Yvonne Dietiker, Mirjam Hauser und Stefano Bradanini in die FIKO.

Es ist Wahlkampf und keiner geht hin!

Es mag ja durchaus positiv sein, dass der Gemeindewahlkampf so nicht stattfindet. Zwar hat Suhr – wenn auch nicht ganz ohne Mühe – für alle massgebenden Behörden wie Gemeinderat, Schulpflege und Finanzkommission eine Auswahl unter verschiedenen Kandidatinnen und Kandidaten. Aber eine Auseinandersetzung um politische Themen findet nicht statt, auch sonst sind die Wahlkämpfer wenig präsent. Im Gegensatz zu Aarau, das mit Hilfe nationaler Parteipräsidentinnen und -präsidenten um das Stadtpräsidium kämpft und durch Parteien und Kandidierende zehntausende von Franken in den Wahlkampf steckt, läuft in Suhr alles ruhig ab. Haben die wieder kandidierenden Kandidatinnen und Kandidaten alles richtig gemacht?

Marco Genoni als Kandidat von Zukunft Suhr für das Gemeindepräsidium ist über alle Parteigrenzen unbestritten, nachdem man noch vor 4 und 8 Jahren Zukunft Suhr mit Vehemenz bekämpft hat. Auch Thomas Baumann als bisheriger Gemeinderat erhält öffentlich Gratulationen für seine Vermittlungen im KEBA – Anwohner Streit und hat es verstanden, ein emotionales Thema zu versachlichen und einer Lösung zumindest näher zu bringen. Und Gemeinderatskandidat Oliver Krähenbühl wird für seine umsichtigen und zukunftsgerichteten Ideen um das sich immer mehr selbst auflösende Dorfzentrum auch von den betroffenen Grundeigentümern und Gewerbetreibenden gelobt. Alles paletti? Ja; Zukunft Suhr hat einen tatsächlich überzeugenden Leistungsausweis, hat es verstanden, die politische Basis der „kleinen Stadt“ Suhr über die Gewerbetreibenden und Ortsbürger hinaus deutlich zu verbreitern und mehr Einwohner für die Entwicklung einzubeziehen.

 

Da ist es wirklich wenig einsichtig wieso man die SVP wieder in den Gemeinderat bringen soll, auch wenn das Abseitsstehen der grössten Partei komisch anmutet. Ihr neu in die Partei eingetretener Kandidat ist anständig, umgänglich, fast ein wenig zurückhaltend, hat er doch selber nicht das Gefühl, als einzelner Gemeinderat viel bewirken zu können: Vizekommandant der Ortsfeuerwehr und gegen eine Fusion zu sein, ohne zu wissen, wie das dann aussehen würde, ist als Programm denn auch etwas mager und kaum zukunftsgerichtet, da kann man noch lange „Zukunftslogans“ in die Inserate schreiben. Und wenn man sich beklagt, dass die Ostumfahrung schon über Jahrzehnte vor sich hin geschoben wird, wäre vielleicht auch einmal der Gedanke zu machen, ob nicht eine grössere Gemeinde Aarau-Suhr-Entfelden hier mehr Druck machen könnte und v.a. ob nicht regionale Verkehrsfragen eine Gemeinde allein überfordern. Wo und wie würde er dann viel billiger bauen, resp. welche Gemeinde hat denn wo ein mit Vinci vergleichbares Schulhaus „viel billiger“ gebaut? Wie würde er denn die Finanzen ausgabenseitig verbessern, wenn doch die Einnahmen deutlich hinter denen anderer Gemeinden herhinken und der Nettoaufwand pro 1000 Einwohner in Suhr unter dem Durchschnitt des Bezirks liegt. Ob er die Analysen der Gemeinderechnung je studiert hat und den Finanzplan kennt?

Also, der Einbezug aller politischen Kräfte in Suhr wäre dann wünschenswert und sinnvoll, wenn man die Überzeugung hätte, dass hier neben politischer Überzeugung auch Fachwissen und Sachverstand Einzug halten würde. Für Allgemeinplätze und Schlagworte brauchen wir keine andern politischen Kräfte; da bleiben wir bei der Sachpolitik von Zukunft Suhr, meint da das echo.

 

Start der Gemeindewahlen vom 24. September 2017

Nun sind sie bekannt, die Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeindewahlen Anmeldung Wahlen 2017:

Zukunft Suhr mit einem vollständigen Paket qualifizierter, meist bisheriger Kandidatinnen und Kandidaten, je drei für Gemeinderat (Marco Genoni, Thomas Baumann und Oliver Krähenbühl), Schulpflege (Sonja Ihle, Daniel Gugger und René Mollet) und FIKO (Yvonne Dietiker, Mirjam Hauser und Stefano Bradanini), zudem für das Gemeindepräsidium Marco Genoni. Aber auch mit den bewährten Kräften für die wenig in der Öffentlichkeit stehenden aber für das demokratische Staatswesen nicht minder grundlegenden Mitgliedern für das Wahlbüro und die Steuerkommission.

 

 

 

Die SVP mit dem berechtigten Versuch, sich mit je einem Vertreter (ist es Zufall, dass es hier nur Männer sind?) neu wieder in den Behörden einbringen zu können.

Die FDP dem Wähleranteil entsprechend mit je einer Kandidatur in allen drei Hauptbehörden, auch hier nur Männer, teilweise aber die bewährten bisherigen in Gemeinderat und Schulpflege.

Dazu auch in Suhr immer häufiger parteilose unabhängige Kandidatinnen (Frauen lassen sich offenbar gewinnen, aber weniger für Parteien?) mit der bisherigen Carmen Suter und für die Schulpflege Kathrin Zeller. Und auch Erich Zehnder ist für sie FIKO wieder dabei.

Suhr hat damit eine umfassende Auswahl für seine Behörden, auch wenn überall beklagt wird, dass es schwieriger geworden sei, Kandidatinnen und Kandidaten für die Milizgemeindebehörden zu finden. Das Reservoir an Leuten, die bereit sind, sich zu engagieren ist offenbar in der grossen Gemeinde Suhr noch vorhanden. Das ist gut so! Suhr ist seit 2017 eine statistische Stadt mit über 10’000 Einwohnern, auch wenn niemand dies feierte und ein Bewusstsein städtisch zu sein, fehlt. Die Aufgaben sind aber mehr und mehr grösser, aufwändiger geworden. Auch wenn man sich noch gerne als Dorf fühlt; Verkehrsprobleme, Raumplanung, Schuldiskussionen, Soziale Probleme, Integration und nicht zuletzt die Finanzierung dieser öffentlichen Aufgaben sind komplex und anspruchsvoll geworden. Und nur verwalten und auf dem Bisherigen ausruhen geht nicht. Amtsträger haben sich den Aufgaben zu stellen, Lösungen vorzuschlagen und auch umzusetzten. Nach Meinung des echos sind dabei alle Bevölkerungsschichten einzubeziehen und abzuholen:

  • die Alten und die Jungen
  • nicht nur die, die schon lange in Suhr wohnen, sondern auch die neu Zugezogenen,
  • die die Steuern zahlen und auch die andern,
  • nicht nur die, die lieber weniger Steuern zahlen,
  • auch die, die sich sprachlich schlecht verständigen können,
  • sicher nicht nur die, die sich eigennützig gegen alles wehren, was nicht direkt ihnen nützt
  • nicht nur die, die an die Gemeindeversammlung kommen, sondern auch die andern

Das echo wird in den nächsten Wochen die Kandidatinnen und Kandidaten noch etwas unter die Lupe nehmen; ihr Profil und ihre Versprechen anschauen und kommentieren. Wir haben die Wahl.

Gemeinderatswahlen 2014; Daniel Rüetschi wählen

Daniel Rüetschi2 Kandidaten haben sich angemeldet für die Ersatzwahlen in den Gemeinderat; FDP und SVP machen den Sitz unter sich aus. Zukunft Suhr und die in diesem Mitte-Links Bündnis zusammengeschlossenen Parteien verzichten. Es geht offenbar Zukunft Suhr nicht darum, um jeden Preis Mehrheiten erringen zu wollen, vielmehr stehen Sachpolitik, die Entwicklung Suhrs, seinen Angeboten an die Einwohnerschaft und die Lebensqualität vor Machtstreben.  Die Zusammenarbeit in der aktuellen Besetzung im Gemeinderat in den letzten Monaten hat sich zu einem konstruktiven Miteinander gewandelt. Zukunft Suhr wird nicht nur in Wahlerfolgen, sondern auch in Sachgeschäften ernstgenommen. Auch war der Gemeinderat wieder in der Lage, mehrheitsfähige Vorlagen vorzulegen und in der (unberechenbaren) Versammlung der 2-3% an Politik Interessierten auch durchzubringen, im Interesse der gesamten Einwohnerschaft, nicht nur der 300 Ortsbürger. So hat Suhr Zukunft, mit Zukunft Suhr, mit dem Einbezug aller Bevölkerungsteile, der Interessen auch aller weniger lang in Suhr wohnhafter Einwohnerinnen und Einwohner.

 

Da macht es dem echo aber Mühe, wenn beide Kandidaten die Zugehörigkeit zur Ortsbürgerschaft als Qualitätsmerkmal in den Vordergrund stellen, als ob dies ein Leistungsausweis wäre. Orstbürger – nur nebenbei – ist man, wenn man den richtigen Namen hat und in Suhr wohnt, wie lange ist egal. Man kann wie Daniel Rüetschi erst wenige Jahre in Suhr wohnen oder wie Daniel Kopp noch nie weg gewesen sein. Wenn sich auch das echo klar für die Kandiatur von Daniel Rüetschi ausspricht, dann nicht weil er zufällig Rüetschi heisst, sondern weil sein Leistungsausweis mehr überzeugt. In vielen Kommissionen und im Verwaltungsrat der TBS hat er seine Umweltkompetenz klar eingebracht, ohne aber die Diskussionsbereitschaft zu verlieren. Es ist denn auch kein Nachteil, nicht immer in Suhr wohnhaft gewesen zu sein und auch Ideen, Lösungsmodelle andernorts erlebt zu haben.

Suhr im Wahljahr 2014: Campi geht schon wieder

das war'sJa, Sie haben richtig gelesen und das echo hat sich nicht vertippt. So frei nach dem Motto einmal Wahlen, immer Wahlen, werden wir im Februar 2014 erneut zur Urne gerufen. Gemeinderat Stephan Campi hat sein Karriereziel erreicht , wurde Generalsekretär bei der grünen Regierungsrätin Hochueli, und schafft diesen neuen arbeitsintensiven Job nicht mehr zusammen mit dem Amt als Gemeinderat (Campi tritt zurück).

Da muss uns wieder einmal bewusst werden, wie die Prioritäten sind: Öffentliche Ämter, politische Nebenjobs müssen immer hinter den Haupterwerbsberufen zurückstehen. Politik ist selten karrierefördernd, sondern oft mit Beruf und Familie unvereinbar. Das hohe Lied der Milizpolitik, der notwendigen Bodenhaftung der Politik durch das gleichzeitige Ausüben von Beruf, Familie und Politik ist längst auf Grund gelaufen: Schon lange finden sich nicht mehr die Klügsten, die Besten, die Tüchtigsten für die öffentlichen Ämter, sondern nicht selten nur noch die, die es im Beruf nicht geschafft haben oder noch schlimmer die, die mit der Politik ihre Karriere vorbereiten. Nein, das ist keine Speerspitze gegen im Amt stehende Politiker, selbstverständlich ist keine Regel ohne Ausnahmen und unsere Amtsträger sind (doch hoffentlich) die Ausnahmen. Es ist ein Grundproblem, solange Politik bestenfalls als notwendiges, schmutziges Übel betrachtet wird und keine Wertschätzung für die dort erbrachten Leistungen besteht. In diesem Sinne ging die moderate Erhöhung der Entschädigungen für die politischen Ämter in die richtige Richtung, und wäre auch die abgelehnte Entschädigung bei unverschuldeter Nichtwiederwahl ebenfalls ein richtiges Signal gewesen. In politischen Ämtern brauchen wir die tüchtige Leute!

Wir müssen unseren Politikerinnen und Politiker Sorge tragen, ihre Arbeit ist für uns alle wichtig. Wenn das echo mit spitzer Zunge austeilt, kritisiert und aufdeckt, hat das etwas mit Wertschätzung zu tun; nur was wichtig ist, ist es wert kritisiert zu werden. Gleichgültigkeit tötet.

Und noch etwas: Stephan Campi hat seine Arbeit nicht nur kürzer gemacht als erwartet, sondern besser als die Steuersenkungsrethorik seiner Partei hat befürchten lassen. Dass er auch im Beruf Erfolg hat, bestätigt diese Zeilen. Die FDP ist in der Pflicht.

Suhr im Wahljahr 2013: Zukunft Suhr dankt und feiert

Gewaehlte-2013-2Ein Sonnentag über dem Biohof „Galegge“ in Suhr: Alle Kandidatinnen und Kandidaten von Zukunft Suhr sind im ersten Wahlgang gewählt worden (Abstimmungsprotokoll_Kommunale_Wahlen_vom_22._September_2013), oft mit sehr guten Resultaten. Zukunft Suhr dankte in einer kleinen Wahlfeier den Wählerinnen und Wählern in Suhr für diesen Vertrauensbeweis und auch das echo schliesst sich diesem Dank an. Die Herausforderungen in Suhr mit einem starken Wachstumsdruck und den nicht unbekannten aber auch nicht unerheblichen Aufgaben einer Agglomersationsgemeinde machen es unabdingbar, dass qualifizierte Leute aus allen Lagern die Zukunft Suhrs mitbestimmen. Das sicherte den Kandidierenden von Zukunft Suhr in einem lauen Wahlkampf gegen das „starke Trio“ der SVP (das in seinem Flugblatt nicht einmal aufführte, in welcher Gemeinde es sich zur Wahl stellte…) die klare Wahl.

IMG_1773Das echo gratuliert auch den andern Gewählten und stellt fest, dass der beinahe kafkaeske Widerstand des bürgerlichen Suhrs gegen vertiefte Prüfungen von intensiveren Gemeindezusammenarbeiten vielleicht etwas wankt, wenn Gemeinderätin Suter ihren Wahlkampf zukunftsgerichtet auf Aarau ausgedehnt hat und von der AZ dafür promt schon Zukunft Suhr zugeordnet wird (Suhr_Gemeindewahlen2013). Ja, Suhr hat gewählt und auf die bewährte Kontinuität gesetzt, aus der Zukunft Suhr nicht mehr wegzudenken ist. Dass in Aarau nach gefühlten Jahrhunderten der freisinnigen Dominaz die Suhrer Sekundarlehrerin und  Sozialdemokratin Jolanda Urech das Stadtpräsidium übernimmt und da einer Frauenmehrheit aus verschiedenen politischen Lagern vorsteht, stimmt zuversichtlich, dass es auch in der Region Aarau über die Partei- und Gemeindegrenzen zu ernsthaften Gesprächen kommen kann, wie die öffentliche Hand die Bedürfnisse der Einwohnerinnen und Einwohner in der Region optimal abdecken kann.