Angst vor Fakten oder die Gesichter hinter Pro Suhr

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Foto AZ

Nun ist bekannt, wer hinter „Pro Suhr“ steht. Martin Saxer und Andy Ort geben dem emotionalen Widerstand gegen jegliche Annäherung an Aarau ein Gesicht. Ist es Zufall, dass die Protagonisten im Rentenalter sind oder ist die ältere Generation wirklich  deutlich zurückhaltender in der Frage der Gemeindezusammenschlüsse? Das grosse Engagement („Als Ortsbürger bin ich dagegen“) kann aber fehlende Argumente (saxer-ort) nur wenig verdecken:

1.
Zuerst: Es geht heute einzig um die Abklärung, die vertiefte Analyse in den Details der Fusionsüberlegung. Nur wer blind ohne jegliche sachliche Auseinandersetzung ohnehin immer gegen jede Fusion war, ist und sein wird, kann hier dagegen sein. Wer bei aller Skepsis zuerst einmal die Vor- und Nachteile anschauen möchte, muss JA stimmen zu einer Abklärung. Zu einer allfälligen Fusion kann man sich später definitiv äussern.

2.
„Ich sehe keine Vorteile für Suhr“ ist halt etwas kurz gedacht. Fusionsprojekte haben einen Langzeithorizont: Sie suchen eine längerfristige bessere Zukunft für alle Beteiligten. Aktuelle, kurzfristige Interessen und auch der Blickwinkel nur aus der Sicht einer Gemeinde können in die Irre führen. Rosinenpickereien, d.h. die Vorteile überall aus den Nachbarn zu holen und möglichst wenig zurückzugeben, ist halt einer gemeinsamen, langfristigen, positiven Entwicklung hinderlich.

3.
Die immer wieder kolportierte Geschichte mit dem Forst und die Beteuerung, dass man für Zusammenarbeit jederzeit offen sei, wird nicht richtiger, nur weil sich heute kaum mehr jemand an die Details erinnert. Das echo berichtete bereits damals darüber (Suhr im Wahljahr 2013: Gemeindezusammenarbeit). Auch die AZ berichtete (AZ_Forst Suret):
Kurz zusammengefasst ging es um Folgendes: Weil Rohr nach der Fusion mit Aarau aus dem Forstverband Suhr-Buchs-Rohr ausschied und gleichzeitig die Forstanlagen Suhr-Buchs-(Rohr) wesentlichen Erneuerungsbedarf hatten; bot Aarau dem Forstverband Suhr-Buchs die Prüfung einer umfassenden Zusammenarbeit an unter Verweis auch auf die neuen Forstgebäude Aaraus am Distelberg. Davon wollte man in Suhr nichts wissen, es gäbe nichts abzuklären, man bleibe eigenständig (!). Das kommt dem echo doch bekannt vor. In Suhr wurde dann das Forstgebäude neu gebaut, anständig sauber und bescheiden, aber gekostet hat es gleichwohl 1,5 Mio (berichte_fiko_werkhof_spittel). Es hätte wohl gespart werden können, wenn man Zusammenarbeit ernst genommen hätte, wenn man nicht an Kleinigkeiten, an Gärtlidenken verhaftet gewesen wäre. Der Forst ist kein gutes Beispiel für die Eigenständigkeit, sondern eine Bankrotterklärung der vielgelobten Zusammenarbeit eigenständiger Gemeinden, die häufig an Details scheiterte.
Das echo sieht sich darin bestätigt, dass man Zusammenarbeitsprojekte nur dann toll findet, wenn es genau so läuft wie man es selber will; dass man nicht bereit und in der Lage war, die echten Anliegen auch anderer Partner ernst zu nehmen und Kompromisse zum längerfristigen Wohl aller zu suchen. Das wäre tatsächlich auch bei Fusionsanstrengungen erforderlich.

Wie sich das alles abgespielt hat, weiss auch alt Stadtschreiber Gossweiler noch genau (forst_az_25-1-2017). Zurecht lässt er den Verantwortlichen in Aarau nicht vorwerfen, sich damals nicht korrekt verhalten zu haben. So fallen denn Vorwürfe an Aarau, mit den Nachbargemeinden nicht auf Augenhöhe gesprochen zu haben, in sich zusammen und an diejenigen zurück, die nie ernsthaft bereit waren, für Zusammenarbeitsprojekte auch über ihr eigenes Gärtli hinaus zu schauen. Genau da sind wir heute wieder, wenn man die Frage einer Fusion schon gar nicht prüfen will!

4.
Die bisherige Studie zum Zukunftsraum besagt zwar, dass Suhr mit 10’000 Einwohnern und einer intakten Gemeindestruktur nicht mangels Geld oder funktionierender Behörden oder Verwaltung fusionieren müsse; etwas anderes sagt ja niemand. Die Studie sagt aber auch, dass eine Fusion der Kerngemeinden um Aarau (zu denen auch Buchs gehören würde) das grösste Potential hätte. Genau das müsste vertiefter geklärt werden.

„Der Kernperimeter, für welchen in einer zweiten Subvariante eine Fusion geprüft wird, setzt sich aus der Stadt Aarau sowie den mit Aarau baulich zusammengewachsenen Gemeinden Buchs und Suhr zusammen. Dies wäre ein logischer Verbund mit wirkungsvollen Synergiepotenzialen“ Studie S. 119 (entwicklungsoptionen-fuer-den-zukunftsraum-aarau_studie-final)

5.
Dass man als Bürger heute selten bis nie persönlich mit der Gemeindeverwaltung zu tun hat, wird ja im Interview geradezu bestätigt. Warum man denn die Schliessung der Zweigstelle der Verwaltung in Rohr (die in den Jahren ihres Bestandes mangels Bedarf praktisch nie genutzt wurde) immer wieder  als negatives Beispiel glaubt bringen zu müssen, erschliesst sich dem echo nicht. Fragen wir doch im weiteren Verfahren dann dazu einmal die Aarau-Rohrer Stadträtinnen Regine Jäggi und Franziska Graf.

6.
Ja, die Gemeindeversammlung als Hort der Demokratie. Oder geht es vielleicht doch darum, dass in der Gemeindeversammlung die Exekutive sich leichter durchsetzt und dass dort die langjährigen Ortsbürger und Eigenheimbesitzer unter sich sind und selten von den „Zugezogenen“ in den Mietwohnungen überstimmt werden. Auch dazu hat sich das echo schon einmal geäussert (Die Irrtümer von „echt Suhr“; 2. Teil, Das Lob der Gemeindeversammlung). Dann wäre der Widerstand gegen Fusionsprüfungen ein Versuch, so lange wie möglich die Vormacht der echten Einheimischen, der Ortsbürger zu halten… oder nicht die ganze Bevölkerung, sondern seinen Einfluss in Suhr im Herzen?

7.
Und dann kämpft man weiter, falls auch am 12. Februar eine Mehrheit nicht die Meinung der Ortsbürger teilt. Wie Präsident Trump, der die amerikanischen Wahlen dann für korrekt hält, wenn er gewinnt…

 

NB: Mit der SP heute haben die beiden Wortführer von Pro Suhr nichts zu tun. Sie waren nie oder sind seit Jahrzehnten nicht mehr in dieser Partei.

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JA zum Zukunftsraum oder wo fängt Aarau an?

img_4072Ja, genau das ist es ja: Aarau und Suhr sind so stark zusammengewachsen, dass selbst gut informierte Einwohner nicht wissen, wo Suhr aufhört und Aarau beginnt.

Dann hängt man auch die Blachen „Pro Suhr“ am Zaun des Spitalparkplatzes in Aarau auf. Sind denn alle Suhrer so häufig in Aarau, dass dort die Werbung wirksamer ist? Wenn die Aarauer auch Suhr im Herzen tragen, brauchen wir uns ja vor der Fusion nicht zu fürchten, schon gar nicht vor den Abklärungen zur Fusion!

Vielleicht ist ja gerade das Aufgeben der künstlichen Grenzen oder vorerst die Prüfung des Zusammengehens längerfristig „Für Suhr“ oder vielmehr „Für die Einwohner von Suhr und Aarau“ eine bessere Lösung.

JA zum Zukunftsraum, JA für das Referendum

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Wenn in Aarau für die Eigenständigkeit Suhrs gekämpft wird,  wirft dies Fragen auf: Wie könnte dann eine neue Hauptstadt aussehen. Das ist mit dem Projekt Zukunftsraum nun vorbereitet: Einige Gemeinden setzen zwar weiter auf komplizierte punktuelle Zusammenarbeitsprojekte wie eine neue Kreisschule Aarau/Rohr/Buchs, scheuen aber aus irrationalen Gründen vor der Prüfung eines umfassenderen Zusammengehens zurück. Andere wie Küttigen riskieren lieber den Verlust der Oberstufe im Dorf als sich auf die Prüfung einer längerfristigen Fusion einzulassen.

„Suhr im Herzen“ ist dann schon sehr emotionaler Herzschmerz und wenig an Argumentation; dem echo liegt seit Jahren das Wohl der Bewohner in und um Suhr am Herzen, abstrakte Organisationsgebilde sind aber auf ihre Wirksamkeit und Effizienz permanent zu überprüfen und der Zeit anzupassen, alles andere ist Ballenberg!

Die Behörden und viele interessierte Workshop-Teilnehmer haben sich bereits intensiver mit der Frage auseinandergesetzt und sahen mehr Vorteile als Risiken: Die beiden Entfelden , Densbüren und Suhr wollten deshalb mit Aarau weiter verhandeln, was zumindest in Suhr und Unterentfelden auf Widerstand stösst. Wie absurd dieser Widerstand ohne Sachargumente ist, zeigt die in Aarau aufgehängte Blache von Pro Suhr:

Viele Suhrer fahren täglich über Aarau, arbeiten in Aarau, kaufen in Aarau ein, Nutzen den Bahnhof Aarau, besuchen das Kino und das Theater in Aarau, halten sich im Fitnesscenter fit und lassen sich von Aarauer Ärzten und im Aarauer Spital pflegen. Aarauer geben in Suhr Schule (ja sogar viele Jahre mit grösstem Erfolg die Stadtpräsidentin von Aarau, Jolanda Urech). Aarauer und Suhrerinnen verarzten unsere Kinder in Arztpraxen, Aarauerinnen und Suhrerinnen engagieren sich für Suhrer Quartierentwicklung und Altersleitbilder, Aarauer fotografieren unser Dorf als Dorfschreiber. Wir sind eine zusammengewachsenen Region und es ist nicht einzusehen, warum wir nicht prüfen sollten, wie es käme, wenn wir unsere öffentlichen Verwaltung gemeinsam führen würden.

Eine grössere Gemeinde ist zwar nicht per se überall besser; das behauptet niemand, der Spielraum der knappen öffentlichen Finanzen lässt sich aber optimieren. Es braucht nicht in jedem Quartier ein Hallenbad, ein Freibad, eine Forstverwaltung, einen Werkhof, eine grosse Sporthalle, eine Kunsteisbahn und ein Kleintheater. Viele derartiger Infrastrukturbauten können längerfristig optimaler geplant und besser genutzt werden. Es braucht in der Region Aarau auch nicht x Schulpflegen, Finanzkommissionen und Gemeinderäte. Sinnvoller sind wirklich qualifizierte Personen mit der nötigen Fachkompetenz, genügend Zeit und einem echten Engagement. Dann sind auch die Verantwortlichkeiten klarer und die Entscheidungswege überschaubarer. Negative finanzielle Folgen, wie Studien eruiert haben wollen, gibt es nur, wenn fusionswillige Gemeinden vorher ihre Hausaufgaben, ihre Infrastruktur nicht gemacht hatten und dann nach einer Fusion mit grossem finanziellem Aufwand alles nachgeholt werden musste. Das ist in Suhr sicher nicht der Fall.

Darum noch einmal: JA zu einer fundierten Abklärung der Verhältnisse.

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Schöne Weihnachten mit Suhrer Impressionen

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Jiri Vurma; Suhrer Impressionen

Jiri Vurma war 2015/16 Dorfschreiber oder vielmehr Dorffotograf, die AZ berichtete bei der Amtsübergabe darüber (AZ_Amtsübergabe Dorfschreiber 2016). Seine Bilder sind erhältlich im Bildband „Suhrer Impressionen“ auf der Gemeindekanzlei. Sie lohnen sich auch nach Weihnachten! Die Bilder von Vurma halten minutiös fest, was das echo vom Suhrerchopf aus schon lange sieht: Suhr verändert sich rasend schnell. Nicht nur positiv, aber auch nicht negativ, nur immer schneller! Diesen Veränderungen müssen wir begegnen, sie annehmen und gestalten. Zu bewahren, was sich zu bewahren lohnt; neu aufzubauen, was nicht mehr genügt. Dem muss sich Kraft und Energie widmen.

 

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Jiri Vurma; Suhrer Impressionen

Das echo ruft zu diesem kritischen Bewahren auf, weil auch die Sicht vom Suhrer Wahrzeichen die Zeitzeichen nicht mehr leugnen kann. Nein, nicht einmal Museen bleiben stehen, auch diese passen ihren Fundus, ihre Erinnerungen an den Lauf der Zeit an. Sie versuchen in Erinnerung zu halten, was Heimat und Geborgenheit früher vermittelte und konfrontieren uns mit den Anforderungen der Gegenwart.

 

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Jiri Vurma; Suhrer Impressionen

Wenn auch aus den Bildern Vurma’s Schönes, Fremdes, Beängstigendes und Kurioses zu einem dichten Teppich von Vertrautheit verschmelzen, dann versteht man, weshalb einer wie er, der aus der Fremde kam und Heimat gefunden hat, den Heimatbegriff weiter fasst.

In diesem Sinne wünscht Ihnen das echo schöne Weihnachten.

Das Referendum steht _ ganz Suhr entscheidet

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Bild AZ; 16.12.2016

Heute wurde das Referendum eingereicht (Bericht AZ az_16-12-2016), die Unterschriften kommen aber weiter rein: Das gibt Mut, das bestärkt die Überzeugung, dass viele Suhrerinnen und Suhrer (nach nur 2 Wochen schon deutlich mehr als doppelt so viele wie an der Gemeindeversammlung teilgenommen haben!!) vor einem definitiven Entscheid über ein Zusammengehen mit Nachbargemeinden Fakten sehen wollen: Wie sieht es dann aus mit der Schule in Suhr, was ist eine Stimme in Suhr im Gesamtraum wert, wie können wir unsere Anliegen  sinnvoll einbringen, bleibt auch in Suhr ein Teil der Verwaltung. Wie sieht’s dann mit dem Steuerfuss aus, wem gehört der Wald?

Fragen über Fragen, die im Leitbild einer neuen Hauptstadt, aber auch in auszuhandelnden Verträgen geklärt werden sollen. Fürchten wir uns dabei nicht vor Veränderung! Unserer Welt verändert sich fortwährend: Nur wenn wir uns diesen Veränderungen stellen, sie aktiv gestalten, können wir uns selber bleiben, können wir unsere Anliegen und Bedürfnisse einbringen. Angst vor Veränderung, ein Ablehnen jeglicher Diskussion ist weder selbstbewusst noch zielführend.

wind-der-veraenderungDas Weiterführen der Abklärungen und wohl auch das Wagnis des Zusammenschlusses ist keine Frage der Heimat, es ist ein Akt der Vernunft und der Zukunft für die nächsten Generationen. Danke, den Engagierten von Zukunft Suhr für den Einsatz.

Und noch einmal: Suhr prüft keinen Anschluss an Aarau! Suhr prüft, ob man mit Aarau (und andern Gemeinden) zusammen eine neue Hauptstadt bauen soll. Das ist der wesentliche Unterschied.

Zukunftsraum Aarau: Die Unterschriftensammlung läuft an

referendumNun läuft das Referendum: Nein, es wird (noch) nicht über eine Fusion abgestimmt. Die Region möchte einzig sorgfältig weiter die Voraussetzungen und Möglichkeiten von Fusionsprojekten prüfen, auch eine Fusion von Aarau mit Suhr. Eine Zufallsmehrheit von 17 Stimmen hat an der Gemeindeversammlung die Türe zugeschlagen. Man will gar nichts prüfen, es könnte ja sonst noch etwas Zukunftsweisendes herauskommen! Die Aarauer wollen nur den Wald stehlen…

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Zukunft Suhr wird seinem Namen gerecht!

Nein, so geht es nicht, meint hier das echo. Die Frage der weiteren Prüfung einer Fusion ist ein Projekt für die Zukunft, ein Projekt für die nächste Generation. Es ist erfreulich, dass Zukunft Suhr von  Beginn an klar gemacht hat, dass diese Frage von der ganzen Stimmbürgerschaft entschieden werden soll. Es geht nicht an, dass heute v.a. ältere Gemeindeversammlungsbesucher definitiv entscheiden, ob so etwas überhaupt weiter geprüft und vorbereitet werden soll. Die Auswirkungen derartiger Entscheide werden sich – wie auch immer dann der definitive Entscheid ausfällt – erst nach Jahren auswirken. Es ist eine Frage der Verantwortung, hier und heute anzuerkennen, dass jüngere Generationen weniger in den engen Dorfgrenzen denken und einer andern Gemeindegrenzen offener gegenüber stehen.

Hier sind die Unterschriftenbögen (für 20 Unterschriften) und Unterschriftenkarten (für 6 Unterschriften) zum Ausdrucken:

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Die Karte können Sie idealerweise doppelseitig drucken, falten, unterschreiben und portolos zurücksenden:  Senden Sie die Bogen auch die 20er Bögen umgehen auch mit nur einer oder zwei Unterschriften zurück. Sie können für weitere Unterschriften ohne Weiteres einen weiteren Bogen ausdrucken. Senden Sie die ausgefüllten Bögen an „Zukunft Suhr, c/o Stefanie Rohr und Martin Graf, Bachstrasse 95c, 5034 Suhr“. Die Referendumsfrist ist kurz, bis Weihnachten müssen die Unterschriften zusammen sein.

Die neue Hauptstadt ohne Suhr?

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Grafik AZ

Nun haben sich die beiden Entfelden und Densbüren klar und deutlich  alle mit JA Mehrheiten zwischen 61 und 69% für die Weiterführung der neuen Hauptstadt entschieden (Oberentfelden mit einer Beteiligung von 2,3%;  Unterentfelden mit einer Beteiligung von 6.5% und Densbüren mit einer Beteiligung von 15,4%). Das setzt Suhr in Zugzwang! Mit einem Abseitsstehen in der Weiterbearbeitung würde Suhr jeden Einfluss auf die Gestaltung einer  neuen Hauptstadt aus der Hand geben. Statt einem kraftvollen Aufbau einer neuen grösseren Hauptstadt würde Suhr mit dem bedauerlichen Buchs Abseits stehen und in einigen Jahren, wenn dann aus finanziellen oder auch strukturellen Gründen eine Fusion auch hier reif wäre, ein Zusammenschluss nur noch zu den von Entfelden und Densbüren ausgehandelten Bedingungen möglich wäre. Zusammenarbeit mit dem kleinkariertes Schielen auf schnelle Vorteil, Rosinenpickereien von Fall zu Fall wird immer schwieriger werden. Wer mit den Nachbargemeinden wirklich auf Augenhöhe neue Lösungen und zukunftsträchtige Verbesserungen anstreben möchte, muss auch den Mut haben, alte Strukturen zu hinterfragen und Neues zu wagen.

Die knappe Mehrheit der Suhrer Gemeindeversammlungsteilnehmer hatte diese Vision nicht. Aber auch wenn diesmal mit 7,2% der Stimmberechtigten mehr Stimmberechtigte an der Gemeindeversammlung teilnahmen, ist die Legitimation der Entscheide in der Gemeindeversammlung schwach. Natürlich dürfen theoretisch alle Stimmberechtigten an die Gemeindeversammlung kommen; mehr als 15% der Stimmberechtigten fasst die Bärenmatte aber nicht! Das System ist nicht auf eine breite Teilnahme ausgelegt und der unbestrittene Vorteil der leichten direkt demokratischen Teilnahme am lokalpolitischen Geschehen ist belastet mit dem Makel des faktischen Ausschlusses breiter Bevölkerungskreise.

Also; das Referendum kommt: 50.5%  NEIN bei 7.2% Gemeindeversammlungsteilnehmer würde bedeuten, dass 3.6% der Stimmberechtigten jede Zukunftsentwicklung unserer Gemeinde vorzeitig beerdigen könnten, weil sie sich gar nicht mit den Vor- oder Nachteilen auseinandersetzen wollen. Das genügt für eine demokratische Legitimierung nicht.

Die Zukunft braucht ein Referendum

referendum-clipart-can-stock-photo_csp20571000 Die Suhrer Gemeindeversammlung hat am 24. November 2016 den Projektkredit zum nächsten Schritt im Zukunftsraum Aarau abgelehnt und damit die Türe zugeschlagen, ohne dass die Grundlagen einer neuen Hauptstadt und einer Beteiligung von Suhr darin hätten geprüft werden können. Bei knapp 400 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern wurde der Kredit mit wenigen Stimmen Unterschied abgelehnt. Im allen zugänglichen Workshop im Januar 2016 haben sich die Interessierten nach guten Diskussionen und vertieften Analysen überwiegend für ein Weitermachen in der Zukunftsdiskussion entschieden, nun in der Gemeindeversammlung wird mit Verlustängsten und Heimatparolen ohne sachliche Auseinandersetzung der Widerstand zelebriert. Ein Leitbild will man nicht „darin steht ja dann sowieso, dass es für Aarau gut sei…“ und mit Aarau zusammen will man eh nicht gehen. „Die nehmen und dann den Wald weg…“, „wir verlieren das Ortsbürgervermögen…“ . Wehret den Anfängen!

Schade meint das echo da: Bei allem Verständnis, dass es den meist älteren treuen Gemeindeversammlungsbesucher etwas schwerer fällt, sich auf Neues einzulassen. Zukunft zu gestalten, an kommende Generationen zu denken, alte Ängste vor Aarau abzustreifen, die Chance jetzt zu nutzen, wo einige Gemeinden und Aarau selber die Zukunft auf eine neue Grundlage stellen möchten.

Wer sich umhört erfährt bei den grössten Skeptikern oft: Früher oder später müsse man ja schon fusionieren, je nach Befindlichkeit ist das „früher oder später“ dann bald oder lieber gar nie… Nein: Jetzt müssen wir das prüfen, jetzt wo wir die Gemeinde noch tip top im Griff haben (wenn auch mit etwas angeschlagenen Finanzen, weil wir den Steuerfuss künstlich zu tief halten, was aber auch Aarau macht). Jetzt liegt ein Projekt vor, jetzt müssen wir dran bleiben. Bis zu einer möglichen Umsetzung werden noch einige Jahre vergehen, so schnell geht es auch wieder nicht. Und wenn alle Fakten auf den Tisch liegen, wird demokratisch in einer Volksabstimmung darüber befunden.

Dafür brauchen wir aber das Referendum, sonst ist alles aus. Zukunft Suhr ergreift deshalb das Referendum und will so allen Stimmberechtigten die Möglichkeit zum Entscheid geben. Das echo wird, sobald die Unterschriftensammlung los geht wieder informieren. Helfen Sie mit.