Eine Mehrheit im Gemeinderat will nicht!


Zukunftsraum_LeitbildDa hat man in einer Fusionsanalyse über Monate die Verhältnisse analysiert (ZRA_Leitsaetze_Broschuere) und in unzähligen Veranstaltungen den Bürgerinnen und Bürgern erklärt. Und dann kommt eine Mehrheit des Gemeinderates  und sagt lapidar, eine Fusion sei schon möglich, aber auch mit Nachteilen verbunden! Medienmitteilung GR Suhr zu ZRA 2020-03-18

Ja, man kann unschwer vermuten, welche Gemeinderätin und welche Gemeinderäte was vertreten haben. Sie sollen, ja müssen dazu stehen. Die Suhrerinnen und Suhrer haben ein Recht zu wissen, wer was vertritt. Ein warum wäre ja auch schön gewesen…

Das ist ja noch schlimmer als die ursprünglich von Einigen vertretene Haltung vor Monaten, man wolle gar keine Fusionsabklärungen, weil man ja ohnehin nicht fusionieren wolle. Nun hat man alles auf dem Tisch und die Vorteile und Chancen sind wohl noch besser als alle erwartet haben, und dann geht eine Mehrheit im Gemeinderat auf Feld 1 zurück: Man will nicht, weil man nicht will.

Kein Wort zum möglichen Steuerfuss 97% statt 108% und zu den Finanzperspektiven des Alleingangs. Kein Wort zu den möglichen Synergien bei den grösseren Anlagen und den gemeindeübergreifenden Projekten, kein Wort zu den Chancen im kulturellen Bereich durch eine finanzstarke Ortsbürgergemeinde, die mehr kulturelle und Freizeitdienstleistungen an alle Einwohner erbringen kann und will als nur die Verwaltung des Waldes. Da lobe ich mir die differenzierte Analyse der FDP, die dann auch zu einer klaren Zustimmung kommt, mit Argumenten (200310_FDP_Zukunftsraum).

Dafür sollen wir dann merkwürdige Halb-Hallenbäder durch Überdachungen des Freibades diskutieren, das der ganzen Region dienen soll, aber wohl Suhr alleine zahlt und nur den Sportvereinen offen steht… Dafür sollen wir dann den Gemeindeanteil der Ost- und Südumfahrung in Suhr alleine zahlen, obwohl diese Strassen dem Wynental und der ganzen Agglomeration dienen werden.

Da fragt sich das echo doch sehr, wessen Interessen vertritt diese Gemeinderatsmehrheit? Hier ist einiges an Klärungsbedarf.

Wenn wir auf die Argumente schauen, dann stimmen wir doch der Fusion zu, weil darüber nicht der Gemeinderat entscheidet, sondern wir Stimmbürgerinnen und Stimmbürger. Man kann sich auch dafür aktiv einsetzen im Komitee Pro Zukunftsraum (prozukunftsraum@bluewin.ch) oder im Team der FDP. Das echo hat immer betont, dass es hier nicht um Parteipolitik geht, sondern um eine gute Zukunft der Region Aarau und damit auch von Suhr.

An der Gemeindeversammlung vom 5. September 2020 um 10.00 Uhr (wenn Corona uns nicht auch das noch verschieben lässt) entscheiden wir. Hoffentlich richtig für die Zukunft auch unserer Jugend.

5 Antworten to “Eine Mehrheit im Gemeinderat will nicht!”

  1. alescha01 Says:

    Zukunftsraum: Aarau würde dominieren!

    Wer eine Fusion mit Aarau befürwortet, muss sich bewusst sein, dass er damit die Vorherrschaft der Kernstadt Aarau in Kauf nimmt. Deren Stimmengewicht wird ihr erlauben, das politische Geschehen zu dominieren. Insbesondere in den für die Gemeindeautonomie wichtigen Bereichen Orts- und Verkehrsplanung, Infrastruktur, Kultur und Sport würde Aarau den Takt angeben und die Prioritäten bestimmen.

  2. echovomsuhrerchopf Says:

    Diese immer auf alle meine Beiträge gepostete sterile Antwort wird auch nicht richtiger, wenn sie dauernd wiederholt wird. Studieren Sie einmal die Wahlkreisvorschläge, bevor sie immer wieder Ihre kopierten Texte posten.
    Danke

    • alescha01 Says:

      Ständige Wahlkreise sind zwar für die Aussengemeinden gut, können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stadt Aarau bei einer fusionierten Grossgemeinde Aarau weiterhin die Übermacht hat.

  3. echovomsuhrerchopf Says:

    Die Vorstellung, dass in einem neuen Einwohnrrat nach den ursprünglichen Gemeindegrenzen abgestimmt werden wird, ist absurd. Glaubt jemand, dass die SVPler aus Oberentfelden mit ihren SPlern zusammen gegen die FDP Aarau und die Grünen Aarau abstimmen? Schauen Sie doch einmal die Abstimmungen im Gemeinderat des seit über 100 Jahren fusionierten ZH oder jeder anderen fusionierten Gemeinde an, stimmen dort die Kreise miteinander oder die politischen Parteien?
    Selbst wenn die Gemeinden zusammen stimmen würden:
    Densbüren, Aarau Nord, Telli, Rohr haben 12 Sitze, Aarau Zentrum und Süd auch 12 und die beiden Entfelden 14 Sitze und Suhr 12 Sitze; rechne…

  4. alescha01 Says:

    Auch mit der Schaffung von Wahlkreisen wird die Mehrheit der urban gesinnten Leute in der Agglomeration die ländlich gesinnten überstimmen können. Bei einem lokalen Politproblem (z. B. Schliessung einer lokale Infrastrukturanlage) werden sich die Einwohnerrät*innen aus den Aussenquartieren kaum mit dem betroffenen Aussenquartier solidarisieren.


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