JA zum Zukunftsraum oder wo fängt Aarau an?


img_4072Ja, genau das ist es ja: Aarau und Suhr sind so stark zusammengewachsen, dass selbst gut informierte Einwohner nicht wissen, wo Suhr aufhört und Aarau beginnt.

Dann hängt man auch die Blachen „Pro Suhr“ am Zaun des Spitalparkplatzes in Aarau auf. Sind denn alle Suhrer so häufig in Aarau, dass dort die Werbung wirksamer ist? Wenn die Aarauer auch Suhr im Herzen tragen, brauchen wir uns ja vor der Fusion nicht zu fürchten, schon gar nicht vor den Abklärungen zur Fusion!

Vielleicht ist ja gerade das Aufgeben der künstlichen Grenzen oder vorerst die Prüfung des Zusammengehens längerfristig „Für Suhr“ oder vielmehr „Für die Einwohner von Suhr und Aarau“ eine bessere Lösung.

JA zum Zukunftsraum, JA für das Referendum

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Wenn in Aarau für die Eigenständigkeit Suhrs gekämpft wird,  wirft dies Fragen auf: Wie könnte dann eine neue Hauptstadt aussehen. Das ist mit dem Projekt Zukunftsraum nun vorbereitet: Einige Gemeinden setzen zwar weiter auf komplizierte punktuelle Zusammenarbeitsprojekte wie eine neue Kreisschule Aarau/Rohr/Buchs, scheuen aber aus irrationalen Gründen vor der Prüfung eines umfassenderen Zusammengehens zurück. Andere wie Küttigen riskieren lieber den Verlust der Oberstufe im Dorf als sich auf die Prüfung einer längerfristigen Fusion einzulassen.

„Suhr im Herzen“ ist dann schon sehr emotionaler Herzschmerz und wenig an Argumentation; dem echo liegt seit Jahren das Wohl der Bewohner in und um Suhr am Herzen, abstrakte Organisationsgebilde sind aber auf ihre Wirksamkeit und Effizienz permanent zu überprüfen und der Zeit anzupassen, alles andere ist Ballenberg!

Die Behörden und viele interessierte Workshop-Teilnehmer haben sich bereits intensiver mit der Frage auseinandergesetzt und sahen mehr Vorteile als Risiken: Die beiden Entfelden , Densbüren und Suhr wollten deshalb mit Aarau weiter verhandeln, was zumindest in Suhr und Unterentfelden auf Widerstand stösst. Wie absurd dieser Widerstand ohne Sachargumente ist, zeigt die in Aarau aufgehängte Blache von Pro Suhr:

Viele Suhrer fahren täglich über Aarau, arbeiten in Aarau, kaufen in Aarau ein, Nutzen den Bahnhof Aarau, besuchen das Kino und das Theater in Aarau, halten sich im Fitnesscenter fit und lassen sich von Aarauer Ärzten und im Aarauer Spital pflegen. Aarauer geben in Suhr Schule (ja sogar viele Jahre mit grösstem Erfolg die Stadtpräsidentin von Aarau, Jolanda Urech). Aarauer und Suhrerinnen verarzten unsere Kinder in Arztpraxen, Aarauerinnen und Suhrerinnen engagieren sich für Suhrer Quartierentwicklung und Altersleitbilder, Aarauer fotografieren unser Dorf als Dorfschreiber. Wir sind eine zusammengewachsenen Region und es ist nicht einzusehen, warum wir nicht prüfen sollten, wie es käme, wenn wir unsere öffentlichen Verwaltung gemeinsam führen würden.

Eine grössere Gemeinde ist zwar nicht per se überall besser; das behauptet niemand, der Spielraum der knappen öffentlichen Finanzen lässt sich aber optimieren. Es braucht nicht in jedem Quartier ein Hallenbad, ein Freibad, eine Forstverwaltung, einen Werkhof, eine grosse Sporthalle, eine Kunsteisbahn und ein Kleintheater. Viele derartiger Infrastrukturbauten können längerfristig optimaler geplant und besser genutzt werden. Es braucht in der Region Aarau auch nicht x Schulpflegen, Finanzkommissionen und Gemeinderäte. Sinnvoller sind wirklich qualifizierte Personen mit der nötigen Fachkompetenz, genügend Zeit und einem echten Engagement. Dann sind auch die Verantwortlichkeiten klarer und die Entscheidungswege überschaubarer. Negative finanzielle Folgen, wie Studien eruiert haben wollen, gibt es nur, wenn fusionswillige Gemeinden vorher ihre Hausaufgaben, ihre Infrastruktur nicht gemacht hatten und dann nach einer Fusion mit grossem finanziellem Aufwand alles nachgeholt werden musste. Das ist in Suhr sicher nicht der Fall.

Darum noch einmal: JA zu einer fundierten Abklärung der Verhältnisse.

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