Schöne Weihnachten mit Suhrer Impressionen

suhrerchopf

Jiri Vurma; Suhrer Impressionen

Jiri Vurma war 2015/16 Dorfschreiber oder vielmehr Dorffotograf, die AZ berichtete bei der Amtsübergabe darüber (AZ_Amtsübergabe Dorfschreiber 2016). Seine Bilder sind erhältlich im Bildband „Suhrer Impressionen“ auf der Gemeindekanzlei. Sie lohnen sich auch nach Weihnachten! Die Bilder von Vurma halten minutiös fest, was das echo vom Suhrerchopf aus schon lange sieht: Suhr verändert sich rasend schnell. Nicht nur positiv, aber auch nicht negativ, nur immer schneller! Diesen Veränderungen müssen wir begegnen, sie annehmen und gestalten. Zu bewahren, was sich zu bewahren lohnt; neu aufzubauen, was nicht mehr genügt. Dem muss sich Kraft und Energie widmen.

 

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Jiri Vurma; Suhrer Impressionen

Das echo ruft zu diesem kritischen Bewahren auf, weil auch die Sicht vom Suhrer Wahrzeichen die Zeitzeichen nicht mehr leugnen kann. Nein, nicht einmal Museen bleiben stehen, auch diese passen ihren Fundus, ihre Erinnerungen an den Lauf der Zeit an. Sie versuchen in Erinnerung zu halten, was Heimat und Geborgenheit früher vermittelte und konfrontieren uns mit den Anforderungen der Gegenwart.

 

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Jiri Vurma; Suhrer Impressionen

Wenn auch aus den Bildern Vurma’s Schönes, Fremdes, Beängstigendes und Kurioses zu einem dichten Teppich von Vertrautheit verschmelzen, dann versteht man, weshalb einer wie er, der aus der Fremde kam und Heimat gefunden hat, den Heimatbegriff weiter fasst.

In diesem Sinne wünscht Ihnen das echo schöne Weihnachten.

Fragebogen

frisch-fragebogenNein, das echo stellt sich nicht auf die Ebene von Max Frisch; aber Frisch’s Fragen zur Heimat max-frisch-fragebogen-Heimat werfen im Zusammenhang mit den Diskussionen um eine neue Hauptstadt auch aus dem Blickwinkel vom Suhrerchopf einige Fragen für die Einwohner von Suhr auf:

  1. Wo arbeiten Sie? Fahren Sie mit dem Auto zum Arbeitsplatz? Wie lange stehen Sie im Stau? Wie viel davon im Gemeindegebiet von Suhr?
  2. Wie häufig nutzen Sie den Bahnhof? In Aarau oder in Suhr? Wohin? Warum bezahlte Aarau die Veloparkplätze beim Bahnhof Süd?
  3. Wenn im Bachfischetlied; Fürio de Bach brönnt, Soorer händ en aazünt, die Aarauer den Bach löschen müssen; welches Tanklöschfahrzeug soll eingesetzt werden? Das von Aarau oder das von Suhr? Und wenn es vor dem Herzogplatz brennt?
  4. Wo kaufen Sie ein? Im Mitteldorf Suhr, im Wynencenter Buchs, in der Igelweid Aarau, in Unterentfelden oder im Bahnhof Aarau? Warum glauben Sie, dass es anders wäre, wenn es in Suhr mehr Parkplätze hätte?
  5. Haben Sie schon einmal an einer Gemeindeversammlung teilgenommen? Halten Sie sich dabei mit den 2-3% der Anwesenden für privilegiert? Finden Sie die Entscheide der Teilnehmenden richtig oder repräsentativ? Gesetzt der Fall, Sie hätten noch nie teilgenommen. Fühlen Sie sich gut vertreten, weil Sie ja hätten teilnehmen können? Von wem?
  6. Die Wiege der Demokratie liegt in der Antike, wo liegt das Grab? Im alten Griechenland kannte man ein Zensuswahlrecht, das vom Vermögen der Bürger abhängig war. Im alten Rom verlor, wer seine Schulden nicht bezahlen konnte, alle Rechte. Wer soll Ihrer Meinung nach wo mitbestimmen können? Zur Information: 3% der Bevölkerung in Suhr sind Ortsbürgerinnen und Ortsbürger, 51% sind Frauen, 20% unter 18 Jahren, 2,5% sind Sozialhilfeempfänger, 10% der Altersrentner erhalten Ergänzungsleistungen, 30% sind Ausländerinnen und Ausländer. Veränderte diese Information Ihre Meinung?
  7. Der durchschnittliche jährliche Steuerertrag pro Einwohner in Suhr beträgt Fr. 2325. Wie hoch schätzen Sie den Durchschnitt der Gemeindeversammlungsteilnehmer? Liegen Sie darüber? Soll ein Sozialhilfebezüger auch abstimmen dürfen? Warum beim Steuerfuss?
  8. Wissen Sie, in welchem Verwaltungsgebäude die Steuerverwaltung Suhr arbeitet, das Betreibungsamt, und die Sozialen Dienste? Wo waren Sie noch nie, warum?
  9. Wem gehört der Wald, in dem Sie  joggen? In welchem Wald versäubern Sie Ihren Hund? Fragen Sie die Personen, denen Sie dabei begegnen, in welcher Gemeinde sie wohnen; warum? Sind Sie Ortsbürger?
  10. Sind Sie verheiratet? Heirateten Sie auf dem Zivilstandsamt in Suhr? Wann? Würden Sie sich das für Ihre Kinder auch wünschen? Wo würden Sie die Scheidung einreichen wollen?
  11. Kennen Sie den Unterschied im Parkierungsreglement der Stadt Aarau und der Gemeinde Suhr? Wo ist das Parkieren teurer und wo verläuft die Grenze? Denken Sie dabei an die Grenze der Bezahlbarkeit? Arbeiten Sie im Kantonsspital? Wissen Sie wo sich die Busstationen befinden?
  12. Müssen Sie gelegentlich durch das Gönhardquartier Aarau fahren? Warum meinen Sie, dass Sie das 2019 noch dürfen?
  13. Möchten Sie nach dem Referendum für die Abklärungen zum Zukunftsraum auch dasjenige gegen die Reithalle unterzeichnet? Warum nicht?
  14. Wieviele Fussballplätze hat Suhr? Woher kommen die jungen Leute, die dort tschutten? Sind Sie für oder gegen ein Stadion im Torfeld Süd? Warum haben Sie das jemandem gesagt?
  15. Wieviel Heimat brauchen Sie?

 

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Das Referendum steht _ ganz Suhr entscheidet

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Bild AZ; 16.12.2016

Heute wurde das Referendum eingereicht (Bericht AZ az_16-12-2016), die Unterschriften kommen aber weiter rein: Das gibt Mut, das bestärkt die Überzeugung, dass viele Suhrerinnen und Suhrer (nach nur 2 Wochen schon deutlich mehr als doppelt so viele wie an der Gemeindeversammlung teilgenommen haben!!) vor einem definitiven Entscheid über ein Zusammengehen mit Nachbargemeinden Fakten sehen wollen: Wie sieht es dann aus mit der Schule in Suhr, was ist eine Stimme in Suhr im Gesamtraum wert, wie können wir unsere Anliegen  sinnvoll einbringen, bleibt auch in Suhr ein Teil der Verwaltung. Wie sieht’s dann mit dem Steuerfuss aus, wem gehört der Wald?

Fragen über Fragen, die im Leitbild einer neuen Hauptstadt, aber auch in auszuhandelnden Verträgen geklärt werden sollen. Fürchten wir uns dabei nicht vor Veränderung! Unserer Welt verändert sich fortwährend: Nur wenn wir uns diesen Veränderungen stellen, sie aktiv gestalten, können wir uns selber bleiben, können wir unsere Anliegen und Bedürfnisse einbringen. Angst vor Veränderung, ein Ablehnen jeglicher Diskussion ist weder selbstbewusst noch zielführend.

wind-der-veraenderungDas Weiterführen der Abklärungen und wohl auch das Wagnis des Zusammenschlusses ist keine Frage der Heimat, es ist ein Akt der Vernunft und der Zukunft für die nächsten Generationen. Danke, den Engagierten von Zukunft Suhr für den Einsatz.

Und noch einmal: Suhr prüft keinen Anschluss an Aarau! Suhr prüft, ob man mit Aarau (und andern Gemeinden) zusammen eine neue Hauptstadt bauen soll. Das ist der wesentliche Unterschied.

Zukunftsraum Aarau: Die Unterschriftensammlung läuft an

referendumNun läuft das Referendum: Nein, es wird (noch) nicht über eine Fusion abgestimmt. Die Region möchte einzig sorgfältig weiter die Voraussetzungen und Möglichkeiten von Fusionsprojekten prüfen, auch eine Fusion von Aarau mit Suhr. Eine Zufallsmehrheit von 17 Stimmen hat an der Gemeindeversammlung die Türe zugeschlagen. Man will gar nichts prüfen, es könnte ja sonst noch etwas Zukunftsweisendes herauskommen! Die Aarauer wollen nur den Wald stehlen…

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Zukunft Suhr wird seinem Namen gerecht!

Nein, so geht es nicht, meint hier das echo. Die Frage der weiteren Prüfung einer Fusion ist ein Projekt für die Zukunft, ein Projekt für die nächste Generation. Es ist erfreulich, dass Zukunft Suhr von  Beginn an klar gemacht hat, dass diese Frage von der ganzen Stimmbürgerschaft entschieden werden soll. Es geht nicht an, dass heute v.a. ältere Gemeindeversammlungsbesucher definitiv entscheiden, ob so etwas überhaupt weiter geprüft und vorbereitet werden soll. Die Auswirkungen derartiger Entscheide werden sich – wie auch immer dann der definitive Entscheid ausfällt – erst nach Jahren auswirken. Es ist eine Frage der Verantwortung, hier und heute anzuerkennen, dass jüngere Generationen weniger in den engen Dorfgrenzen denken und einer andern Gemeindegrenzen offener gegenüber stehen.

Hier sind die Unterschriftenbögen (für 20 Unterschriften) und Unterschriftenkarten (für 6 Unterschriften) zum Ausdrucken:

unterschriftenbogen-referendum-1

referendum-1-karte

Die Karte können Sie idealerweise doppelseitig drucken, falten, unterschreiben und portolos zurücksenden:  Senden Sie die Bogen auch die 20er Bögen umgehen auch mit nur einer oder zwei Unterschriften zurück. Sie können für weitere Unterschriften ohne Weiteres einen weiteren Bogen ausdrucken. Senden Sie die ausgefüllten Bögen an „Zukunft Suhr, c/o Stefanie Rohr und Martin Graf, Bachstrasse 95c, 5034 Suhr“. Die Referendumsfrist ist kurz, bis Weihnachten müssen die Unterschriften zusammen sein.