Suhr im Wahljahr 2014: Campi geht schon wieder


das war'sJa, Sie haben richtig gelesen und das echo hat sich nicht vertippt. So frei nach dem Motto einmal Wahlen, immer Wahlen, werden wir im Februar 2014 erneut zur Urne gerufen. Gemeinderat Stephan Campi hat sein Karriereziel erreicht , wurde Generalsekretär bei der grünen Regierungsrätin Hochueli, und schafft diesen neuen arbeitsintensiven Job nicht mehr zusammen mit dem Amt als Gemeinderat (Campi tritt zurück).

Da muss uns wieder einmal bewusst werden, wie die Prioritäten sind: Öffentliche Ämter, politische Nebenjobs müssen immer hinter den Haupterwerbsberufen zurückstehen. Politik ist selten karrierefördernd, sondern oft mit Beruf und Familie unvereinbar. Das hohe Lied der Milizpolitik, der notwendigen Bodenhaftung der Politik durch das gleichzeitige Ausüben von Beruf, Familie und Politik ist längst auf Grund gelaufen: Schon lange finden sich nicht mehr die Klügsten, die Besten, die Tüchtigsten für die öffentlichen Ämter, sondern nicht selten nur noch die, die es im Beruf nicht geschafft haben oder noch schlimmer die, die mit der Politik ihre Karriere vorbereiten. Nein, das ist keine Speerspitze gegen im Amt stehende Politiker, selbstverständlich ist keine Regel ohne Ausnahmen und unsere Amtsträger sind (doch hoffentlich) die Ausnahmen. Es ist ein Grundproblem, solange Politik bestenfalls als notwendiges, schmutziges Übel betrachtet wird und keine Wertschätzung für die dort erbrachten Leistungen besteht. In diesem Sinne ging die moderate Erhöhung der Entschädigungen für die politischen Ämter in die richtige Richtung, und wäre auch die abgelehnte Entschädigung bei unverschuldeter Nichtwiederwahl ebenfalls ein richtiges Signal gewesen. In politischen Ämtern brauchen wir die tüchtige Leute!

Wir müssen unseren Politikerinnen und Politiker Sorge tragen, ihre Arbeit ist für uns alle wichtig. Wenn das echo mit spitzer Zunge austeilt, kritisiert und aufdeckt, hat das etwas mit Wertschätzung zu tun; nur was wichtig ist, ist es wert kritisiert zu werden. Gleichgültigkeit tötet.

Und noch etwas: Stephan Campi hat seine Arbeit nicht nur kürzer gemacht als erwartet, sondern besser als die Steuersenkungsrethorik seiner Partei hat befürchten lassen. Dass er auch im Beruf Erfolg hat, bestätigt diese Zeilen. Die FDP ist in der Pflicht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: