Suhr im Wahljahr 2013: Gemeindezusammenarbeit

startNa ja, zusammenarbeiten wollen ja alle Gemeinden, weil man die Dienstleistungen dann etwas günstiger haben kann. Da ist niemand dagegen, wenn der andere immer das macht, was man auch will. Ganz konkret wird es dann aber auch manchmal schwierig;

z.B. weil die Jungen nicht dort in den Jugendtreff gehen, wo man es so schön geplant hat (AZ_Jugendarbeit). Weil die Buchser Burschen und Mädchen entweder in Buchs (die jüngeren) oder dann in Aarau sich treffen wollen, sicher aber nicht in Suhr; und die Suhrer Jugendlich ebenso! Wieso sollen es die Jungen denn auch anders machen als ihre Eltern, die ja auch in Aarau ins Kino gehen, vieles in Aarau einkaufen, in Aarau sich treffen. Jugendarbeit macht zwar schon Sinn gemeinsam, aber die Angebote sind denn auch wirklich altersgerecht an den Orten anzubieten, die vom Zielpublikum auch gewünscht , gesucht und akzeptiert werden. Die Jungen orientieren sich je nach Alter lokal oder nach der obligatorischen Schulzeit regional; daran hat sich auch die Jugendarbeit auszurichten.

Forsthaus DistelbergUnd dann der Forst: Weil es Rohr ja nicht mehr gibt, machte Aarau halt auch in der Forstregion Suhr/Buchs/Gränichen mit. Und nun, wenn Investitionen im Forsthaus in der Infrastruktur in Suhr nötig sind, stellt man fest, dass man alles in Überkapazität schon hat. Aber halt in Aarau, das mit guter Infrastruktur im Distelberg nicht nur Aarau, Biberstein und Unterentfelden wie bisher, sondern auch noch Suhr , Buchs etc. abdecken könnte. Aber die Forstleute in Suhr möchten halt selber holzen und für über eine Million neu ausbauen. Man leistet sich ja etwas. Mit Aarau zusammen geht ja dann doch nicht. Oder? AZ_Forst Suret

Na also, die schon vielfach praktizierte Gemeindezusammenarbeit scheitert dann oft an den Detailproblemen, kommt nicht vom Fleck, bleibt doppelspurig und spart dann auch nichts. Es gibt keine Instanz, die die sturen Bewahrer an den alten Strukturen zwingt, neue Wege zu beschreiten.

Und er kommt zu dem Ergebnis:
Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil, so schließt er messerscharf,
nicht sein kann, was nicht sein darf.

(Morgenstern 1871 – 1914)

…oder braucht es halt doch eine Fusion, damit die Probleme wirklich gemeinsam gelöst werden und eine Exekutive oder ein Parlament sachgerecht entscheiden kann, denkt dann das echo wieder.

und der Forst Suhr-Buchs kontert im Landanzeiger: Man sei letztlich besser als Aarau, brauche weniger Subventionen der Einwohnergemeinde und überhaupt sei es historisch entstanden und so wie von ihnen geplant sei schon OK, man stemme das auch ohne Aarau (Landanzeiger_29-8-13_Forst): Warum es mit Aarau nicht gehen soll, steht aber nirgends: Und ob es nicht wirtschaftlicher wäre, bei der engen Verzahnung mit Aarauer Wald, eine noch intensivere Kooperation mit Aarau durchzudenken und die bestehenden Infrastrukturen in Suhr und Aarau besser zu nutzen, die Gebäude im Suret nur moderat anzupassen und die Infrastruktur Aaraus auch mitzunutzen; nein soweit geht man dann doch nicht: Schade, meint das echo hier, Bretter vor dem Kopf könnten auch vom eigenem Holz sein, günstig, historisch gewachsen – und trotzdem den Blick in die Zukunft versperren. Ob der Gemeinderat hier wirklich die 1,2 Mio sprechen kann?

Aarau im Wahljahr 2013: Jolanda Urech als Stadtpräsidentin

YolandaNein, Jolanda Urech kandidiert nicht in Suhr; sie soll Stadtpräsidentin in Aarau werden.

Und das hat sehr wohl auch etwas mit Suhr zu tun, sonst würde es nicht vom echo thematisiert. Nicht nur, dass Jolanda Urech seit Jahren in Suhr als Sekundarlehrerin hervorragende Arbeit leistet. Es soll Leute in Suhr geben, die sie nicht als Stadtpräsidentin wählen würden, wenn sie denn in Aarau wählen dürften,weil sie sie nicht als Lehrerin für ihre Kinder verlieren wollen. Auch als bisherige Stadträtin hat sie den besten Leistungsausweis.

Aarau steigt aufJa so überzeugend macht sie ihren heutigen Job und so glaubwürdig ist sie als Kandidatin. Aarau und die Region können nur gewinnen, wenn Jolanda Urech gewählt wird. Sie wird Aarau aus der verstaubten Verwaltungsstadt definitiv zu einer lebensfrohen und aktiven Stadt machen. Ja, Aarau steigt auf, was im Fussball möglich war, wird Jolanda Urech für die Stadt richten; ein Mitwirken in einer anderen Liga. Und das muss auch in Suhr in der Region wichtig sein; ein Zusammengehen der Region mit Aarau geht nur, wenn auch die Verantwortlichen in Aarau die Nachbarn auf Augenhöhe ansprechen. Jolanda Urech kann das, sie hat durch ihre Lehrtätigkeit in Suhr längst erfahren, dass die Leute hier in Suhr nicht Bittsteller in Aarau sein werden und sein müssen, sondern nur echte Partnerschaften für etwas Neues eine Chance haben können.  Das echo empfiehlt Jolanda Urech zur Wahl.

www.jolanda-urech.ch

Suhr im Wahljahr 2013: Zukunft Suhr bleibt dran

Genoni&Baumann_2013

Marco Genoni weiter in den Gemeinderat und auch als Vizegemeindepräsident

neu auch Thomas Baumann in den Gemeinderat.

Ja, als vor 8 Jahren Zukunft Suhr sich neu in das Politleben in Suhr einmischte, sprach man von „Eintagsfliege“, von fehlender Kontinuität, von mangelhafter Verankerung in Suhr. Vom Untergang der Orstparteien war die Rede, weil die Mitte-Links Parteien SP, Grüne, EVP, CVP und Grünliberale einen Teil ihres Profils im Interesse einer gemeinsamen Sachpolitik aufgaben. Aber damit war der neue Auftritt von Anfang an ein Erfolg: 8 von 9 Kandidatinnen und Kandidaten wurden 2005 gewählt, alle 9 im Jahr 2009. Suhrs Bevölkerung lechzte offenkundig nach einer Alternative zu den bürgerlichen Parteien FDP und SVP, die Suhr trotz schnellem Wachstum weiterhin als Dorf zelebrierten und sich auch sehr stark auf langjährige in Suhr ansässige Leute abstützten; Ortsbürger zu sein war Programm und Auftrag zugleich; vielleicht teilweise einziger Programmpunkt.

Die Wahlberechtigten honorierten das wenig, und erhofften sich von Zukunft Suhr eine Alternative. Ein offenes, modernes Programm. Kleine Eintrittsschwellen für Interessierte, keine Ochsentouren durch die Parteiapparate. Offenheit gegenüber Neuem, Einbezug von neuzugezogenen Personen, Sachkompetenz und Interesse standen vor dem Einheimischenausweis.

Und Zukunft Suhr arbeitet weiter und kommt wieder: Nicht stur mit 3×3 im aktuellen Wahljahr, weil sich die Zusammenarbeit im Gemeinderat trotz Verlust der Mehrheit bei einer Ersatzwahl nicht nur negativ auswirkte. Vor allem die FDP oder deren Mandatsträger haben gemerkt, dass ihre Basis schmal zu werden droht, dass Zukunft Suhr gradlinige Sachpolitik macht und deren Mandatsträger gute Arbeit machen.  Zukunft Suhr kommt diesmal mit 2-3-3, akzeptiert die bürgerliche Mehrheit im Gemeinderat. Auch hier Sachpolitik und gemeinsames suchen nach guten Lösungen vor Ideologie. Dies wird auch von der FDP und SVP heute anerkannt,  Zukunft Suhr wurde vom Feinbild zum ernstzunehmen und verlässlichen Partner, zwar mit häufig anderen Ideen, aber zuverlässig und korrekt.

Ja, wählen Sie neben Genoni und Baumann auch die Kandidatinnen und Kandidaten von Zukunft Suhr in die Finanzkommission (Max Weiersmüller, bisher; Yvonne Dietiker, Mirjam Hauser) und in die Schulpflege (Jürg Eichenberger, Schulpflegepräsident, Daniel Gugger, Sonja Ihle, alle bisher)

Max Weiersmüller_2013

Yvonne Dietiker_2013Mirjam Hauser_2013Jürg Eichenberger_2013Daniel Gugger_20013Sonja Ihle_2013

mehr über diese Kandidatinnen und Kandidaten auf der Hompage von Zukunft Suhr

Suhr im Wahljahr 2013: Zukunftsraum Aarau

Suhr von SüdenNa also, auch Suhr beteiligt sich an den Gesprächen der überwiegenden Anzahl Gemeinden im und um den Bezirk Aarau, die sich Gedanken über eine neue Struktur in der Agglomeration Aarau machen. Alle Gemeinden um Aarau machen mit ausser dem zentral gelegenen Buchs, das seinen abtretenden Gemeindeammann wohl nicht desavouieren will und Gränichen, das sowieso immer nur dann mit andern zusammenarbeitet, wenn es nichts oder weniger kostet. Überall sonst ist die Einsicht gereift, dass die Region mit einer intensiveren Form der Zusammenarbeit eigentlich nur gewinnen könnte. Damit unsere Region den Anschluss nicht verpasst, wie der Planungsverband PRA-Aarau titelt, allerdings nur wenn es um eine Forderung nach Schnellzugshalten am Bahnhof Aarau geht. Natürlich ist das zu fordern, natürlich müssen wir die Region stärken, besser positionieren, auch mit Schnellzügen; aber dafür müssen wir selber etwas tun: Unsere Strukuren stimmen nicht mehr, zu kompliziert, zu eigenständig und eigensinnig die Gemeinden. Zuviele Animositäten einzelner Amtsträger verhindern eine offene und zukunftsgerichtete Diskussion. Von aussen wirkt das eher niedlich und hilflos, wie die Badische Zeitung es kommentiert (Wie das kleine Aarau eine Grossstadt werden will). Vielleicht ist der Zukunftsraum Aarau aber wieder eine Chance, die es zu nutzen gilt. Gut jedenfalls, dass der Gemeinderat Suhr das Gespräch mit der Bevölkerung sucht, die Möglichkeiten zu diskutieren beginnt.

Und entgegen der Titelzeile ist diese Diskussion auch nicht gut wahlkampftauglich. Die Zukunft der Region und unser Platz als zweitgrösste Gemeinde darin ist kein parteipolitisches Thema. Als das echo im Wahlkampf vor 4 Jahren zwar nicht einmal mit Fusion liebäugelte, sondern nur die ernsthafte Diskussion auch dieser Variante forderte; führte das umgehend zu Grabenkämpfen. Zu Bekenntnissen über Heimat und dem Zusammenschluss der Ortsbürger in echt Suhr. Tempi passati: echt Suhr gibt es nicht mehr, ebensowenig wie das dörfliche Suhr. Die Zukunft Suhrs müssen wir anders suchen, neu gestalten. Das geht mit Zukunft Suhr besser als mit anderen. Und das will nun auch der Gemeinderat in Suhr (!).