Wo steht Suhr im Wahljahr 2013? Eine Bilanz

Ja, es läuft etwas in Suhr: Tagesstrukturen, Bauordnung/Zonenplan, Verdichtung, Fusion, Regionalentwicklung, Tramstrassenausbau, Verkehr, Tramstrasse, Oberstufenstandort, Schulhausbauten, Entsorgungsplätze, KEBA, Fussball im oder nicht mehr im Brügglifeld, TBS und Energie, Atommülldeponie, Integration,  Quartierentwicklungen und immer wieder auch die Finanzen sind nur einige der aktuellen Stichworte, die natürlich oft auch zusammenhängen. Oder welche Themen beschäftigen denn Sie?

Das echo wird in einer losen Folge einzelne Bereiche darlegen und den aktuellen Stand (aus der subjektiven) Brille des Beobachters vom Suhrerchopf analysieren und kommentieren. Das ist (noch) nicht Wahlkampf, es geht vielmehr darum, Bilanz zu ziehen und die Themen zu beleuchten, die die Bevölkerung beschäftigen. Es wird an den Mandatsträger und Kandidatinnen und Kandidaten sowie den politischen Parteien und Gruppierungen liegen, sich bezüglich der Themen zu positionieren und den Stimmberechtigten aufzuzeigen, wo und was von ihnen im Falle der Wahl oder Wiederwahl zu erwarten ist. Dann liegen die Grundlagen für die Wählerinnen und Wähler auf dem Tisch. Wahltag ist zwar durchaus Zahltag, aber auch eine Erwartung, in welche Richtung sich die Gesellschaft bewegen soll. Konkret auf das Gemeinwesen bezogen, in dem wir leben.

Für alle statt für wenigeDas echo ist dabei nicht einfach neutral, will nicht Objektivität vorspielen, die es so nicht gibt. Vielmehr wird diese Seite aus den Blickwinkeln engagierten Suhrerinnen und Suhrer geschrieben. Das echo erwartet und erträgt dabei auch Widerspruch. Die Kommentarfunktion dieses Blogs ist offen, solange sich die Diskussion auf einem anständigen und sachlichen Niveau bewegt. Dabei müssen, wenn die Wahlen dann etwas näher kommen, durchaus pointierte Aussagen möglich sein. Aber die Regeln sind klar https://echosuhrerchopf.wordpress.com/uber-diesen-blog/.

Abfälle oder die Dienstleistungen der Gemeinde

Ja die Entsorgung ist ja hüben und drüben ein Thema; nicht nur so hochbrisant wie die Atommüllfrage. Wo nun die NAGRA offenbar in Suhr doch keine Deponie errichten will. Oder sagen sie das nur, damit unser Widerstand wieder einschläft? Nagra Geheimpapier

St. Florian? Nein, hier ist es anders; die ganze Schweiz braucht (noch) Atomstrom, der grösste Teil davon mit all den Risiken wird im Aargau (oder in Gösgen an der Grenze zum Aargau) produziert und die Abfälle in Würenlingen zwischengelagert. Hier ist es nicht nur legitim, nein, zu sagen, den Abfallrest auch noch lagern zu müssen, es ist sogar ein Verpflichtung gegenüber all den Einwohnern unseres Kantons.

GlascontainerNein, Abfallentsorgung fängt bei der Papiersammlung und der Glassammlung an. Letztere wollte der Gemeinderat mit dem Entscheid der Gemeindeversammlung abschaffen zugunsten dreier Sammelplätze – dies Abfälle produzieren wir alle, sie sind auch nicht gefährlich, die Entsorgung höchstens etwas unschön. Aber: Weil halt niemand einen derartigen Sammelplatz neben seiner Terrasse will, wird das halt auch wieder mit Einsprachen und Beschwerden blockiert. Wie schon die KEBA, wo man das Häuschen daneben kauft und dann mittels aller Rechtsmittel eine Sanierung der baufälligen alten Kunsteisbahn verhindern will oder beim Fussballstadion, wo man zwar Fussball will, aber bitte nicht in der Stadt, lieber im Wohnquartier in Suhr. St. Florian , ja oder halt ein immerwährendes Abwägen zwischen privaten und öffentlichen Interesse. Das ist die Aufgabe der Behörden, das sollen sie recht machen und das dauert dann halt; manchmal etwas länger als uns lieb ist.

Aber darüber wollte ich ja gar nicht schreiben, sondern vielmehr von der doch beachtlich promten Reaktion des Gemeinderates Suhr, der nun, weil die Sammelstelle im Aarauerfeld durch Beschwerden blockiert ist, die Sammlungen durch das Bauamt noch im 2013 weiter führt. Bravo, so sieht ein bürgernahes und dienstleistungsbewusstes Verhalten eines Gemeinwesens aus. Glassammlung