Kommst du auch ins Skilager?


Nein, das echo hat nicht zuviel Sonne erwischt diesen Sommer, das wäre ja auch erst in den letzten Tagen möglich gewesen. Für Skilagerdiskussionen scheint es ja tatsächlich nicht die richtige Zeit; ………oder doch: Die Anmeldungen dazu und die Ablehnungen der interessierten Kinder sind in diesen Tagen gelaufen und im Februar 2012 wird nur noch vollzogen , was in diesen Sommertagen eingefädelt worden ist. Dann werden wir hören, es sei nun zu spät für diese Diskussion, es sei ja im Sommer gelaufen mit den Anmeldungen und den Zuteilungen.

Das von den Mittelstufenlehrpersonen geleitete Mittelstufenskilager soll bevorzugt für die 6. Klasse reserviert sein, 5. und 4. KlässlerInnen würden, soweit noch Plätze frei sind, ausgelost. Wer Glück hat, geht mehrmals ins Skilager, wer Pech hat bleibt draussen. Es hat halt nicht genügend Plätze für alle; warum denn? Ist das Lagerhaus zu klein? Warum mietet man nicht ein grösseres? Fehlt es an den Lagerleiter?

Es ist Skilager und keiner geht hin, titelte 20min im Februar dieses Jahres

Zu teuer sollen die Skilager sein, zu aufwändig für Lehrpersonen, zu schwierig die Eltern. Und die Skiorte beklagen, dass man in den Schulen nicht mehr skifahren lerne. Der schweizerische Skisport fällt mehr und mehr hinter Österreich zurück.

Auch Suhr bietet nicht für alle interessierten Kinder Skilager an: Es genügt bei weitem nicht, wenn „alle Schülerinnen und Schüler in ihrer obligatorischen Schulzeit zweimal ins Skilager können“ (so die Antwort der Schulpflege an die Abgelehnten). Wenn sie dann nicht mit den Eltern auch ihre Wintersportkenntnisse vertiefen können, werden sie sicher als Erwachsene nie mehr auf Skis oder Snowboards stehen. Ins Skilager melden sich die Kinder mit ihren Gspänli an; das hehre Ziel der Durchmischung aller Schulstufen tönt wohl bildungstheoretisch gut, geht aber an den Bedürfnissen der Kinder vorbei. Wenn man nicht Gewähr hat, dass man dann tatsächlich mit den Freundinnen berücksichtigt wird, meldet man sich oft gar nicht mehr an. Was dann wieder zum falschen Schluss verleitet, das Bedürfnis sei nicht so gross.

Schade bringt die Schule Suhr dieses Angebot nicht. Dafür tragen nicht die Leute von Zukunft Suhr die Hauptverantwortung (dies nur an Urs Zimmermann, damit er als ehemaliger Schulpflegepräsident dann nicht wieder allzu einfach Sündenböcke glaubt finden zu können), weil diese Politik in der Schulpflege offenbar seit längerer Zeit mitgestützt wird. Aber die Schulpflege hätte es in der Hand, hier andere Vorgaben zu machen.

Vielleicht wäre es aber durchaus an der Zeit, diese Sache einmal zu hinterfragen: Wollen wir Skilager oder nicht, wenn ja dann für alle Interessierten. Bei 66 Anmeldungen für das Mittelstufenlager ist doch das Interesse gross. Warum tut sich dann nicht etwas? Werden diejenigen Lehrpersonen, die Bereitschaft zeigen, in einem Lager mitzumachen, gefördert, gestützt und anerkannt? Lager verlangen denn auch echt viel Engagement und bringen den Lehrpersonen auch die Trennung von Familie und Freizeit für diese Woche. Also, die Themen- und Projektwochen der Schule Suhr sind eine gute Sache. Sie leben aber wie so vieles im Schulbetrieb auch vom Engagement der Lehrpersonen und Behörden. Und wie häufig ist selten etwas so gut, dass es nicht verbessert werden kann. Also verbessern wir die Schule Suhr, bieten wir im (über-)nächsten Winter Skilagerplätze für alle.

Veröffentlicht in Bildung, Freizeitanlagen, Sport. Schlagwörter: . 2 Comments »

2 Antworten to “Kommst du auch ins Skilager?”

  1. Urs Zimmermann Says:

    Liebes Echo vom Suhrerchopf
    So einfach kann es sich das Echo (wer ist überhaupt der/dieSchreibende?, darf man dies wissen?) aber schon nicht machen. Es liegt mir fern, mich in schulinterne Angelegenheiten einzumischen und Sündenböcke für fehlende Skilagerplätze zu suchen. Vorsorglich Seitenhiebe an meine Person ausgerechnet in dieser Sache auszuteilen, ist nicht die feine Art und zeugt von Unwissenheit über Abläufe und Mechanismen im Bereich Themenwochen und Lager sowie zu meiner Tätigkeit als Schulpflegepräsident.
    Ein Blick in die Akten des Schularchivs würde z.B. zeigen, dass es nur dank Karl Säuberli, Thomas Schürpf und mir die Skilager überhaupt noch gibt. Und dass wir darum gekämpft haben, die Lager aufrecht zu erhalten, das Angebot attraktiver zu machen (z.B. mit Schnee- und Snowboardlagern) und eher einen Aus- als Abbau anstrebten.
    Vorsorglich gleich mal die Hauptverantwortung der Leute von Zukunft Suhr zu verneinen, kann auch nicht die Lösung sein. Eigentlich ist die Sache mit den fehlenden Lagerplätzen eine operative Angelegenheit der Schulleitung. Es stimmt aber schon, da stimme ich dem Echo zu, die Schulpflege hätte es in der Hand, hier andere Vorgaben zu machen.
    An den Finanzen kann und darf es jedenfalls nicht liegen, dazu kenne ich die Fakten zu gut. Zudem gibt es ja noch die Ferienhilfe Schule Suhr, die vor allem auch Lager der Schule finanziell unterstützt. Dafür setze ich mich als Vorstandsmitglied der Ferienhilfe jetzt und auch in Zukunft ein.
    Freundliche Grüsse
    Urs Zimmermann

  2. echovomsuhrerchopf Says:

    Dann streut sich das echo Asche aufs Haupt und nimmt alle Seitenhiebe zurück: Sorry, Urs Zimmermann, es freut das echo sehr, dass wir hier gleicher Meinung sind. Es wäre schön, wenn alle Kinder, die Freude am Ski- oder Snowboardfahren haben, einen Lagerplatz hätten. Die Kritik richtete sich ja auch primär an die Schulleitung und die Schulpflege, wie auch immer sie zusammengesetzt ist. Vielleicht fragen wir die drei Kandidaten, die sich für die zwei Plätze in der Schulpflege zur Verfügung stellen, was sie davon halten: Ob sie bereit sind, sich für ein besseres Angebot einzusetzen.

    Dass das echo sie als Präsidenten der FDP im Verdacht hatte, auch diese Frage nur danach zu beurteilen, wer hier verantwortlich für die Vorbereitung war, dürfte aber nach der letzten Gemeindeversammlung nicht erstaunen: Wer Schulraumdiskussionen führt mit Argumenten, die politische Zusammensetzung in der Schulpflege werde ja jetzt anders oder Originalton eures Gemeinderatskandidaten: „Vermutlich haben wir im nächsten Frühjahr auch eine andere Mannschaft in der Schulpflege, möglicherweise mit anderen Mehrheitsverhältnissen…“ und dabei verschweigt, dass die eigene Schulpflegerin das Schulraumkonzept in der Schulpflege auch mitgetragen hatte, der wird halt an dieser Art Politik gemessen.

    Aber bezüglich Skilagern sind wir uns ja einig, hoffentlich lesen das auch die alten und neuen SchulpflegerInnen und die Schulleiterin, dann dürfen wir uns ja im Winter 2012/13 auf mehr Skilager freuen.


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