Suhr feiert mit aller Welt


Ja wirklich, die Suhrer Schule ist wohl mehr Multikulti als die WM in Südafrika: aus aller Welt, wie das Motto des diesjährigen Jugendfestes lautete. Und für einmal zeigte man sich stolz darüber, nicht nur der Schulpräsident Heiner Kilchsperger an der Eröffnungsfeier, sondern auch die vielen Festbesucher am Umzug und in den Beizlis, auch die weltoffen kroatisch, italienisch und auch etwas schweizerisch eben alle zusammen. Dass auch das Wetter uns das bisher schönste und (einzige) Sommerwochende bescherte zeigt, dass uns auch Petrus wohlgesinnt war und Suhr mit etwas Toleranz und Offenheit auf dem richtigen Weg ist. Dass die ungerechten Nichteinbürgerungen an der Gemeindeversammlung vor 10 Tagen ohne Diskussionen korrekt und anständig bereinigt und die Einbürgerungen gegen den Widerstand der letzten konsequenten Neinsager vollzogen worden sind, macht Hoffnung, dass Derartiges ausgedient hat. Weltoffenheit nicht nur am Jugendfest, sondern in der täglichen Arbeit in der Schule und in den Behörde, das macht Mut und tut gut. Weiter so.

Und wer sich ärgerte, dass die WSB mit Penetranz den Umzug verzögerte und sich in aller Gefährlichkeit, wenn auch im Schritttempo, den Weg durch die Festbesucher am Umzug bahnte, dem kann versichert werden, dass es das letzte Mal war. Ende Jahr verschwindet die WSB aus dem Ortsbild, das kostet viel Geld ist aber seit Jahren überfällig. Auch hier sind wir auf dem guten Weg. Verkehrspolitik ist langwierig, unspektakulär und mühsam. Wenn sie sich aber konsequent an den Bedürfnissen der ortsansässigen Bevölkerung ausrichtet und Verkehrssicherheit und Lebensqualität ins Zentrum rückt, dann ist auch hier etwas zu bewegen.

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