Warum muss die Hintere Bahnhofstrasse verlängert werden?


Bahnhofareal_4Der Gemeinderat schlägt eine Verlängerung der Hinteren Bahnhofstrasse in die Bernstrasse Ost (weiss punktierte Linie im Plan links) für 1,12 Mio Franken vor. Warum soll denn für dieses brachliegende Land mit schlecht genutzten Lagergebäuden soviel Geld investiert werden? werden sich viele Suhrerinnen und Suhrer fragen.

Im Rahmen der letzten Zonenplanung wurde im Hinblick auf die WSB-Verlegung und die Aufwertung des Bahnhofs Suhr (neu Umsteigeachse WSB/SBB auf einem Perron) mit dem Masterplan Bahnhof Suhr auch die ersten Weichen gestellt für die Aufwertung des ganzen Gebietes Bahnhof sowohl Bahnhof Nord wie auch Bahnhof Süd. Zonenplan Bahnhof SüdDas Gebiet wurde neu in die K3 eingeteilt (Kernzone 3/4-geschossig), eine Zone, welche eine dichte gewerbliche und eine Wohnungsnutzung ohne Ausnutzungsziffer erlaubt. Noch tut sich wenig in diesem Gebiet, die Landeigentümer, v.a. die Firma Chocolat Frey lässt aber zumindest eine Neunutzung offen. Dies ist eine Entwicklungschance für Suhr. Zentral und hervorragend erschlossen durch den öffentlichen Verkehr (SBB/WSB/Bus) könnten hier Arbeitsplätze und gute Wohnungen entststehen. Einer Konkretisierung steht aber die bisher mangelhafte Erschliessung durch den privaten Verkehr entgegen. Die Zufahrt über die Gränicherstrase über das WSB-Geleise ist ungenügend, auch wenn man keine verkehrsträchtigen Lagerhäuser mehr will. Also ist Handlungsbedarf: Der Gemeinderat schlägt richtig eine direkte Anbindung des Areals an die Bernstrasse Ost vor. Warum alles schon heute, werden Sie sich fragen, wenn doch bisher keine konkreten Bauinvestitionen für dieses Gebiet vorhanden sind. Weile es so lange geht: Bereits widersetzt sich der Landeigentümer, das Land zu einem realen Wert herzugeben, er hofft auf das grosse Geld für sein Landwirtschaftsland. Dies wird langwierige Gerichtsverfahren nötig machen, sodass erst in einigen Jahren eine Realisierung möglich sein wird. Wenn wir aber möchten, dass in das wertvolle neue Kernzonenland investiert wird, dann müssen wir die Erschliessung auch für den motorisierten Individualverkehr heute absichern. Gebaut werden soll aber auf jeden Fall erst bei Vorliegen des konkreten Ausbauprojektes für die Kernzone, das wird wohl noch einige Jahre dauern. Eine verbindliche Zusicherung in diesem Sinne wird der Gemeinderat noch geben müssen.

Und Achtung. Die Anwohner fürchten berechtigt Schleichverkehr und Immissionen, da genügt wohl nicht, dass die Breite der Strasse auf eine Erschliessungsstrasse beschränkt werden soll, keine Anbindung ins Buhaldequartier beabsichtigt ist, dass ein Linksabbiegen bei der Einmündung der Hinteren Bahnhofstrasse in die Bernstrasse Ost verhindert werden soll. Es braucht auch eine klare Zusicherung, dass die neue Erschliessungsstrasse  verkehrsberuhigt als Begegnugszone (Tempo 20) oder als Tempo 30 Zone ausgestaltet werden wird. Nur so ist sie für allfälligen Schleichverkehr nicht mehr interessant.

In diesem Sinne kann dem Antrag des Gemeinderates mit Ergänzungen zugestimmt werden.

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