Suhr hat gewählt, jetzt müssen die Scherben weggewischt werden


wahlkampf_529425Nein, das echo kennt den Wahlausgang noch nicht.

Deshalb schon heute diese Analyse, weil sie in Unkenntnis des Ausgangs erfolgt und der Wahlausgang dafür eigentlich keine Rolle spielt.

Gewinner dieses Wahlgangs sind die Einwohner dieser Gemeinde nur dann, wenn nach dieser Wahl alle bereit sind, wieder zusammenzuarbeiten. Bleibt der gehässige Wahlkampf-Stil der letzten Wochen, wird es schwierig werden, noch Leute für politische Fragen zu interessieren. Für die kleine lokale Politik müssen alle, die noch bereit sind, sich für die Öffentlichkeit zu engagieren, einen modus vivendi finden. Nicht duckmäuserisch einander nachdem Maul nachplappern, sondern mutig eigenständig seine Meinung vertreten, und dann aber Lösungen, gemeinsame Lösungen suchen. Dazu gehört auch, zu akzeptieren, dass es völlig unterschiedliche politische Meinungen gibt. Das echo hat in diesem Blog ausgeteilt, die Dinge beim Namen genannt, analysiert und gewertet, manchmal etwas frech, ironisch, augenzwinkernd zugespitzt. Um zu überzeugen, zu gewinnen, um Einfluss zunehmen auf die Politik, auf die Zukunft Suhrs. Dies wird es auch künftig tun.

wahlkampf_551865Das echo hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass seiner Meinung nach in den letzten vier Jahren im Gemeinderat und vom Gemeinderat zu den andern Behörden nicht sehr konstruktiv zusammengearbeitet worden ist, zum Nachteil von Suhr.  Darum hat das echo den Wahlkampf von Zukunft Suhr um die Mehrheit unterstützt. Umso mehr als Zukunft Suhr im Gegensatz zu echt Suhr nicht die faktische Alleinherrschaft anstrebte. Zukunft Suhr hat mit je 3 Kandidierenden für die 5er Behörden zum Ausdruck gebracht, dass die Mitarbeit und Mitverantwortung der konservativ bürgerlichen Kräfte erwünscht und als unumgänglich erachtet wird.  Zukunft Suhr hat immer das Gespräch in und mit den Behörden gesucht, auch dort wo sie Mehrheiten hatte.

Der Wahlkampf hat aber – wie schon früher in Suhr- Gräben aufgerissen, nicht nur Argumente wurden einander gegenübergestellt, Zusammenhänge dargelegt und unterschiedliche Meinungen begründet. Nein in der letzten Woche kam die „späte Verbalattacke“ (Titel AZ vom 23.09.09) mit einem Rundumschlag gegen Zukunft Suhr mit der sinngemässen Kernaussage, dass man diese „neu zugezogenen“ und „nicht in Suhr aufgewachsenen“ Leute  nicht in den Behörden wolle. Es fehle nicht nur ein Leistungsausweis sondern auch ein „Gesinnungsausweis“. Dass man sich in Wahlkämpfen mangelnder Leistungsausweis vorwirft, ist üblich und gehört dazu. Mitkandidierenden einen fehlenden Gesinnungsausweis vorzuwerfen ist aber aber krass und verlangt unabhängig von jedem Wahlausgang eine Erklärung. Eine Erklärung vor allem des im Amt bestätigt werdenden Gemeindeammanns Beat Rüetschi. Er hat diese Verbalattacke mitzuvertreten und distanzierte sich bisher auch nicht davon. Dass eine politische Gruppierung von der Gegenseite einen „Gesinnungsausweis“ einfordert, ohne den offenbar eine politische Mitarbeit nicht verantwortet werden kann, ist nach Meinung des echo auch in Suhr noch nie dagewesen, erinnert an andere Zeiten, und muss geklärt werden.

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