Die NAGRA bleibt dran: Noch ist das Atomlager im Gönhardwald nicht vom Tisch


atommuellIn der Region Suhr-Aarau soll eine Atommülldeponie entstehen! Das echo berichtete darüber. Die Reaktionen darauf blieben erstaunlicherweise aus. Ausser einem (vermutlich von eienm NAGRA Mitarbeiter stammenden Kommentar) kamen keine Rückäusserungen. Dies in einer Gemeinde, in der die Strahlungen von Handyantennen noch vor wenigen Jahren Duzende zur Feder greifen liessen.

„Die von der NAGRA vorgeschlagenen Standortgebiete sind bekannt. Zurzeit prüfen die Behörden die Vorschläge.“ heisst es so trocken in der neuen Broschüre  der NAGRA, die wiederum in alle Haushalte verteilt worden ist. Die NAGRA verschiebt die politische Diskussion in dieser Frage geschickt auf eine hochtechnische Ebene, in der niemand mithalten kann mit einer mit Steuergelder finanzierten Organisation von technischen und kommunikativen Wissenschaftlern, die das Thema seit duzenden von Jahren vorbereiten ohne finazielle Probleme. Das Ganze kommt denn auch hoch professionell daher, sowohl in der geologischen Abklärung wie auch in der cleveren Kommunikation, Chapeau. Aber wer versteht denn das? aus Nagra-Info Sept09

und was machen denn unsere Behörden? Ich habe jedenfalls noch nie aus dem Gemeinderat gehört, was er hier tut. Andere Regionen, die von der NAGRA auch ins Auge gefasst werden, bewegen sich, wehren sich, lehnen die Forderungen ab, Wellenberg in der Innerschweioz, hochgeeignet von der Geologie hat das Ganze längst mit diversen Volksabstimmungen beerdigt. Auch die andern Kantone lehnen die Pläne der NAGRA ab (Kantone haben kein Verständnis). Ausser dem Aargau, hier steht man Gewehr bei Fuss und hier wird dann am Schluss auch gebohrt werden, weil man hier keinen Widerstand erfährt. So läuft das, darum haben wir Autobahnen (A1, A2 und A3), Atomkraftwerke im und direkt neben dem Kanton (Beznau I und II, Leibstadt, Gösgen), Kehrichtverbrennungsanlagen (Buch, Turgi, Oftringen), teure Altdeponien (Kölliken). Und so werden wir auch das Endlager erhalten. Oder wir sagen einmal mit aller Klarheit, dass es neben der geologischen Geeignetheit auch einmal eine Frage der Belastungsgrenze gibt mit derartigen Anlagen. Dafür muss aber gehandelt werden, im Kanton und auch in den potentiellen Standortgemeinden!

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Veröffentlicht in Energie, NAGRA Endlager, politische Kultur. Schlagwörter: . Leave a Comment »

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