Entsorgungsstelle statt Tagesstrukturen und noch mehr Verkehr auf der Tramstrasse


img_1850aBald gehört dieses Bild der Vergangenheit an. Schon lange spricht man davon, die durch die Tramstrasse zweigeteilte Gemeinde nachher zusammenführen zu wollen. Massnahmen und Verkehrsknoten werden diskutiert. Das Ziel, und hier scheinen sich doch alle einig zu sein, ist die gute Überquerungsmöglichkeit auch für Schülerinnen, Velofahrer und Rentnerinnen.

Dann ist aber kaum mehr verständlich, dass man mitten im Dorfzentrum die Einfahrt auf einen EntsorgungsplTramstrasse2009_2atz plant und damit die Probleme an dieser neuralgischen Stelle weiter erhöht! Dort, wo Schülerinnen und Schüler täglich 4 Mal mit den Velos die Tramstrasse queren müssen, wo aus der Mittlere Dorfstrasse ohnehin schon kaum auf die Tramstrasse eingebogen werden kann, dort genau dort soll auch in den Entsorgungsplatz gefahren werden. Warum? Nur weil es im Moment die billigste Lösung wäre? Das wertvolle Land mitten im Zentrum für Altglascontainer, Lager für selten gebrauchte Bauamtsmaschinen? eco_aarauDas ist nicht sinnvoll! Dieses Land ist die einzige Landreserve in unmittelbarer Schulnähe, die sich aufdrängt für die Nutzung von wirklich tauglichen Tagesstrukturen. Diese werden wir in Suhr früher oder später einführen müssen, weil es notwendig ist. Da kann man sich noch lange sträuben, aus ideologischen Gründen die Frau am Herd hochhalten, obwohl die Realitäten schon lange anders sind.

Für Entsorgung gibt es längst bessere Lösungen direkt bei den Einkaufsläden, unterirdisch, sauber. In Aarau stehen diese Sammelbehälter schon. Oder braucht es spezielle Geräte zur Bedienung dieser Sammelbehälter, die Aarau hat, aber mit Aarau spricht man ja nicht über Zusammenarbeit, nur mit Gränichen….

Warum muss Suhr dafür bestes Zentrumsland opfern? Kommen die neuen Lösungen wirklich teurer? Hat Suhr je mit den Einkaufsläden über eine entsprechende Landnutzung gesprochen? Die Verkaufsgeschäfte sind ja durchaus interessiert an Publikumsverkehr in ihrer Nähe.

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2 Antworten to “Entsorgungsstelle statt Tagesstrukturen und noch mehr Verkehr auf der Tramstrasse”

  1. Schulpflege Suhr, Heiner Kilchsperger Says:

    Bedenken zur Planung Werkhof / Entsorgungsplatz (aus SUHRPLUS Oktober 2009)

    Die Schulpflege hat dem Gemeinderat in einem Brief ihre Bedenken zur Planung der Werkhoferweiterung und des Entsorgungsplatzes angrenzend an das Schulzentrum Dorf dargelegt. Im Wesentlichen gibt sie drei Punkte zu bedenken:

    In einer mittelfristigen Perspektive wird Suhr als wachsende Gemeinde Bedarf an zusätzlichem Schulraum haben. Dafür bietet sich das Gelände an, das der Gemeinderat für die Erweiterung des Werkhofes und für einen neuen Entsorgungsplatz vorgesehen hat. Dieses Gelände im Besitz der Gemeinde kann bestens in
    die bisherige Schulanlage integriert werden. Es wäre aus Sicht der Schulpflege falsch, diese Parzelle mit dem erweiterten Werkhof und dem Entsorgungsplatz zu bebauen, da diese auch an anderen Orten denkbar sind.

    Die zentrale Lage des Geländes im Dorf ruft nach einer Nutzung, in der soziale und kulturelle Funktionen im Vordergrund stehen: Gemeinsam mit oder ergänzend zu einer schulischen Nutzung können Räume für Kultur, Begegnung und soziale Funktionen wie Tagesstrukturen, Jugendarbeit u.a. hier ideal realisiert werden. Das Schulzentrum Dorf proftiert von einer Kombination mit solchen Funktionen,
    da dadurch das Gelände auch ausserhalb der Schulzeiten vermehrt genutzt wird, die Anonymität vermindert und die soziale Kontrolle erhöht wird. Mit dem Bau des Entsorgungsplatzes wird ein gegenteiliger Effekt befürchtet.

    Schliesslich sind die verkehrsmässige Erschliessung und die Gestaltung des Knotens Mittlere Dorfstrasse offenbar noch nicht befriedigend gelöst. Eine Stichstrasse zum Entsorgungsplatz, wie sie in der bisherigen Planung skizziert ist, würde die Verkehrssituation an diesem Knoten zusätzlich komplizieren und die Querung der Tramstrasse für die Kinder, die mit dem Velo zur Schule kommen,
    nochmals erschweren. Der Gemeinderat hat bisher immer die Gefährlichkeit dieser Querung betont. Die Schulpflege möchte dem Anliegen der sicheren Querungsmöglichkeit und damit der Verbindung der Dorfteile an diesem zentralen Punkt auch in der jetzigen Situation höchste Priorität geben. Das muss im Rahmen der Neugestaltung der Tramstrasse angegangen werden und darf nicht durch vorgezogene Einzellösungen erschwert werden.

    Die Schulpflege hat den Gemeinderat gebeten, diese für die Schule wichtigen Gesichtspunkte bei der weiteren Planung einzubeziehen.

  2. Gustl Haubold Says:

    Das habe ich aus dem Blickwinkel noch gar nicht gesehen. Der Ansatz ist sicherlich von Interesse. Da haben wir neulich noch in der Firma drüber geredet.


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