Die Irrtümer von „echt Suhr“; 4. Teil, Die Finanzen


Nein die Finanzen sind nicht das einzige Kriterium in einer Fusionsdiskussion, da ist echt Suhr Recht zu geben. Aber die längerfristige finanzielle Lage einer Gemeinde ist regelmässig Hauptauslöser für das Zusammengehen von Nachbargemeinden, das kann man drehen wie man will. Nachdem unsere echten Suhrer nun während Jahrzehnten gejammert haben über die schlechte Finanzlage und damit ein hartes Sparregime durchdrücken konnten, soll der Gemeinderat nun mit seiner Finanzstrategie die „Finanzen im Griff haben“. Schön, gleichwohl hat die FDP die vom Gemeinderat gewünschte Steuererhöhung 2007 nur teilweise unterstützt und ist mit dem Antrag auf 110% Steuern durchgedrungen. Kurzfristig ist das vertretbar, längerfristig aber heikel.

Finanzplan Suhr_2008-2_Verschuldung

Tatsache ist, dass die Finanzen in Suhr noch intakt sind, Grund für Panik besteht nicht. Die längerfristige Perspektive zeigt aber gemäss Finanzplan eine beängstigend schnelle Verschlechterung.

  

 

 

 

 

 

Mit dem Steuerfuss von 110% rückt Suhr langsam in den hinteren Bereich im Bezirk Aarau. Aarau (94%) und Buchs (97%) verlieren wir aus den Augen, wir werden uns an Gränichen (114%) und Rohr (115%) zu orientieren haben, wobei letztere bereits Konsequenzen gezogen haben und mit Aarau fusionierten. Der Grund für diese Situation liegt im zu tiefen Steuerertrag pro Einwohner in Suhr KSG AG_Steuerkraftvergleich

Keine Korrekturen sind mehr möglich beim Aufwand:

KSG AG_AufwandvergleichPositiv gesagt hat hier Suhr seine Aufgaben gut gemacht, negativ ausgedrückt wurde alles zusammengespart, was man sparen konnte. Dies wird sich früher oder später auch auf die Leistungen der Gemeinde auswirken.

Also; guter Rat ist teuer. Die Lage ist nicht zu dramatisieren, aber so zu tun, als sei alles in bester Ordnung, geht nicht mehr. Für die längerfristige Zukunft von Suhr müssen heute Überlegungen gemacht werden. Jetzt können wir es noch beeinflussen.

Werbeanzeigen

2 Antworten to “Die Irrtümer von „echt Suhr“; 4. Teil, Die Finanzen”

  1. lienhard Says:

    und leider wird es nicht besser mit der Steuerkraft pro Einwohner: Gegenüber den obgenannten Zahlen steigt der Steuerertrag in Suhr per 2008 unterdurchschnittlich auf Fr. 1947 Steuer pro Einwohner, Aarau und Buchs steigen auf Fr. 4415 resp. 2634, Suhr sinkt damit sogar hinter Gränchen (Fr. 2067) und Rohr (Fr. 1980) zurück, welche beide auch deutlich unter dem kantonalen Durchschnitt von Fr. 2607 liegen.
    Diese Quote ist sehr problematisch und sicher nicht kurzfristig zu korrigieren. Ein derart tiefer Durchschnittsertrag pro Steuerpflichtige nimmt bei einer Einwohnerzahl von über 9500 schnell eine beachtliche Grösse an. Es zwingt uns, grundsätzliche strukturelle Massnahmen ernsthaft in Betracht zu ziehen.

  2. Hansjürgen Hübner Says:

    Cooler Beitrag für den Bereich, der Innovativste denke ich, den ich bis jetzt gelesen habe. War da nicht gestern schon mal ein Beitrag bei SPON drüber? Gruß von Hansjürgen Hübner


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: