Das Glücksrad oder warum niemand mehr wählen geht

Ich rufe Sie dazu auf, sehr geehrte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, den Wahlgang nicht zu verpassen und mit Ihrem Wahlzettel Ihre Meinung zu äussern, wie die Zusammensetzung der vorgeschriebenen Gemeindeorgane für die nächsten vier Jahre aussehen soll.

Schön tönen die obligaten Wahlaufrufe in den News des Gemeindeammans auf der Homepage der Gemeinde. Aber wie hält man es denn mit der politischen Auseinandersetzung? Glücksrad_1aWenn am Quartierfest Feld Zukunft Suhr die Kandidatinnen und Kandidaten auf einem originellen Glücksrad präsentiert und den Kindern mit diesem Spiel eine Attraktion bietet, eine Süssigkeit zu gewinnen, und gleichzeitig mit den Eltern ins Gespräch zu kommen, …..dann ruft das Neider, die den bedauernswerten Vorstand des Quartiervereins aufhetzen, das von Einzelnen unerwünschte Ding zu entfernen.

„Man hätte den Platz gemietet“, „das sei verboten“, „das gehe nur, wenn es alle machen könnten“, „Kinder würden zu Wahlwerbung missbraucht“, was da nicht so alles geboten wurde.

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Ein Tessiner in den Gemeinderat

PelliNein, Fulvio Pelli wäre zwar gern Bundesrat geworden, seine Partei wollte ihn aber lieber als Parteipräsident behalten. Gemeinderat in Suhr ist nicht mehr seine Kragenweite. Hier haben wir Marco Genoni, 1962, ein seit einigen Jahren mit seiner Familie in Suhr wohnhafter Tessiner aus Airolo, dessen Blickwinkel sich durch den Gotthardtunnel nicht eingeengt sondern vielmehr aufs Wesentliche konzentriert hat. Marco Genoni ist seit 4 Jahren Mitglied der Finanzkommission, er kennt die Geschäfte in der Suhrer Politik bestens und hat in der Finanzkommission gezeigt, dass er als teamfähiger Allrounder die Zusammenhänge erkennt. Er arbeitet als Dozent für Agrarwirtschaft und ist beruflich sowohl mit wirtschaftlichen Problemen wie mit Fragestellungen zu den natürlichen Lebensgrundlagen bestens vertraut. Marco arbeitet Teilzeit und betreut daneben abwechslungsweise mit seiner als Mittelschullehrerin auch Teilzeit arbeitenden Ehefrau Claudia seine beiden schulpflichtigen Söhne. Hier kennt er die Probleme wegen ungenügenden Tagesstrukturen, er hat die Erleichterungen von Blockzeiten persönlich erlebt und weiss um die Sorgen berufstätiger Eltern. Marco mit David und Luca

Marco Genoni würde dem Gemeinderat Suhr guttun. Einer, der als bewusst aus einem anderssprachigen Kanton Zugezogener eine etwas neue Sicht in die Problemstellungen und Lösungsansätze mitbringt, sich hier engagiert und mithelfen will, Suhr (noch) lebenswerter zu machen. Gelebte Integration, schweizinterne Multikulturalität, ein Glücksfall  für Suhr.  Ich empfehle ihn zur Wahl in den Gemeinderat.

Die Irrtümer von „echt Suhr“; 8. Teil, Gemeindeverträge sind immer besser

einzugsgebiet kläranlageSuhr arbeitet seit Jahrzehnten und und den letzten Jahren schnell zunehmend mit Nachbargemeinden zusammen. Das war und ist unbestritten gut. Grund war die richtige Erkenntnis, dass sich viele Aufgaben einer Gemeinde besser im grösseren Rahmen regeln lassen als für jede Gemeinde allein. Auch das ist unbestritten richtig. So löst Suhr die meisten seiner Aufgaben nicht mehr selbständig und allein (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Betreibungswesen, Zivilstandsamt, Forst, Polizei, Zivilschutz, Abwasser, Kehrichtverbrennung, Kunsteisbahn, Schwimmbad, Jugendarbeit, Technische Betriebe, Oberstufe Schule, Alters- und Pflegeheime. Da fragt sich das echo, welche seiner Gemeindeaufgaben macht Suhr überhaupt noch völlig allein?  KVALindenfeld

Die Zusammenarbeitslösungen haben Vorteile: Sie können einzeln ausgehandelt werden je  mit unterschiedlichen Partnern, zweckgerichtet und individuell. Sie können gekündigt werden, neu verhandelt oder mit andern Partnern neu aufgebaut werden.

Das alles macht sie aber gleichzeitig schwerfällig, unflexibel und undemokratisch. Wer wann mit wem zusammenarbeitet ist oft zufällig und selten wird geprüft, ob der gleiche Bereich noch besser mit andern Partner zu lösen wäre,  zusammen ist ja eh gut. Jede Gemeinde muss einzeln über ihrer politischen Organe die Zustimmung erlangen, überall das gleiche neu erzählt werden und dann -einmal im Gang-  ist das Zusammenarbeitsgebilde von niemandem mehr richtig kontrolliert und geführt. Das Tätigkeitsgebiet stimmt nicht mehr überein mit dem Führungs- und Kontrollgebiet. Die Leitung besteht oft in einem Vorstand, einer Betriebskommission, die sich vorwiegend aus Gemeinderäten der beteiligten Gemeinden zusammensetzen, die alle im Nebenamt eigentlich keine Zeit haben und die Führung der Not gehorchend den fachkundigen Verwaltungsangestellten überlassen. Eine Kontrolle der Stimmberechtigten ist kaum mehr ernsthaft möglich, häufig werden sich alle darauf verlassen, dass ja die andere Gemeinde auch schaue. Allfällige Missstände sind schlecht korrigierbar, weil alles über den Vorstand und die andern Gemeinden abgewickelt werden muss. Gemeindeverbände sind die am schlechtesten kontrollierten Gebilde in unserem Staatswesen. Ohne grossen Skandal fällt das niemandem auf, es entwickeln sich Organisationen, die sich der Gemeindedemokratie längst entzogen haben.

Dazu kommt, dass eine beteiligte Gemeinde jederzeit blockieren kann. Macht sie nicht mit, finanziert sie eine wesentliche Investition nicht, bleibt eine Nulllösung. Ein derartiges Scheitern kann oft nur mit einem grossen Aufwand verhindert werden, die schwierige Suche nach dem richtigen Badineubau Suhr-Buchs lässt grüssen. Mit der KEBA droht dasselbe in den nächsten Monaten.KEBAneue Badi

Gemeindeverträge und Zweckverbände haben lange dazu beigetragen, dass die Schwächen unserer kleinen Gemeinden nicht direkt dazu führten, dass viele Dienstleistungen für die Bevölkerung gar nicht zu erbringen oder nicht finanzierbar waren. Besser wäre es in vielen Fällen, wenn ein grösseres Gemeinwesen für seine Dienstleistungen allein verantwortlich wäre, über deren Notwendigkeit demokratisch beschliesst und seine Leistungen auch kontrolliert.

Greift FDP Guignard nach dem Gemeindeammann-Sitz von Beat Rüetschi?

Stadtammann_in SuhrÜberraschung im Suhrer Wahlkampf! Jetzt kandidiert der Aarauer Stadtammann Guignard auch in Suhr. Das erstaunt doch sehr, hat sich die Suhrer FDP doch bisher dezidiert gegen jede Fusion mit Aarau ausgesprochen, weniger mit überzeugenden sachlichen Argumenten, wie das echo in den letzten Tagen aufzuzeigen versuchte, als mit emotionalen Appellen an das Heimatgefühl. Den Rest des Beitrags lesen »

Wahlpodium, Freitag, 28.8.2009, 19.30 Uhr Feldaula; Jetzt können Sie die Fragen stellen

WahlpodiumSehen Sie sich die Kandidatinnen und Kandidaten an. Hören Sie sich an, was diese vorschlagen, verändern oder gleich machen wollen in der lokalen Politik.

Es werden alle Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten, sowie die Kandidatinnen und Kandidaten für die Schulpflege und die Finanzkommission anwesend sein.

Echt Suhr oder Zukunft Suhr, das ist die Frage. Die Moderation macht Walter Vogt, bekannt von den Kronetalks.

Veröffentlicht in Gemeindewahlen 2009, Wahlen. Schlagwörter: . 2 Comments »

Die Irrtümer von „echt Suhr“; 7. Teil, Wald, Naherholungsgebiete und Geschichte

Was soll den alles für die Eigenständigkeit Suhrs sprechen, wenn man denn wie „echt Suhr“ krampfhaft Argumente sucht, um das Ungeheuerliche einer Fusionsdiskussion nicht aufkommen zu lassen.

Suhre

Die schöne Suhrelandschaft, der Wald als Naherholungsgebiet und die bewegte Geschichte. Ja, das alles wollen wir nicht missen, nur hat es nichts zu tun damit, wie zukünftig die Gemeinden zusammenarbeiten oder ob eine Fusion für die Zukunft sinnvoller wäre.  Den Rest des Beitrags lesen »

Diese 3 Trios bringen Suhr voran

Die Irrtümer von „echt Suhr“; 6. Teil, Die Sache mit der Mentalität

„Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass zwischen den Aarauern und den Suhrern – wie auch zwischen den Bewohnern anderer Regionsgemeinden – ein Mentalitätsunterschied besteht“ Ende Zitat von echt Suhr. Oder finden Sie den Unterschied im unteren Bild, es gibt ihn! künstlich nachträglich durch Fotobearbeitung am PC erzeugt .mentalitätsunterschiede

Nein eine Diskussion um Mentalitätsunterschiede unter Nachbargemeinden ist im Grundsatz zu grotesk, um sich darauf einzulassen: Will „echt Suhr“ tatsächlich ein Suhr der Ur-Suhrer? Dann ist dem entschieden entgegenzutreten. Das echo will etwas anderes: Den Rest des Beitrags lesen »

Die Irrtümer von „echt Suhr“; 5. Teil, Industrie und Gewerbe

Logo_PfisterDas (alte) Logo wurde aufgegeben, nicht weil Wohnqualität bei Pfister nicht mehr hoch im Kurs stehen würde, sondern weil Pfister sich sicher nicht als lokaler Betrieb versteht. Industrie und Gewerbe sind längst den Gemeindegrenzen entwachsen. Und es ist dabei für Arbeitsplätze und Steuerertrag schön, dass Pfister nicht nur in Suhr echt zu Hause ist. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Irrtümer von „echt Suhr“; 4. Teil, Die Finanzen

Nein die Finanzen sind nicht das einzige Kriterium in einer Fusionsdiskussion, da ist echt Suhr Recht zu geben. Aber die längerfristige finanzielle Lage einer Gemeinde ist regelmässig Hauptauslöser für das Zusammengehen von Nachbargemeinden, das kann man drehen wie man will. Nachdem unsere echten Suhrer nun während Jahrzehnten gejammert haben über die schlechte Finanzlage und damit ein hartes Sparregime durchdrücken konnten, soll der Gemeinderat nun mit seiner Finanzstrategie die „Finanzen im Griff haben“. Schön, gleichwohl hat die FDP die vom Gemeinderat gewünschte Steuererhöhung 2007 nur teilweise unterstützt und ist mit dem Antrag auf 110% Steuern durchgedrungen. Kurzfristig ist das vertretbar, längerfristig aber heikel. Den Rest des Beitrags lesen »