Fusion als Zukunft?


Nein, prüfen will man die fusion nicht!…..weil die zeit nicht reicht, weil kein kredit vorhanden ist, weil man nicht hätte abstimmen dürfen über den verbindlichen Auftrag einer bevölkerungsumfrage weil, weil , weil man nicht will. nein das problem ist nicht, dass es für einen teil der bevölkerung beinahe nicht vorstellbar ist, mit nachbargemeinden zu fusionieren. das ist legitim: bei ortsansässigen, die ihr ganzes leben in suhr verbrachten, ihre ganze berufliche und/oder politische laufbahn in suhr machten.

 wo ist suhr ?

region-aarau2

verheerend und nicht akzeptabel ist, dass man sich verweigert: dass man nicht im interesse der gemeinde, im interesse einer optimalen organisation der dienstleistungen der öffentlichen hand, im interesse der entwicklungsmöglichkeiten von gewerbe und wirtschaft bereit ist, diese option gründlich und ernsthaft zu prüfen. und wer hat eigentlich angst davor, die bevölkerung einmal zu fragen, was man dort meint dazu? nicht nur die 4% der stimmberechtigten, die auch bereit sind, einen abend lang in einer gemeindeversammlung auszuharren und mit zufallsmehrheiten über irgendwelche anträge zu befinden. fragen wir doch die bevölkerung von suhr!

was meinen sie?

Werbeanzeigen
Veröffentlicht in Fusion. Schlagwörter: . 3 Comments »

3 Antworten to “Fusion als Zukunft?”

  1. AZ Leser Says:

    Frau Fischer-Taeschler (Präsidentin FDP AG) in AZ vom 18.2.2009

    „Wir wollen die notwendigen Gemeindereformen durchziehen. Wenn man im Gestern verharrt, geht nichts mehr vorwärts. Urbane Pole könnte ich mir in Baden und Aarau vorstellen mit den jeweils umliegenden Gemeinden; dort, wo die Dorfgrenzen nicht mehr sichtbar sind. Es ist schade, wenn man so lange zuwartet, bis einer Gemeinde der «Schnauf» ausgeht und man sie unter Finanzdruck fusionieren muss. Wenn man ein Klima schafft, in dem die Gemeinden zusammenarbeiten und in grösseren Räumen denken können, verlieren sie ihre Identität nicht.“

    „Sie sind also davon überzeugt, dass die kleineren Gemeinden profitieren?“

    „Fischer-Taeschler: Auf jeden Fall. Wenn Ennetbaden mit Baden fusioniert, können die Vereine immer noch in Ennetbaden aktiv sein. Als Leitlinie und Massstab könnte man beispielsweise die Schulkreise nehmen. Dann sähe man, was physisch etwa zusammengehört. Ich sehe das im Seetal, wo die umliegenden Dörfer die Kinder nach Seengen in die Schule schicken, viel Schulgeld dafür bezahlen und nichts mitbestimmen können.“

    „Kleine Gemeinden hätten unter anderem mehr Autonomie, wenn sie Teil wären einer grösseren Gemeinde. Als Quartier oder als Dorfteil könnten sie sich oft viel besser entwickeln und hätten mehr Freiheiten. Die Zentrumsgemeinde müsste zudem gut zu den Dorfteilen schauen. Manchmal fragt man sich schon, ob es in erster Linie die Mitglieder der Behörden sind, die an ihren Ämtern hängen oder ob es wirklich andere Gründe dafür gibt, sich gegen eine Fusion zu wehren.“

  2. echovomsuhrerchopf Says:

    Der Ausschnitt aus dem Gespräch mit EX-RR-Kandidatin und FDP Präsidentin Doris Fischer-Taeschler und die öffentliche Reaktion des Gemeindeammanns von Hallwil zeigt eins mit aller Klarheit: Die Diskussionen um Gemeindefusionen sind keine parteipolitischen Themen. Vielmehr stehen sich zwei fundamentale Grundpositionen gegenüber. Auf der einen Seite die i.d.R. älteren Personen, deren Identifikation mit der Wohn- und auch Ortsbürgergemeinde tief verwurzelt ist, die häufig das ganze Leben in dieser Gemeinde wohnten und teilweise auch arbeiteten, für die die Gemeinde nicht nur eine Verwaltungseinheit ist sondern Heimat und Geborgenheit bedeutet. Vielfach v.a. bei gegenwärtigen und früheren Amtsträger ist dies kombiniert mit der persönlichen Erfahrung, dass im Dorf durch persönlichen Einsatz und Kontakte Entscheide herbeigeführt, das öffentliche Leben (positiv) gestaltet werden kann. Sie verkörpern das Milizsystem in Politik und Gesellschaft und sind enttäuscht, dass es heute immer schlechter funktioniert. Jeder Versuch, das anzutasten erschüttert diese Personen in ihren Grund-Lebensauffassung.

    Auf der andern Seite stehen Personen, die wenig ortsgebunden sind, sie haben häufig aus beruflichen oder persönlichen Gründen den Wohn- und Arbeitsort gewechselt, sich am neuen Wohnort wieder Kontakte aufgebaut. Sie sehen die Gemeinde als Hüterin der öffentlichen Dienstleistungen, wägen rational Kosten/Nutzen der Dienstleistungen ab. Sie wollen Einfluss nehmen aber mehr mittels Wahlen der Personen, denen sie vertrauen, denen sie Zeit und Kompetenz zutrauen. Sie verlangen Professionalität, vergleichen Dienstleistungen mit andern Gemeinden und stellen hohe Anforderungen. Sie stellen damit auch das Milizsystem in Frage, sind gewohnt für Leistungen zu bezahlen und verlangen dafür Qualität und Kompetenz. Sie selber sind jünger mit Beruf und Familie häufig nur beschränkt in der Lage sich persönlich zu engagieren, zumindest beschränken sie dieses Engagement auf eine gewisse Zeit.

    Die Einen, ländlich, dörflich, häufig bewahrend geprägt, stehen städtischen, urbaneren, innovativeren Personen gegenüber. Es gilt hier nicht zu werten. Aber wir werden nicht um die Frage herum kommen, was unter den aktuellen Arbeits- und Wohnverhältnissen und den Siedlungs- und Familienstrukturen besser geeignet ist, den Gegebenheiten der Zukunft gerecht zu werden.

    Die Frage wird damit nicht sein, ob Fusionen richtig oder falsche sind. Die Fusionen werden unvermeidbar sein, die Frage kann nur sein wann. Stellen wir uns doch ohne Vorurteile dieser Frage, wagen wir doch die Diskussion.

  3. lienhard Says:

    Zusammenarbeit unter Gemeinden
    Sehr geehrte Suhrerinnen und Suhrer

    Bewährtes muss nicht schlecht sein und keinesfalls ist es eine Notwendigkeit, Bewährtes ohne Not über Bord zu werfen. Als Gemeindeammann, aber auch als Privatperson und Ortsbürger von Suhr, kann ich die Absichten der Regierung, die Aarauer Vorortsgemeinden in die Stadt einzuverleiben, nie unterstützen. Ich habe mich aber immer dafür ausgesprochen, schon vor meiner Zeit als Gemeindeammann von Suhr, dass in der Region enger zusammengearbeitet werden sollte, um die Region zu stärken, jedoch ohne die Eigenständigkeit der einzelnen Kommunen aufzugeben. Beispiele guter Zusammenarbeit gibt es zahlreich und die Möglichkeiten zur Ausweitung sind ebenfalls mannigfaltig.

    Die Gemeinderäte von Buchs, Gränichen und Suhr sind sich einig, dass in der Vergangenheit gute gemeinsame Lösungen für die Erledigung von gemeinsamen Aufgaben kostengünstig gefunden werden konnten. Weitere Gebiete und die Ausdehnung auf zusätzliche Gemeinden – aber auch die verstärkte Zusammenarbeit mit der Stadt – bieten sich an.

    Es geht nicht darum, durch dieses Zusammenstehen von Buchs, Gränichen und Suhr die Führungsposition der Stadt in Frage zu stellen. Wir möchten nur dokumentieren, dass die Gemeinden schon lange und erfolgreich miteinander die Geschäfte erledigen und keine Notwendigkeit besteht, wegen der Optimierung sich selber aufzugeben. Diese Selbstaufgabe schmerzt mich. Es lohnt sich, die eigene Identität zu bewahren und dafür auch einzustehen.

    In der Wirtschaft hat es sich gezeigt, dass zu grosse Zusammenschlüsse nicht das gelbe vom Ei sind. Oft wurden solche „Produkte“ am Schluss teuer bezahlt.

    Suhr soll nicht untergehen oder ein Stadtquartier werden. Ich möchte, dass unsere Bürgerinnen und Bürger weiterhin die Möglichkeit haben, vor Ort Einfluss zu nehmen und direkte Entscheide zu fällen, wie wir das an der Gemeindeversammlung gewohnt sind. Wir müssen nicht Aarauer werden – aber wir können mit Aarau und unseren andern Regionsgemeinden für die Region einstehen.

    Ich freue mich auf die Diskussion am 27. April 2009 um 19.00 Uhr in der Bärenmatte in Suhr (Ortsbürgersaal). Kommen Sie doch auch und zeigen Sie damit, dass wir eigenständig sind und bleiben wollen!

    Ihr Beat Rüetschi, Gemeindeammann

    Nein, wenn ich komme, dann nicht, weil ich damit zeigen will, dass Suhr ohne jegliche hinterfragung ewig eigenständig bleiben muss, sondern nur deshalb, weil ich gerne möchte, dass endlich die richtigen fragen gestellt werden. weder eigenständigkeit einer gemeinde noch fusion sind ein selbstzweck. vielmehr haben gemeinden aufgaben zu erfüllen, so gut wie möglich im interesse der bevölkerung, dabei so haushälterisch wie möglich mit den öffentlichen (steuer)gelder. solange man das wirklich kann, ohne unzumutbare abstriche an den dienstleistungen und ohne dauernde erhöhung der steuern oder gebühren, kann es wohl tatsächlich erstrebenswert sein, eigenständig zu bleiben und sich nicht von nachbarn dreinreden zu lassen.
    ist dies aber nicht mehr der fall, wenn dauernde sparübungen die dienstleistungen der öffentlichen hand schmälern, die steuern steigen und das gejammer über die knappen mittel zum selbstzweck wird, dann (oder besser etwas vorher) haben vorausschauende exekutiven alternativen ernsthaft zu prüfen, gouverner c’est prévoir, hiess es doch so schön auf französisch. was unsere gemeinderäte uns bieten genügt diesbezüglich nicht, weil das ergebnis eigenständigkeit zum mythos gemacht wird


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: