Finanzen-Fusion-Bildung: Bilanz


 

Nicht ganz soviele wie jeweils beim Infoforum,aber gleichwohl eine gut durchmischte Schar Interessierter, verfolgten die Ausführungen von Gemeindeammann Rüetschi, Gemeinderat Ammann, Rohr, und Schulpflegepräsident Kilchsperger zu den aktuellen Themen.

Bei den Suhrer Finanzen konnte Beat Ruetschi ausser den konjunkturellen Silberstreifen am Horizont nichts wesentlich Neues berichten. Noch immer bestehen v.a. auf der Einnahmenseite (unterdurchschnittliche Steuerkraft pro Einwohner) Probleme, die sich kurzfristig nicht beeinflussen lassen, und die bei einer infolge Finanzkrise befürchteten konjunkturellen Verschlechterung den Spielraum für die Gemeinde arg einschränken. Dies macht den Gemeinderat extrem vorsichtig, neue Aufgaben mit Kostenfolgen wie Tagesstrukturen anzugehen. Dass dies möglicherweise eine zu kurzfristige Optik sein könnte, dass gute Investitionen sich mittel- und längerfristig auszahlen könnten, wurde in der nachfolgende Diskussion geäussert, ohne dass ein Konsens gefunden wurde.
Gemeinderat Ammann zeigte zur Fusion Rohr-Aarau auf, dass anfängliche Skepsis insbesondere der Behörden schnell einer beachtlichen Begeisterung über das Fusionsprojekt gewichen war, dass sich auch das grosse Aarau für Rohr als korrekter und verlässlicher Partner zeigte und heute alle froh sind über den geglückten Zusammenschluss, der sich aber in der konkreten Umsetzung noch zu bewähren habe. Dass Suhr noch in der ersten Phase mit einer starken Zurückhaltung auf Behördeseite steht, wurde offenkundig, Chancen und Möglichkeiten, aber auch die Meinung der Bevölkerung scheinen noch nicht weiter eruiert worden zu sein.
Das Bildungskleeblatt wurde schliesslich von Heiner Kilchsperger als weit weniger systemumwälzend dargestellt als es in den Medien teilweise erscheint. Vieles ist bereits heute aufgegleist, unabhängig von diesem Projekt im Schulalltag verwirklicht zu werden. Suhr ist auch in Vorbereitung, für den Fall der Umsetzung der weiteren Reformen. Kosten für die Gemeinde fallen zuerst bei gewissen baulichen Anpassungen für die geplante Eingangsstufe an (statt Kindergarten und 1.+2. Klasse), aber auch die Vervollständigung der Tagesstrukturen werden etwas kosten, wobei die Mitbeteiligung des Kantons auch zu einer Kostenreduktion für die Gemeinde bei den bereits umgesetzten Blockzeiten führen wird. Wichtige Elemente wie Sozialindex (Zuteilung von Lehrerpensen nicht nur linear zur Schülerzahl sondern auch nach gewissen Belastungsfaktoren wie Durchschnittseinkommen, Ausländerquote etc) können aber gerade in Suhr zu einer grossen Chance werden.

Die Zeit erlaubte keine grosse Vertiefung aller Details, der Moderator Remi Bütler konnte aber feststellen, dass auch Suhr keine Insel ist und sich veränderten Rahmenbedingungen seitens des Kantons aber auch im benachbarten Gemeindeumfeld zu stellen hat. Am Apérobuffet gestärkt stellten sich die Referenten und die Teilnehmer der Diskussion im kleinen Kreis.
Ein guter Abend, der für die einzelnen Themen fortgeführt werden sollte.

Veröffentlicht in Bildung, Finanzen, Fusion. Schlagwörter: , , . 1 Comment »

Eine Antwort to “Finanzen-Fusion-Bildung: Bilanz”

  1. BestJeff Says:

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