KEBA wie weiter?

Man weiss es schon lange: die Kunsteisbahn Aarau (KEBA) ist stark sanierungsbedürftig und steht nur noch auf Zeit. Nachdem klar ist, dass eine Kombination mit dem neuen Fussballstadion im Torfeld nicht möglich war, besteht Handlungsbedarf. Diese Freizeit- und Sportanlage muss der Region erhalten bleiben. Ein Wettbewerb soll bis Sommer 2009 Lösungsvorschläge für eine Gesamtsanierung bringen, von denen dann die drei Trägergemeinden Aarau, Suhr und Buchs eine Variante zur Umsetzung vorschlagen werden.

Bild AZ, B. Vogt

Dabei sind die Randbedingungen schon in der ersten Projektphase gut einzubeziehen, nicht nur an die Lärmimmissionen der Anwohner (Lage eines offenen Eisfeldes) und die Garderoben für die nun ohne Hauptstadion dastehenden Trainingsplätze am Waldrand ist zu denken. Auch die Verkehrserschliessung und Parkierungssituation im Zusammenhang mit der auf dem Areal des Brügglifeld geplanten Wohnüberbauung ist einzubeziehen. Und dann ist auch dringend eine Vorgabe zu machen für oder besser gegen eine Drittnutzung der Anlage. Im Quartier war es kaum je die Kunsteisbahn die zu Klagen Anlass gab. Störend waren die Grossausstellungen mit dem entsprechenden Lärm und dem Such- und Parkierverkehr.

Warum steigen in Suhr die Stromkosten?

Mit den neuen Elektrizitätsreglementen sollen die Strompreise auch in Suhr rund 20% steigen. Liberalisierung des Strommarktes, heisst das Zauberwort: Die Zeche zahlen wir Konsumenten:

Das Debakel war vorhersehbar

Das Preisdebakel war voraussehbar. Von der Gesetzgebung her wäre es vermeidbar, doch das Verhalten der Elektriker überrollt den Gesetzesvollzug. Öffentlich rechtfertigt Josef Dürr, Direktor des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) die Preiserhöhungen so: «Das Gesetz verlangt eine Bewertung der Anlagen zu Anschaffungskosten.» Das ist nicht nur unkorrekt, sondern geradezu eine Manipulation! Die Stromversorgungsverordnung sagt ausdrücklich: «Als betriebsnotwendige Vermögenswerte dürfen höchstens berechnet werden: die Anschaffungs- bzw. Herstellrestwerte der bestehenden Anlagen, die sich aufgrund der Abschreibungen ergeben.» Von einer Pflicht zur Erhöhung der Netzbewertung keine Rede!

Die Stromversorgungsunternehmen, die sich zu 90 Prozent im Eigentum von Gemeinden und Kantonen befinden, hatten ihre Netze aufgrund der Restbuchwerte bereits stärker abgeschrieben, als dies das heutige Gesetz vorsieht. Die Netze sind also von den Konsumenten längstens bezahlt worden. Eine Aufwertung auf den Anschaffungsrestwert ist zwar rechtlich möglich, aber nicht vorgeschrieben. Sie bedeutet, dass der Kunde das von ihm bezahlte Netz nochmals zahlt.

EX-Preisüberwacher Rudolf Strahm im Tagesanzeiger (5.9.08)

Haben auch die TBS für die Bewertung ihrer Anlagekosten nochmals Werte eingesetzt, die wir Stromkonsumenten bereits in den vergangenen Jahren bezahlt haben? Warum müssen die Einwohner und Eigentümer der TBS die selben Netzdurchleitungspreise zahlen, wie Dritte, die bisher diese Anlage nicht finanziert haben? Wie lässt sich dies mit einer entsprechend erhöhten Konzessionsabgabe der TBS an die Gemeinde und damit wieder zu Gunsten der Steuerzahler korrigieren?

Bevor wir den neuen Tarifen zustimmen, werden wir hier noch genauere Zahlen erhalten müssen.

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Autobahnen für das Volk?

Nun soll nach dem Willen unseres Gemeindeammanns auch Suhr einen Autobahnanschluss erhalten. Zwar noch nicht sofort, aber doch nach einem Ausbau der A1 auf sechs Spuren (wer hat denn das beschlossen??). So frei nach dem Motto: Gebt den Autos die Strassen, die sie wollen.

Als ob Strassenbau schon je Verkehrsprobleme gelöst hätte. Natürlich tönt es bestechend, dass alle Wynentaler nicht zuerst über den Suhrer Kreuz-Bären-Knoten fahren sollen, um auf die Autobahn zu gelangen, dann wäre Suhr das Problem los…..oder doch nicht? Wenn auch alle Aarauer dann nicht mehr lange via Aaretalstrasse nach Hunzenschwil oder via Distelberg nach Kölliken, sondern via Tramstrasse Suhr auf die Autobahn fahren, was haben wir in Suhr dann gewonnen? Oder wenn dann plötzlich die Lastwagen aus dem Fricktal via Staffelegg/Staffeleggzubringer entdecken, dass man via Tramstrasse Suhr am schnellsten auf der A1 ist, was dann?

Die Lösungsvorschläge für Verkehrsprobleme in Suhr müssen die Einwohner, die Schülerinnen und Schüler, den Langsamverkehr in den Vordergrund stellen, Autobahnzubringer brauchen wir nicht!

 

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