Jetzt an die Urnen!

SP-Stand

SP Stand im September in Suhr

Ja, wer noch nicht gewählt hat, muss das jetzt tun. Umfragen und Journalistenmeinungen bringen keine Stimmen: Noch ist der Wahlkampf nicht zu Ende, wie am SP Stand in Suhr stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten rund um die Uhr den Wählerinnen und Wählern. Wer will, dass unser Parlament umweltfreundlicher und sozialer wird, muss jetzt die Liste der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, einwerfen. Dabei kommt es weniger darauf an, ob Sie die Liste verändern oder nicht: Alle Kandidatinnen und Kandidaten auf der Liste stehen für eine sozial vernünftige und grüne Politik. Ja grüne Politik machte die SP schon als es die Grünen noch nicht gab oder sie als Randpartei ohne Wirkung blieben. Dass die Grünen nun zu einem starken Partner sowohl in Umweltfrage wie auch in sozialen Fragen herangewachsen sind, ist zu begrüssen und hilft, unsere Ziele zu sichern. Ja auch eine Stimme für die Grünen stärkt die Kimaallianz und alle auch sozial Verantwortungsbewussten, mit der Listenverbindung der Grünen und der SP gehen keine Stimmen verloren.

Dasselbe gilt für die Unterlisten der SP und der Grünen, die zwar Viele verwirren werden, aber letztlich keine Stimmen kosten. Jeder, der einen Bekannten auf einer dieser Unterlisten findet, soll, darf ihn auf seine Hauptliste setzen oder auch diese Unterliste einwerfen; alle diese Listen sind untereinander verbunden.

Und für den Ständerat stehen mit Cedric Wermuth (SP) und Ruth Müri (Grüne) zwei ausgezeichnete Kandidaten zur Wahl und auch für die nach der Schlappe der SVP und FDP mit ihrer vorzeitig zurückgetretenen Regierungsrätin Franziska Roth haben wir dieses Mal erneut die Chance diesen Regierungsratssitz ins Linke (mit Yvonne Feri) oder Grüne (mit Severin Lüscher) Lager zurückzuholen. Tun wir es!

Trefft den Wermuth in Suhr

Cédric Wermuth persönlich, ja aber immer primär politisch! Nicht mehr den von Vielen auf die markigen Sprüche aus seiner JUSO Präsidentschaft reduzierten Wermuth, sondern ein junger aber bereits sehr erfahrener Politiker: Seit 2011 im Nationalrat, seit 2015 Vizepräsident der SP-Fraktion, 4 Jahre Co-Präsident der SP Aargau mit dem Wahlerfolg von 2016.

1-Mai-2015Cédric Wermuth kann begeistern, er kann blitzschnell analysieren und Themen, Probleme und Fragen in einen politischen Kontext stellen. Ausgebildeter Politologe und Politiker, ja Politiker ist heute auch ein Beruf. Politik nur noch hobbymässig zu betreiben wird mehr denn je unseriös, die vielgerühmte Bodenhaftung mit der „normalen“ Berufswelt ist dann oft einzig eine Verschleierung der Interessenpolitik. Dann sind dem echo diejenigen Politiker lieber, die sich eine Zeitlang bewusst und seriös den politischen Fragen widmen und sich für eine Zukunft für alle einsetzen. Am 20. Oktober wählen wir ihn in den Ständerat!

Lernen Sie Cédric Wermuth kennen am

Dienstag, 14. Mai 2019; 19 Uhr;

Gemeinschaftsraum «LebenSuhr»; Mühlemattweg 18, Suhr

Bus Nr 4 oder 6 bis Suhr Mattenweg

Suhr Solar machte auf sich aufmerksam!

SuhrSolarJa, Suhr Solar ging ins Fernsehen: Heute und Hier  heisst das Sendegefäss von SRF, das sich energiesparenden Projekten in der ganzen Schweiz widmet. Startsendung war das Projekt von Suhr Solar.

Statt auf teilweise ungeeigneten privaten Hausdächern unwirtschaftlichen Kleinstanlagen für die Gewinnung von Solarenergie zu errichten, werden auf grösseren privaten und öffentlichen Gebäuden wirtschaftliche mittelgrosse Solaranlagen unter der Betreuung der technischen Betriebe errichtet und über private Mittel finanziert; die Geldgeber erhalten ihren finanziellen Einsatz in Gratis-Strom über die Jahre zurück. So einfach und so wirksam; in Suhr stehen nun schon 4 Anlagen. Details auf Suhr Solar.

Nein das heftige Gewitter der letzten Nacht hat den Solarerfolg nicht wesentlich trüben können: Immer wenn Sie heftig schwitzen, an kühle Bäder in der Badi oder am See denken oder sich sogar in die Aare wagen, dann produzieren die Solarmodule Strom: regelmässig zuverlässig und weitgehend unbemerkt und v.a. ohne Umweltrisiken. Die Energiestrategie der Schweiz sieht einen Ausstieg aus der Kernenergie vor. Ein längst überfälliger Entscheid, der uns aber leider nicht davor befreit, für die ausserordentlich hohen weitgehend ungedeckten Kosten der Stilllegung der AKWs und der Endlagerung des Atommülls auch mit Steuerfranken aufzukommen. Was schon in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts absehbar war, damals aber noch von allen Wirtschaftskräften und Politikern der bürgerlichen Parteien (und leider auch lange der politischen Linken) negiert wurde, wird sich noch über Jahrzehnte auch finanziell auswirken.

Gut dass es nun auch lokale Initiativen gibt, um der Solarenergie zum Durchbruch zu verhelfen. Noch sind die AKWs nicht abgestellt, noch haben wir etwas Zeit, aber nichts tun und darauf zu vertrauen, dass wir dann schon genügend Ersatz haben, ist unverantwortlich.

Danke den Initiantinnen und Initianten aus verschiedenen politischen Parteien sowie der Verwaltung der TBS, dass hier gehandelt wird.

 

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Donnerstag, 14. Juni, Gemeindeversammlung; JA zur Abklärungsanalyse über den Zukunftsraum

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Bild aus Mike Müller: „Heute Gemeindeversammlung“

Sie gehen nie an Gemeindeversammlungen? Ausser ins Theater darüber von Mike Müller…

Diese Politik ist doch immer dasselbe…

Auch wer sich schwer tut mit Gemeindeversammlungen, hie und da werden dort Weichen gestellt, die längerfristig ganz wesentlichen Auswirkungen haben: Das Budget und den Steuerfuss, können wir jedes Jahr neu festlegen, neu erhöhen, belassen oder senken. Auch andere Themen sind grundsätzlich in  jeder Gemeindeversammlung wieder neu zu traktandieren. Nicht aber Abklärungen zur Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden über den Zukunftsraum.

Wenn wir NEIN sagen, ist die weitere Mitarbeit von Suhr im Zukunftsraum Aarau zu Ende, die Diskussion darüber über die Chancen und Möglichkeiten wohl für längere Zeit blockiert: Noch nie war die Diskussion um eine Fusion in der Region Aarau so anständig, so gut abgestützt und so weit fortgeschritten. Es liegt zwar in der Natur der Sache, dass es sehr theoretisch ist, dass es etwas schwer vorstellbar scheint  und dass es den Alltag viel weniger prägt als einige meinen. Genau deshalb müssen nun konkrete Fusionsanalysen zeigen, wie das dann beim Wahlmodus, bei der Organisation der Exekutive, bei der Schule, bei den technischen Betrieben etc. aussehen könnte. Hier wird sich denn auch zeigen, ob die Schreckszenarien, die teilweise an die Wand gemalt werden, eintreten können oder eben gerade nicht. Wenn dann das Ergebnis wirklich nicht überzeugt, können, ja müssen wir es am Schluss ablehnen.

Wer sich in den letzten Monaten an den Diskussionen und den breit abgestützten Foren um diesen Zukunftsraum beteiligte, kann jedenfalls nicht mehr behaupten, hier begegne man sich nicht auf Augenhöhe. Schon heute im Leitbild zeigt sich, dass keine Spur von Arroganz der Stadt Aarau erkennbar ist, dass Wahlkreise auch von den andern beteiligten Gemeinden gewünscht und auch eingerichtet werden, dass man auch versucht, positive Elemente aus den Ortsbürgergemeinden zu erhalten und weiterzuführen. Darum steht nun auch die FDP Suhr hinter der Weiterführung des Prozesses. Auch sie will nun die Detailfakten sehen und ausgearbeitet erhalten.

Wer noch immer weitere Analysen verhindern will, steht beim echo im Verdacht, keine Details mehr abklären zu wollen, damit nicht positive Impulse und Chancen erkennbar werden können: Die emotionale Grundhaltung, dass nicht sein kann, was nicht sein darf, ist nicht nur unwissenschaftlich, sondern verhindert auch möglichen Fortschritt.

Also, lesen Sie doch einmal das Leitbild oder blättern Sie es durch. Schauen Sie selber, ob wir uns hier vor weiteren Analysen fürchten müssen oder ob wie hier nicht vielmehr eine Chance packen könnten, das Gewicht unserer Region ganz wesentlich für die Zukunft zu stärken.

Und kommen Sie an die Gemeindeversammlung vom 14. Juni 2018 (und nein es läuft kein wichtiger Fussballmatch an der WM). Es dauert wohl etwa 2 Stunden, und es gibt im Anschluss danach ein Sandwich und ein Getränk und vielleicht einige gute Gespräche darüber, warum sich engagierte Bürgerinnen und Bürger so fürchten vor einer Diskussion über Gemeindezusammenschlüsse. Nur nebenbei: Vor 200 Jahren gehörten Buchs und Rohr zu Suhr, die heutige Gemeindegrenzen waren nicht immer so wie heute, sie wurden von Zeit zu Zeit den gelebten Verhältnissen angepasst; genau das müssen wir heute wieder prüfen!

 

Noch ist Buchs nicht verloren

perimeter_ar_zra_02-01-904x1024Umzingelt von Aarau und Suhr, mitten im rot schraffierten Bereich der Zukunftsraum Aarau Gemeinden bleibt der Gemeinderat Buchs widerspenstig. Eine Kreisschule mit Aarau, die Technischen Betriebe eniwa als Versorger von Wasser, Strom und Gas und neu auf dem Gemeindegebiet Buchs. Die Badi seit Jahrzehnten mit Suhr, auch Forst, Betreibungsamt und Zivilstandsamt regionalisiert. Was zum Teufel ist in Buchs noch eigenständig, wer wehrt sich hier gegen was?

In den Wahlen haben die Parteien, die für eine Öffnung stehen, massiv gewonnen, eine Motion für die Wiederaufnahme der Abklärungen zum Zukunftsraum ist nur mit Zufallsmehr knapp gescheitert. Aber der Gemeinderat verschanzt sich hinter einer Umfrage vor Jahren, deren Legitimation bescheiden ist.

 

Nun haben Buchserinnen und Buchser, aber auch Personen aus den Nachbargemeinden die Möglichkeit in einer Petition den Behörden zu zeigen, wieviele Leute sich eine vertiefte Abklärung zu einer Fusion wünschen. Die AZ hat darüber berichtet (AZ Buchs Petitio Zukunftsraum).

Und dabei ist es richtig, dass nicht Buchserinnen und Buchser allein entscheiden: Genau darum geht es ja, die Region ist längst in einer Art und Weise zusammengewachsen, dass Entscheide pro Gemeinde an den Bedürfnissen der Einwohnerinnen und Einwohner der Region vorbeigehen. Wir alle sind wechselseitig betroffen von Entscheiden in den Nachbargemeinden, sodass einmal überprüft werden muss, wie eine neue Organisation der Region aussehen könnte. Unterstützen Sie die Petition hier https://www.petitio.ch/petitions/1qxZy.

 

 

 

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Leitbild Zukunftsraum Aarau

Zukunftsraum_LeitbildNun ist es da, das von den 5 Gemeinden erarbeitete Leitbild (Publikation_Leitbild): Schön gestaltet, gut gemacht erfüllt es die Erwartungen aber doch nur bedingt:

1. Es bildet den Prozess ab, der in den letzten Monaten durchlaufen worden ist. Ein intensiver, interessanter und auch beruhigender Prozess, der zeigt, dass die Anliegen und Ängste in den einzelnen Gemeinden weitgehend übereinstimmen:Zukunftsraum Gegenstände „Haben wir dann noch etwas zu sagen?“, „Was von den liebgewonnenen Institutionen verlieren wir?“, „Was geben wir auf?“, „Was erhalten wir?“. Die Ängste, von Aarau dominiert zu werden, die „Aarauer“ sagen dann, wo’s lang geht, sind aber weg. Plötzlich sind an einem Diskussionstisch 2 Suhrer, ein Oberentfelder, ein Densbürer und ein Aarauer und alle sehen die gleichen Probleme und Chancen. Keine Spur von Dominanz einer Gemeinde. An der Ergebniskonferenz war proportional Densbüren wohl am besten vertreten, am meisten Teilnehmer stellte Suhr vor Aarau. Entscheidend wurde das Interesse, das Argument, nicht die Herkunftsgemeinde. Es ist auch in den Köpfen der Teilnehmer schon mehr zusammengewachsen als Skeptiker wahrhaben wollen.

2. Aber noch ist kein Fleisch am Knochen: Das Leitbild ist auf einer Abstraktionshöhe, die jeder unterzeichnen kann. Konkreter werden allenfalls die Fragen, genannt „Handlungsfelder Fusionsanalyse“, die nun mit Fachleuten der einzelnen Gemeinden und wohl auch Dritten zu bearbeiten sind. Der Zwischenschritt „Leitbild“ war nötig, um die Interessierten in den Gemeinden teilnehmen zu lassen, die Problemfelder auszuloten. Er war, weil das zusammen erarbeiten auch zeigte, dass man gar nicht so weit voneinander entfernt ist. Weil man jetzt konkreter sieht, wo die grössten Chancen auszumachen wären, aber auch, wo allenfalls Stolpersteine sind, wo allenfalls Widerstände entstehen könnten. Aber es ist offensichtlich, die Fusionsanalyse ist unumgänglich, wenn man nicht nun alle Vorarbeit, alle intensiven Diskussionen „für die Katz“ gemacht haben will. Jetzt aussteigen kann man nur, wenn man gar nie Fusionsfragen diskutieren wollte, weil nicht sein soll, was nicht sein darf. Aus Suhr waren erfreulicherweise auch die grössten Skeptiker an den Veranstaltungen dabei, haben sich der Auseinandersetzung gestellt und damit von ihrer Verweigerungsposition Abstand genommen, das stimmt optimistisch. Demokratische Auseinandersetzung erlaubt, jede Meinung zu vertreten, aber nicht, die Diskussion zu verweigern.

 

3. Und noch etwas: Neben der konkreten Ausgestaltung der Fusionsidee sind wie versprochen auch die Alternativen aufzuzeigen: Die Vorstellung, dass die Fusion Unsicherheiten und Risiken mit sich bringt, während dem die möglichen Alternativen nur Vorteile hätten, ist wenig durchdacht und weltfremd. Die sogenannte IKZ (Interkommunale Zusammenarbeit), die etwas verbindlicher Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden regeln soll und aufzuzeigen hat, wie es dann gehen soll, wenn eine Gemeinde konkret sich nicht an den Kosten eines Projekts beteiligen will (wir erinnern uns an die KEBA Odyssee). Das echo hat sich schon verschiedentlich mit diesem Modell skeptisch auseinandergesetzt (Gemeindeverträge sind immer besser), hier wäre aufzuzeigen, was man daran wirklich verbessern könnte.

Zukunftsraum Wolken über SuhrUnd dann wäre auch einmal darüber nachzudenken, wie Suhr als eigenständige Gemeinde künftig seine Aufgaben längerfristig allein zu lösen hätte: Genügen dann die heutigen Strukturen und Mittel für die schnell stark gewachsene Bevölkerung? Was bedeutet es, wenn für das Gemeindepräsidium nur noch ein Kandidat gefunden werden kann, wenn geeignete Kandidaturen für die Ämter rar werden. Wieviel Verwaltungsaufwand brauchen wir bei einer Bevölkerungszahl von bald 12’000 Einwohner? Wie können wir die Legitimation der politischen Entscheide über die 2 – 3% Gemeindeversammlungsteilnehmer oft im Alter zwischen 50 und 80 Jahren verbessern und breiter abstützen? Wie sanieren wir die Bärenmatte, wenn einmal mehr als eine Pinselstricherneuerung ansteht? Wie finanzieren wir das bei stagnierendem Steuerertrag pro Einwohner, wieviel ist uns die Eigenständigkeit im Steuerfuss wert? Wie lösen wir Raumplanung/Verkehrsplanung in Suhr allein; können wir so den notwendigen Druck gegenüber dem Kanton aufbringen? Morgenrot oder drohende Wolken über dem Möbel Pfister?

 

 

 

Danke Beat Rüetschi, und danke auch Hans Huber

Lieber Beat

Ich weiss nicht mehr, wann wir uns erstmals begegnet rund um die Suhrer Ortspolitik, es war wohl irgendwann in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Bei einer Bauordnungs- und Zonenplanrevision hast du damals strikte die Anliegen des Gewerbes und der Bauwirtschaft vertreten. Wir waren uns selten (ganz) einig. Aber schon damals hast du korrekt im Ton und mit Respekt vor andern Meinungen politisiert. Andere Meinungen – soweit begründet und der Sache dienend – angehört und in die Arbeiten und Entscheide einbezogen. Du wurdest dann, als derart politische Interessierter und im Dorf gut verankert steil auf den Weg des Politikers lanciert: Im 1997 wurdest du dann in den Gemeinderat gewählt und gleich Gemeindeammann -wie das Amt damals noch hiess. Seither warst du in der Suhrer Politik nicht mehr wegzudenken. Dein Steckenpferd – freie Strassen für Autos – hast du schon damals vertreten, damals aber noch euphorisch, vielleicht etwas zu euphorisch, bestrebt, dem Gewerbe und natürlich auch den Pendlern von und rund um Suhr freie Durchfahrt zu schaffen und natürlich die Immissionen für die Bevölkerung im Dorf zu minimieren. Für ÖV und Naturanliegen hattest du damals nicht soviel Musikgehör, wir „Linke und Grüne“ waren dir als „potentiell wirtschaftsfeindlich“ suspekt. Im Amt hat sich aber dann dein Blickwinkel stetig und pragmatisch verbreitert.  Dabei hat mitgeholfen, dass heute niemand mehr den Schutz von Natur und Landschaft als primär wirtschaftsfeindlich betrachtet. Du jedenfalls erkanntest, dass Natur und Landschaft in und um Suhr eigenständigere Werte sind, dass es auch den Ausbau des ÖV braucht, wenn wir im schnell wachsenden Autoverkehr nicht ersticken wollten. Das Amt, aber wohl auch die Lebenserfahrung, haben dich pragmatischer gemacht. Ob der Wechsel des Namens vom Gemeindeammann zum Gemeindepräsidenten dafür ein symbolisches Zeichen war? Es war jedenfalls gut so, gut auch, dass du ganz konkret erkanntest, dass die noch 2005 bis 2009 so geschmähten Leute von „Zukunft Suhr“ sehr vernünftig, sehr pragmatisch und mit viel Engagement und Sachverstand sich gut für die Anliegen der Suhrerinnen und Suhrer einsetzten. Viele Parteilose, neu in Suhr, setzten sich, ohne Ortsbürger zu sein und schon immer in Suhr gewohnt zu haben, für Suhr ein. Du hast das gesehen und dies mit deinem ganzen Einfluss zum Wohle von Suhr unterstützt, ohne Berührungsängste und vorurteilslos. Das bestätigt deine guten Wahlresultate nachträglich eindrücklich, dafür gebührt dir Dank.

Neben deinem Rücktritt gerät das Zurücktreten von Hans Huber – zu Unrecht – etwas in den Hintergrund; vielleicht weil es nur einen Teilrücktritt ist (Hans Huber stellt seine Erfahrung noch mit einem Kleinstpensum weiter zur Verfügung). Aber vielmehr, weil Hans Huber seine Rolle als Gemeindeschreiber in einer Art von Zurückhaltung ausgeübt hat, die andernorts selten ist. Gemeindeschreiber sind die am stärksten unterschätzten Chefbeamten der Gemeinden und es gab Zeiten, in denen diese faktisch die Gemeinden regierten, weil die nur wenige Jahre im Amt stehenden Politiker nie an die Erfahrung und die Übersicht der „Kanzler“ heranreichen konnten. Hans Huber hat das nie ausgenutzt. Hat seine Wissen immer den gewählten Politikern zur Verfügung gestellt und sich zurückgehalten. Dass sein Einfluss dennoch beachtlich war, wussten und erkannten bloss Eingeweihte. Dass Hans Huber nun sein Wissen nicht einfach mit in die Pension mitnimmt, ist ein Vorteil, und garantiert Kontinuität zum Wohle der Gemeinde. Danke auch an Hans Huber.