Wie weiter mit der Fusionsfrage?

Karte Region Suhr, search.chNun kommt Bewegung in die Sache: Nach dem umfangreichen und detaillierten Bericht von Prof. Steiner und seiner Crew zuhanden des Zukunftsraums Aarau (Gesamtbericht und Kurzfassung) laufen in den Gemeinden die Diskussionen an, wie man im Raum Aarau künftig zusammenarbeiten will.

Nach Ober- und Unterentfelden setzten sich die Interessierten auch in Suhr am ersten schneereichen Samstag dieses Winters in die Bärenmatte, um sich nochmals von Prof. Steiner mit der Analyse vertraut zu machen und um nachher die 4 Varianten zu diskutieren und zu bewerten.

Auch die Einwohner Suhrs werden sich entscheiden müssen zwischen den vier von Prof. Steiner zur Weiterarbeit empfohlenen Varianten. Was meinen Sie?

Bewertung der VariantenDie Meinungen wurden intensiv ausgetauscht und neben den üblichen Politakteuren Suhrs waren erfreulicherweise auch neue Gesichter zu erkennen. Nach konstruktiven Gesprächen/Diskussionen waren die 4 Varianten zwischen gar nicht wichtig und sehr wichtig zu bewerten: Dass das Beharren an der aktuellen Situation längerfristig keine gute Lösung für Suhr sein kann, war weitgehend unbestritten (Variante 1). Noch blieben zwar Unbehagen und Ängste für zu schnelle und zu grosse Schritte, Versuche zu Zwischenlösungen (Variante 2) zeigten aber schnell auch deren Unzulänglichkeit. Am Ende setzte sich überwiegend und mit klarer Mehrheit die Meinung durch, dass nur das Fortsetzen der Gespräche in Richtung Fusion richtig sein muss (Varianten 3 und 4). Wobei realistischerweise einer Fusion einzelner naher Partner (Aarau-Suhr-Buchs, Variante 3) vor der etwas utopischen Gesamtfusion aller Gemeinden (Variante 4) mehr Bedeutung zugemessen wurde. Die guten Basisunterlagen des Berichts nahmen vielen Kritikpunkten den Wind aus den Segeln, wobei sich selbst Prof. Steiner überrascht zeigte, dass die Bürgerinnen und Bürger klar offener für eine Fusionslösung votierten als er es bisher aus seinen Kontakten v.a. mit Behördevertreter zu erkennen glaubte. Ob es nicht auch in Buchs so wäre, wenn man heute mit den nun vorliegenden guten Analysen die Bevölkerung fragen würde, stellt sich hier die Frage.  

JA zum neuen Primarschulhaus Dorf

0320_Aussenbild_grossÜber 21 Mio soll es kosten, das neue Primarschulhaus Dorf, und schon hagelt es Kritik (Primarschulhaus Dorf). Natürlich war es unklug, eine sehr provisorische Zahl, die letztlich auf einer ersten Schätzung im Finanzplan stammte, zu früh zu nennen und dann nach der sauberen Berechnung der Kosten durch die Architekten auf über 21 Mio erhöhen zu müssen. Aber letztlich geht es doch um Grundsätzliches: Suhr will die Standortqualität im Schulbereich festigen, ausbauen und längerfristig sichern. Dazu gehört auch der durch die Veränderungen im Rahmen der Schulharmonisierung auf 6 Primarschuljahre und 3 Jahre Oberstufe und durch die Aufnahme der Gränicher und Hunzenschwiler Bezler (gegen gutes Schulgeld notabene) notwendig gewordene Schub bei der Schulhauserneuerung. Dass Suhr dazu weiter wächst, gegen Innen etwas verdichtet und Infrastruktur auch für rund 12’000 Einwohner bereitzustellen hat, geht auch am Schulraumbedarf nicht spurlos vorbei.

Schüler von heute werden von Lehrern von gestern, mit Methoden von vorgestern, in Schulhäusern von vorvorgestern, auf die Probleme von morgen vorbereitet,

0320_Innenbild_grosskommt dem echo in den Sinn, wenn nun kurz vor der Gemeindeversammlung am Schulraumangebot herummäkeln wird; nun nach allen Berechnungen der Schulpflege, dem nie in Frage gestellten Raumprogramm nach allen Wettbewerbsausschreibungen, plötzlich Abwartspersonen (!) befragt werden, wieviel Schulzimmer es brauche und den Sinn und die zurückhaltende Anzahl von Gruppenräumen in Frage stellen. „Das hatten wir früher auch nicht und wir waren noch 40 in einer Klasse“  hört man dann hinter vorgehaltener Hand sagen. Zu den Anforderungen der heutigen Schule hört man aber nichts mehr. Gruppenräume sind nicht Reserveschulzimmer sondern  für die heutigen Unterrichtsmethoden unerlässlich. Das echo vertraut der Schulpflege und den in diesem Metier erfahrenen Architekten, dass sie die Bedürfnisse der heutigen Schule richtig errechnet und auch mit Augenmass umzusetzen in der Lage sind. Jedenfalls hat sich nie jemand aus dem aktuellen Lehrkörper oder der Schulleitung kritisch geäussert. Die Schüler und Lehrpersonen sind in Suhr nun während Jahren immer mehr zusammengerückt, haben das Beste daraus zu machen versucht und verdienen wieder gute Rahmenbedingungen. Sonst sind dann moderne und zukunftsgerichtete Schulexperimente (Lerninsel), die der Schule Suhr noch vor wenigen Wochen grosses Lob einbrachten, nicht mehr möglich.

ChancenspiegelBildung kostet und nur gute Rahmenbedingungen schaffen auch Chancengleichheit und nutzen das Potential unserer Jugend. Es wäre falsch, nun aus der Hüfte schiessend am siegreichen Wettbewerbsprojekt Abstriche zu machen oder noch verheerender, teure Projektierungskosten in den Sand zu setzen, neu zu planen und mit teuren und wenig zukunftsträchtigen Provisorien zu arbeiten. Das echo sagt deshalb mit Überzeugung JA zum neuen Primarschulhaus in Suhr und hofft, dass an der Gemeindeversammlung auch die Eltern und Grosseltern unserer Schulkindern sich mit aller Deutlichkeit dafür einsetzen.

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… und niemand stört sich an Asylbewerber im Aarauerfeld in Suhr

fluechtlingslager-zaatari-originalDie Flüchtlingsströme aus Syrien wachsen an: Millionen von Menschen suchen Sicherheit in Nachbarländern, einige Tausend in Europa, auch in der Schweiz. Und niemand will sie haben, niemand ist bereit auch nur vorübergehend Flüchtlinge in seiner Nachbarschaft zu dulden. Die Widerstände selbst von Gemeindebehörden nehmen schlimmste ausländerfeindliche Formen an. Man schämt sich nicht mehr, hier in Sicherheit und Wohlstand zu leben und Flüchtlinge (und nun geht es auch um offensichtliche Kriegsflüchtlinge!) zurückzuweisen. Nein man braucht nicht Gutmensch sein zu wollen, es genügt ein wenig Anstand, Korrektheit und Menschlichkeit, um Menschen ein Notplatz anzubieten, wenn sie alles verloren haben.

Und Suhr tat es, ja natürlich auf Anfrage des Gesundheitsdepartementes, auf Hinweis, dass alle Gemeinden hiezu verpflichtet seien, aber immerhin ohne wenn und aber. Das genügt ja schon, um hüben und drüben gelobt zu werden. Einmal eine Gemeinde, die nicht mit allen Tricks mit peinlichen Bürgeraktionen wie in Bettwil, in Aarburg, in Gränichen oder Bremgarten sich die Flüchtlinge fernzuhalten versucht. Ja und nun wird Suhr sogar zum Vorzeigemodell in Sachen Umgang mit der immer schwieriger werdenden Suche nach menschenwürdigen Unterkünften für Asylbewerber. Nicht nur im verantwortlichen Gesundheitsdepartement des Kantons ist man erleichtert, auch einmal von einer geglückten Unterbringung und von positiven Resultaten berichten zu können, nun wird durch einen Artikel in der NZZ am Sonntag (NZZ am Sonntag_Asylbewerber in Suhr) das gute Beispiel auch schweizweit bekannt gemacht.

das prov. Zuhause in SuhrDas echo freut sich und ist auch mit ein wenig Stolz, dass die Behörden und Anwohner in Suhr dieses Beispiel möglich gemacht haben und das echo weiss auch, dass der Artikel stimmt. Die Asylbewerber bringen keinerlei Probleme, sondern spazieren hie und da freundlich durch das Quartier, grüssen die Anwohner und stellen sich vor. Weder bringen sie irgendwelche Gefahr noch Kriminalität ins Quartier. Wer die Bilder aus den Flüchtlingsgebieten dieser Welt in den Medien zur Kenntnis nimmt und nicht völlig selbstbezogen abgestumpft ist, kann als Suhrer besser in den Spiegel sehen. Vielleicht gibt auch hier Nachahmer?

HSC Suhr Aarau wieder in der höchsten Handball Liga

HSC Suhr AarauDas echo gratuliert: Der Aufstieg ist geschaft! Nach einer starken Saison, nur vom Kantonsrivalen Endigen gefordert, spielt der stärkste aargauer Handballclub HSC Suhr Aarau wieder in der Nationalliga A. Praktisch die ganze Saison an der Tabellenspitze ist der direkte Aufstieg hochverdient. Der Aargau ist als traditionelle Handballhochburg wieder dort, wo er hingehört, in der nationalen Spitze. Dass das fusionierte Team der ehemaligen Handballkonkurrenten TV Suhr und BTV Aarau diesen Schritt schaffte zeigt auch, dass manchmal etwas grössere gemeinsame Einheiten sich besser auch gegen die kantonale und ausserkantonale Konkurrenz durchzusetzen vermögen. Und dass ehemalige Rivalen gemeinsam schlag- oder wurfkräftiger werden, ohne dass die Identifikation mit der Region verloren gehen muss. Ein Vorbild für die Politik?

Gemeinderatswahlen 2014; Daniel Rüetschi wählen

Daniel Rüetschi2 Kandidaten haben sich angemeldet für die Ersatzwahlen in den Gemeinderat; FDP und SVP machen den Sitz unter sich aus. Zukunft Suhr und die in diesem Mitte-Links Bündnis zusammengeschlossenen Parteien verzichten. Es geht offenbar Zukunft Suhr nicht darum, um jeden Preis Mehrheiten erringen zu wollen, vielmehr stehen Sachpolitik, die Entwicklung Suhrs, seinen Angeboten an die Einwohnerschaft und die Lebensqualität vor Machtstreben.  Die Zusammenarbeit in der aktuellen Besetzung im Gemeinderat in den letzten Monaten hat sich zu einem konstruktiven Miteinander gewandelt. Zukunft Suhr wird nicht nur in Wahlerfolgen, sondern auch in Sachgeschäften ernstgenommen. Auch war der Gemeinderat wieder in der Lage, mehrheitsfähige Vorlagen vorzulegen und in der (unberechenbaren) Versammlung der 2-3% an Politik Interessierten auch durchzubringen, im Interesse der gesamten Einwohnerschaft, nicht nur der 300 Ortsbürger. So hat Suhr Zukunft, mit Zukunft Suhr, mit dem Einbezug aller Bevölkerungsteile, der Interessen auch aller weniger lang in Suhr wohnhafter Einwohnerinnen und Einwohner.

 

Da macht es dem echo aber Mühe, wenn beide Kandidaten die Zugehörigkeit zur Ortsbürgerschaft als Qualitätsmerkmal in den Vordergrund stellen, als ob dies ein Leistungsausweis wäre. Orstbürger – nur nebenbei – ist man, wenn man den richtigen Namen hat und in Suhr wohnt, wie lange ist egal. Man kann wie Daniel Rüetschi erst wenige Jahre in Suhr wohnen oder wie Daniel Kopp noch nie weg gewesen sein. Wenn sich auch das echo klar für die Kandiatur von Daniel Rüetschi ausspricht, dann nicht weil er zufällig Rüetschi heisst, sondern weil sein Leistungsausweis mehr überzeugt. In vielen Kommissionen und im Verwaltungsrat der TBS hat er seine Umweltkompetenz klar eingebracht, ohne aber die Diskussionsbereitschaft zu verlieren. Es ist denn auch kein Nachteil, nicht immer in Suhr wohnhaft gewesen zu sein und auch Ideen, Lösungsmodelle andernorts erlebt zu haben.

Suhr im Wahljahr 2014: Campi geht schon wieder

das war'sJa, Sie haben richtig gelesen und das echo hat sich nicht vertippt. So frei nach dem Motto einmal Wahlen, immer Wahlen, werden wir im Februar 2014 erneut zur Urne gerufen. Gemeinderat Stephan Campi hat sein Karriereziel erreicht , wurde Generalsekretär bei der grünen Regierungsrätin Hochueli, und schafft diesen neuen arbeitsintensiven Job nicht mehr zusammen mit dem Amt als Gemeinderat (Campi tritt zurück).

Da muss uns wieder einmal bewusst werden, wie die Prioritäten sind: Öffentliche Ämter, politische Nebenjobs müssen immer hinter den Haupterwerbsberufen zurückstehen. Politik ist selten karrierefördernd, sondern oft mit Beruf und Familie unvereinbar. Das hohe Lied der Milizpolitik, der notwendigen Bodenhaftung der Politik durch das gleichzeitige Ausüben von Beruf, Familie und Politik ist längst auf Grund gelaufen: Schon lange finden sich nicht mehr die Klügsten, die Besten, die Tüchtigsten für die öffentlichen Ämter, sondern nicht selten nur noch die, die es im Beruf nicht geschafft haben oder noch schlimmer die, die mit der Politik ihre Karriere vorbereiten. Nein, das ist keine Speerspitze gegen im Amt stehende Politiker, selbstverständlich ist keine Regel ohne Ausnahmen und unsere Amtsträger sind (doch hoffentlich) die Ausnahmen. Es ist ein Grundproblem, solange Politik bestenfalls als notwendiges, schmutziges Übel betrachtet wird und keine Wertschätzung für die dort erbrachten Leistungen besteht. In diesem Sinne ging die moderate Erhöhung der Entschädigungen für die politischen Ämter in die richtige Richtung, und wäre auch die abgelehnte Entschädigung bei unverschuldeter Nichtwiederwahl ebenfalls ein richtiges Signal gewesen. In politischen Ämtern brauchen wir die tüchtige Leute!

Wir müssen unseren Politikerinnen und Politiker Sorge tragen, ihre Arbeit ist für uns alle wichtig. Wenn das echo mit spitzer Zunge austeilt, kritisiert und aufdeckt, hat das etwas mit Wertschätzung zu tun; nur was wichtig ist, ist es wert kritisiert zu werden. Gleichgültigkeit tötet.

Und noch etwas: Stephan Campi hat seine Arbeit nicht nur kürzer gemacht als erwartet, sondern besser als die Steuersenkungsrethorik seiner Partei hat befürchten lassen. Dass er auch im Beruf Erfolg hat, bestätigt diese Zeilen. Die FDP ist in der Pflicht.

Suhr im Wahljahr 2013: Zukunft Suhr dankt und feiert

Gewaehlte-2013-2Ein Sonnentag über dem Biohof „Galegge“ in Suhr: Alle Kandidatinnen und Kandidaten von Zukunft Suhr sind im ersten Wahlgang gewählt worden (Abstimmungsprotokoll_Kommunale_Wahlen_vom_22._September_2013), oft mit sehr guten Resultaten. Zukunft Suhr dankte in einer kleinen Wahlfeier den Wählerinnen und Wählern in Suhr für diesen Vertrauensbeweis und auch das echo schliesst sich diesem Dank an. Die Herausforderungen in Suhr mit einem starken Wachstumsdruck und den nicht unbekannten aber auch nicht unerheblichen Aufgaben einer Agglomersationsgemeinde machen es unabdingbar, dass qualifizierte Leute aus allen Lagern die Zukunft Suhrs mitbestimmen. Das sicherte den Kandidierenden von Zukunft Suhr in einem lauen Wahlkampf gegen das „starke Trio“ der SVP (das in seinem Flugblatt nicht einmal aufführte, in welcher Gemeinde es sich zur Wahl stellte…) die klare Wahl.

IMG_1773Das echo gratuliert auch den andern Gewählten und stellt fest, dass der beinahe kafkaeske Widerstand des bürgerlichen Suhrs gegen vertiefte Prüfungen von intensiveren Gemeindezusammenarbeiten vielleicht etwas wankt, wenn Gemeinderätin Suter ihren Wahlkampf zukunftsgerichtet auf Aarau ausgedehnt hat und von der AZ dafür promt schon Zukunft Suhr zugeordnet wird (Suhr_Gemeindewahlen2013). Ja, Suhr hat gewählt und auf die bewährte Kontinuität gesetzt, aus der Zukunft Suhr nicht mehr wegzudenken ist. Dass in Aarau nach gefühlten Jahrhunderten der freisinnigen Dominaz die Suhrer Sekundarlehrerin und  Sozialdemokratin Jolanda Urech das Stadtpräsidium übernimmt und da einer Frauenmehrheit aus verschiedenen politischen Lagern vorsteht, stimmt zuversichtlich, dass es auch in der Region Aarau über die Partei- und Gemeindegrenzen zu ernsthaften Gesprächen kommen kann, wie die öffentliche Hand die Bedürfnisse der Einwohnerinnen und Einwohner in der Region optimal abdecken kann.