Kein Trinkgeld für regionale Sportanlagen

Ein Trinkgeld für die KEBA” titelt heute die AZ, um zu beklagen, dass es (einmal mehr, meint das echo) nicht möglich ist, eine saubere, regionale Verteilung der Investitionskosten für die regionale KEBA hinzubringen. Aarau zahlt 57% bei einem Bevölkerungsanteil der Region von 20%,  Suhr und Buchs zahlen wenigstens noch den prozentualen Anteil ihrer Bevölkerung, der Rest der Region stielt sich aus der Verantwortung! Die Ausreden sind mehr oder weniger gut. Das hatten wir doch schon mehrmals, und was sind die Konsequenzen daraus? Dass Anlagen für die ganze Region nun einfach nicht mehr gebaut werden können? Dass es an Aarau hängen bleibt, bis die auch nicht mehr bereit sind, zu investieren? Ja so geht es nicht, schon lange nicht mehr, da wurstelt man sich doch einfach weiter durch. Und wo sind die Ideen für eine echte regionale Entwicklung, für einen Schub in Innovation, Fortschritt und Standortqualität. Da hat doch soeben der regionale Planungsverband eine Maus geboren (vgl den Beitrag von lienhard unten). Eine Drittelstelle für die regionale Planungsentwicklung soll uns weiterbringen…..

Ja, nur weil wir einfach nicht wagen, einmal die Fusion der Region in ein neues Aarau-Regio in die Wege zu leiten. Dies als Aushängeschild des viertgrössten Kantons der Schweiz, der mehr zu bieten hätte als Autobahnen, Atomkraftwerke und Kehrichtdeponien. Nicht dass wir beginnen müssten, mit dem grossen Stadtkantonen zu wetteifern, aber es wäre langsam auch an der Zeit, die wirklich nicht unbescheidene Standortqualität dieses Kantons, sei es als Wohnortregion inmitten der Haupverkehrsachsen mit besten Verbindungen mit dem öffentlichen Verkehr, sei es als Standort für Dienstleistungen und Industrie, mit den gleichen obgenannten Vorteilen. Sei es als Landschaftsraum von bescheidener aber erholsam schöner Art, mit einer Landschaft, die zum täglichen joggen, wandern oder biken geradezu einlädt, ohne dass es am Abend zu weit wäre, auch kulturell etwas zu geniessen. Wo bleibt der politische Mut, dafür einmal etwas Neues zu wagen? Die Region Aarau hätte heute die Chance verdient.

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Eine neue KEBA (Kunsteisbahn Aarau-Suhr-Buchs)

Neue KEBAJa warum heisst sie eigentliche KEBA, die Kunsteisbahn in Suhr? Nein, das ist nun nicht das Thema: Entscheidend ist, dass längst Sanierungsbedarf besteht, dass die KEBA am bisherigen Standort bleiben und nicht mit dem Stadion ins Torfeld verlegt werden soll, dass die Anwohner zu Recht das Wohnquartier vor Immissionen besser geschützt haben wollen, dass diese Anliegen nach der Verlegung des Fussballstadion und der entsprechenden Wohnüberbauung Brügglifeld noch wichtiger werden wird. Dass auch der FC Aarau eine Infrastruktur für seine Trainigsplätze braucht. Das echo berichtete schon im September 2008 darüber.

Und zentral erscheint dem echo, dass die Region weiterhin eine Kunsteisbahn, eine Eissporthalle und eine Curlinganlage als attraktive Freizeitanlage nutzen kann.

Das Projekt scheint die verschiedenen Anliegen aufzunehmen. Neues Aussenfeld überdecktMehr über das Projekt finden Sie auf der Homepage der Stadt Aarau und in der Ausstellung in der Aula des Schulhaus Feld in Suhr (bis 12.11.2009 Mittwoch bis Freitag: 18.00 bis 20.00 Uhr, Samstag: 10.00 bis 12.00 Uhr).

Neue EishalleIm Winter 2012/13 könnten wir die neue Anlage einweihen, wenn denn rechtzeitig die Finanzierung gelöst und das Projekt in verschiedenen Gemeinden durch verschiedene Genehmigungsverfahren gebracht werden kann. 16,7 Mio Franken werden die drei Trägergemeinden zu bezahlen haben. Nach welchem Schlüssel denn? Warum nur Aarau, Suhr und Buchs? Besuchen denn die Gränicher, Entfelder und Küttiger die Anlage nicht? Womit wir wieder bei den Strukturen, der regionalen Zusammenarbeit wären. Eine weitere Bewährungsprobe der heutigen regionalen Zusammenarbeit. Wir werden sehen.

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KEBA wie weiter?

Man weiss es schon lange: die Kunsteisbahn Aarau (KEBA) ist stark sanierungsbedürftig und steht nur noch auf Zeit. Nachdem klar ist, dass eine Kombination mit dem neuen Fussballstadion im Torfeld nicht möglich war, besteht Handlungsbedarf. Diese Freizeit- und Sportanlage muss der Region erhalten bleiben. Ein Wettbewerb soll bis Sommer 2009 Lösungsvorschläge für eine Gesamtsanierung bringen, von denen dann die drei Trägergemeinden Aarau, Suhr und Buchs eine Variante zur Umsetzung vorschlagen werden.

Bild AZ, B. Vogt

Dabei sind die Randbedingungen schon in der ersten Projektphase gut einzubeziehen, nicht nur an die Lärmimmissionen der Anwohner (Lage eines offenen Eisfeldes) und die Garderoben für die nun ohne Hauptstadion dastehenden Trainingsplätze am Waldrand ist zu denken. Auch die Verkehrserschliessung und Parkierungssituation im Zusammenhang mit der auf dem Areal des Brügglifeld geplanten Wohnüberbauung ist einzubeziehen. Und dann ist auch dringend eine Vorgabe zu machen für oder besser gegen eine Drittnutzung der Anlage. Im Quartier war es kaum je die Kunsteisbahn die zu Klagen Anlass gab. Störend waren die Grossausstellungen mit dem entsprechenden Lärm und dem Such- und Parkierverkehr.

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