“eddimärggs”_der heimliche Bahnhof Suhrs

Nein, Sie sehen schon richtig, das ist nicht der Bahnhof Suhr. Dieser wird zur Zeit umgebaut, attraktiver gemacht mit der WSB-Verlegung koordiniert im Masterplan, dort sollen attraktive, vom öffentlichen Verkehr gut erschlossenen Arbeitsplätze entstehen in der neuen Kernzone im Zentrum von Suhr. So zumindest der politische Wille, noch stehen allerdings Investoren Gewehr bei Fuss.

Hier sehen Sie den Eingang Süd zum Bahnhof Aarau, mit EDDIMÄRGGS eine grosszügige neue Velostation mit bis 800 Veloabstellplätze (anstelle 300 heute), teilweise unterirdisch mit direktem Zugang zur Personenunterführung. 10’000 bis 15’000 Pendlerinnen und Pendler, davon nicht wenige aus Suhr nutzen diesen Bahnhofzugang täglich, früh am Morgen und wieder am Abend, und kämpften um die bisher zu knapp bemessenen Veloabstellplätze . Ja für viele Suhrerinnen und Suhrer ist dies der Bahnhof. Nicht weil sie etwas gegen den Suhrer Bahnhof hätten, sondern weil der aarauer Bahnhofzugang Süd in Verlängerung der suhrer und aarauer Bachstrasse zum täglichen Arbeitsweg gehört. Dass jetzt ein in Suhr wohnhaftes Architektenpaar (Architekturbüro Zimmermann) mit dem Vorschlag seines Büros den Wettbewerb gewann; das Veloelement auch aus eigener Erfahrung gekonnt in den Vordergrund rückte, ist da nur folgerichtig (und nur die älteren von Ihnen verstehen denn auch noch die Namenswahl, nach der Rennradlegende aus Belgien, unsere Eltern hätten das Projekt vielleicht Kübler genannt). Ja schon im Sommer 2011 soll hier gebaut werden, wenn das Projekt (eddimärggs) nach der Wettbewerbsjury auch die politischen Hürden nimmt.

Oder wie das echo im Zusammenhang mit der Fusionsfrage schon bemerkte; für Suhrerinnen und Suhrer im Alltag wichtige Projekte und Entscheide werden ausserhalb der Gemeinde gefällt…

Prosit 2010: Aarau-Rohr; Buchs; Suhr?

Rohr feiert in Aarau, Aarau stösst mit Rohr an. Suhr feiert allein, Buchs zelebriert die kurze 200jährige Eigenständigkeit von Suhr. Die Geschichte ist nicht aufzuhalten. So schreibt Rohr in seiner Chronik:

Vielleicht befand sich auf dem Gemeindegebiet die erste Burgstelle jener Herren von Rohre, die später in Aarau eine bedeutende Rolle spielten. Die Grafen von Lenzburg, später die Kyburger und seit Beginn des 13. Jahrhunderts die Habsburger hatten ihre Eigengüter. Wichtige Rechte lagen auch in den Händen der Johanniter auf Schloss Biberstein. 1415 kam Rohr unter bernische Herrschaft und gehörte zum Gericht Suhr der Landvogtei Lenzburg; seine Einwohner waren Glieder der Gemeinde Suhr-Buchs-Rohr. Als der Kanton Aargau gegründet wurde, bildeten die drei Dörfer Suhr, Buchs und Rohr immer noch eine politische Gemeinde. Die Rohrer regelten aber schon früh ihrer Angelegenheiten selber. Kämpfe gegen die Aarehochwasser führten nach langwierigen Verhandlungen erst 1810 zur Trennung von Buchs und Rohr.”

Die Gemeindelandschaft veränderte sich früher, sie verändert sich heute und wird sich auch morgen verändern. Aber die Leute bleiben die gleichen. Ja, was vermittelt uns denn Heimat? Sind es die Strassennamen, die Amtsstellen, die Gemeindewappen oder vielleicht doch die Landschaft, die Nachbarn, die Kollegen, die Freunde, die mit uns zum neuen Jahr anstossen. Die Rohrer werden weiterhin an der Aare joggen und in Aarau einkaufen, die Aarauer sich am Auensee in Rohr entspannen, in Rohr eine günstige Wohnung, eine Baulandparzelle suchen. Rohrer gehen in Buchs zur Schule, Buchser baden in Suhr oder vielleicht auch hie und da in Aarau, Aarauer drehen die Eislaufpiruetten in Suhr, kaufen in Buchs und Suhr ein. Alle nutzen den Bahnhof Aarau…und viele tun sich so schwer damit, dass diese gewachsene historische Region mehr Einheit ist als Vielheit.

Und so feiern auch alle ihren Neujahrsapéro allein in ihrern Ratshäusern, beschwören die Gemeindegrenzen….oder dann mischen sie sich doch auch mal in den Aarauer Saalbau, das KUK, wo der Neujahrsempfang einmal mehr unter der Organisation einer Aarauer Stadträtin und Suhrer Lehrerin stattfand. Er stand auch dieses Jahr nicht nur den Neu-Aarauern aus Rohr offen. Viele aus der Region merkten, dass man ja auf der gleichen Bühne tanzt. Vielleicht müssen wir auch einmal die Neu-Stadträtin in Aarau und Alt-Frau-Gemeindeamman aus Rohr einladen, sie nach ihren ersten Amtswochen fragen,  warum man unabhängig von der Parteifarbe die besseren Perspektiven sehen kann, wenn man wirklich einmal über den Schatten oder über die Gemeindegrenzen ins neue Jahr tanzt.

In diesem Sinn wünscht Ihnen auch das echo alles Gute zum zum 2010.

Gränichen schwimmt mit

Das echo begrüsst die Einwohner von Gränichen in der Badi Suhr-Buchs. Natürlich ist es erfreulich, wenn die Gemeinde Gränichen nicht nur die Badi Suhr-Buchs mitnutzt, sondern sich auch in guter Gemeindezusammenarbeit an den Kosten beteiligt, mitreden will und Mitverantwortung trägt. Das echo hat Zusammenarbeitsmodelle im Grundsatz immer positiv eingeschätzt. Gegenüber dem immer teureren Alleingang jeder Gemeinde hat diese Zusammenarbeit Vorteile.

Zweifel an dieser Art von Gemeindezusammenarbeit hat das echo aber schon mehrfach geäussert. Bezüglich Effizienz, Demokratiegehalt und Kontrollmöglichkeiten bestehen in Zusammenarbeitsverträgen von Gemeinden oft  Defizite. Auch der Badivertrag (GV_Schwimmbadvertrag[1]) mit Gränichen ist dafür ein Beispiel: In Suhr hat nur der Gemeinderat diesem Geschäft zugestimmt, weder die Einwohnerschaft noch die FIKO wurden einbezogen. Auch bestehen Zweifel, ob dieses Zusammenarbeitsmodell wirklich die unterschiedlichen Interessen gleichmässig berücksichtigt.

Auch im vorliegenden Geschäft sind aus Suhrer Sicht zumindest Fragen offen: “Schwimmen zum Nulltarif” titelte die AZ. Gränichen beteiligt sich nur an den Betriebskosten und an allfälligen neuen Investitionen? Suhr und Buchs haben die Badi nun für gutes Geld neu gebaut und einige Mio investiert, Gränichen erhält dies gratis. Suhr hat auch die Erschliessung und die Parkplätze gebaut und bezahlt. Natürlich ist auch Suhr daran interessiert, die Betriebskosten auf mehr Schultern zu verteilen; Gränichen nutzt dies aus, beteiligt sich an den Betriebskosten und dem unvermeidlichen jährlichen Defizit und hat dieselben Rechte wie die Ersteller der Badi. Das nützt so zwar allen, aber nicht allen gleich! Hätte sich Gränichen in seinen Anteil von 30% eingekauft, hätte Suhr heute die Mittel schon beinahe zusammen, die für die neue KEBA benötigt werden. Von einer ausgewogenen Lösung kann keine Rede sein, Gränichen ist klassischer Trittbrettfahrer!

Es läuft immer gleich:  Einzelne Gemeinden sehen das Bedürfnis, können von der Grösse und der zentralen Lage das Bedürfnis nicht ignorieren, weil sie im (Standort-)Wettstreit mit andern Zentren/Agglomerationen stehen. Sie müssen, wollen in Infrastruktur und Freizeitangebot investieren, sie müssen es dann auch selber realisieren und bezahlen. Sie haben keine Möglichkeit strukturschwache ländliche Nachbargemeinden wirklich ernsthaft zu beteiligen. Dorthin flüchten dafür einige der (guten) Steuerzahler, sie bauen sich an schöner Hanglage in Gränichen, Muhen und Hirschtal ihr Häuschen. Hirschtal senkt die Steuern und Suhr wird sie bald wieder erhöhen müssen…

Das echo will nicht zu schnell die Fusionsdiskussion wieder aufwärmen, es weiss nur zu gut, wieviel emotionale Widerstände diese Diskussion in den Wahlen ausgelöst haben. Die Diskussion ist aber unvermeidlich, wenn man nicht alle Tatsachen und Probleme ignorieren will. Aber es soll doch einmal einer erklären, wie diese Problematik gelöst werden kann, ohne Fusion derjenigen Gemeinden, die wirklich für ihre Einwohner gute und zahlbare Dienstleistungen bieten wollen.

Aaraus Flirt mit den Nachbarn

Aaraus regionale Charme-Taktik, titelt die AZ. Gegen den Willen des Stadtrates beschloss der Einwohnerrat Aaraus, dass Aarau aktiv auf Nachbargemeinden zugehen und mit ihnen in Fusionsverhandlungen treten soll. Das echo berichtete über den ursprünglich als Motion eingereichten Vorstoss der SP Aarau, der nun als Postulat überwiesen worden ist.

Ist das nun gut oder schlecht? Gut, meint das echo. Natürlich bewirkt der Vorstoss umgehend, dass die ohnehin sich vor jeder Fusionsdiskussion fürchtenden Ortsbürger der Nachbargemeinden wieder in die Schützengräben flüchten, weil das grosse Aarau nun alle einverleiben wolle, ein Flirt mit Macho-Effekt könne auch kontraproduktiv sein, meint deshalb auch AZ-Kommentator Rauber. Das war auch der Grund, weshalb der Stadtrat sich gegen den Vorstoss aussprach, nicht weil der Stadtrat eine öffentliche und intensive Fusionsdiskussion nicht begrüssen würde.

Genau deshalb ist der Entscheid aber bemerkenswert: Eine Mehrheit des Aarauer Stadtparlamentes begrüsst die aktive Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit den Nachbargemeinden, von der Minderheit würden einige bloss etwas anders vorgehen, ohne das Ziel der intensiven Fusionsverhandlung aber in Frage zu stellen. Das ist wichtig, nachdem gerade in den Nachbargemeinden immer wieder in Frage gestellt worden war, ob das bisher in dieser Frage nicht aktiv auftretende Aarau eine Fusion überhaupt begrüsse. Definitiv entschieden ist eine Fusion natürlich auch für die Bevölkerung von Aarau nicht, auch Aarau würde nach einer sorgfältigen unvoreingenommenen Analyse erst definitiv entscheiden, wenn die Fakten auf dem Tisch sind.

Nachdem in Suhr die Gemeindewahlen klar von Zukunft Suhr gewonnen worden sind, ist nach diesem Entscheid auch in Aarau die Ausgangslage neu. In Suhr haben die Stimmberechtigten mit der Wahl aller Kandidatinnen und Kandidaten von Zukunft Suhr zum Ausdruck gebracht, dass sie diese Fusions-Frage zumindest gründlich geprüft und diskutiert haben wollen. In Aarau hat das demokratisch abgestützte Stadtparlament sogar ein aktives Tätigwerden unterstützt und in Buchs hat der Einwohnerrat im Sommer ebenfalls gegen den Willen des Gemeinderates eine Prüfung dieser Frage gutgeheissen.

Ja, worauf warten wir denn noch? Auf Buchs, das zuerst noch 200 Jahre Eigenständigket von Suhr feiern will? Nein, dieses Fest missgönnt den Buchsern niemand, es hat aber wie die neu aufgearbeitete Ortsgeschichte in Suhr nichts damit zu tun, dass die Fragen der Gemeindestruktur und Zusammenarbeit in der Region Aarau einmal auf den Tisch gehört, gründlich, professionell begleitet, analysiert und die Anliegen auch der Agglomerationsgemeinden ernsthaft berücksichtigend. Diese Diskussion muss zu einem öffentlichen Dauerthema werden: Sachlich, korrekt mit Respekt der Grösseren gegenüber den Kleineren, diplomatisch und mit Rücksichtname auch auf die Skeptiker. Und was auch immer in einigen Jahren daraus resultieren wird, die Geschichte und die Jubiläumsfeste nimmt uns niemand.

Eine neue KEBA (Kunsteisbahn Aarau-Suhr-Buchs)

Neue KEBAJa warum heisst sie eigentliche KEBA, die Kunsteisbahn in Suhr? Nein, das ist nun nicht das Thema: Entscheidend ist, dass längst Sanierungsbedarf besteht, dass die KEBA am bisherigen Standort bleiben und nicht mit dem Stadion ins Torfeld verlegt werden soll, dass die Anwohner zu Recht das Wohnquartier vor Immissionen besser geschützt haben wollen, dass diese Anliegen nach der Verlegung des Fussballstadion und der entsprechenden Wohnüberbauung Brügglifeld noch wichtiger werden wird. Dass auch der FC Aarau eine Infrastruktur für seine Trainigsplätze braucht. Das echo berichtete schon im September 2008 darüber.

Und zentral erscheint dem echo, dass die Region weiterhin eine Kunsteisbahn, eine Eissporthalle und eine Curlinganlage als attraktive Freizeitanlage nutzen kann.

Das Projekt scheint die verschiedenen Anliegen aufzunehmen. Neues Aussenfeld überdecktMehr über das Projekt finden Sie auf der Homepage der Stadt Aarau und in der Ausstellung in der Aula des Schulhaus Feld in Suhr (bis 12.11.2009 Mittwoch bis Freitag: 18.00 bis 20.00 Uhr, Samstag: 10.00 bis 12.00 Uhr).

Neue EishalleIm Winter 2012/13 könnten wir die neue Anlage einweihen, wenn denn rechtzeitig die Finanzierung gelöst und das Projekt in verschiedenen Gemeinden durch verschiedene Genehmigungsverfahren gebracht werden kann. 16,7 Mio Franken werden die drei Trägergemeinden zu bezahlen haben. Nach welchem Schlüssel denn? Warum nur Aarau, Suhr und Buchs? Besuchen denn die Gränicher, Entfelder und Küttiger die Anlage nicht? Womit wir wieder bei den Strukturen, der regionalen Zusammenarbeit wären. Eine weitere Bewährungsprobe der heutigen regionalen Zusammenarbeit. Wir werden sehen.

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Die Irrtümer von “echt Suhr”; 10. Teil; Zukunft Suhr hat seine Meinung geändert

Podium_2Nein, liebe Suhrerinnen und Suhrer, seien sie zugezogen oder in Suhr sesshaft seit Jahrzehnten, seien Sie in Vereinen, Kulturorganisationen oder nicht, ob Sie im Dorf arbeiten oder in Aarau, Zürich oder sonstwo. Zukunft Suhr hat nie eine sofortige Fusion verlangt. Einzig eine seriöse Abklärung wurde angeregt. Auch vor Gemeindewahlen bestand nie ein Anlass, diese Meinung zu ändern. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Irrtümer von “echt Suhr”; 9. Teil; Die TBS geht bei einer Fusion verloren

tbs_montage06Ja hier bei den TBS wird es nun wirklich interessant: Tatsächlich sind die eigenständigen technischen Betriebe Suhrs ein Juwel, dessen Schicksal im Rahmen einer Fusion sehr gut ausgehandelt werden müsste. Die TBS sind auch happige Aktivposten Suhrs, die in Buchs fehlen und die Aarau mit der Privatisierung schon teilweise aus der Hand gegeben hat. Offenbar besteht heute grosse Einigkeit darin, dass die TBS in den Händen der Gemeinde gehalten werden soll. Geplant ist einzig eine neue Rechtsform.

Welche Einflüsse haben wir dann aber noch auf die weitere Entwicklung? Wenn die TBS einmal eine privatrechtliche Firma sind, haben wir selbst bei vollem Aktienbesitz nur noch die – vom Gemeinderat ausgeübten –  Aktionärsrechte. Das heisst keinen direkten Einfluss mehr auf die Geschäftsausübung der TBS. Hier gehen sofort alle von der IG “echt Suhr” gelobten direkten Einflussmöglichkeiten verloren. Wollen wir das wirklich? Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Irrtümer von “echt Suhr”; 8. Teil, Gemeindeverträge sind immer besser

einzugsgebiet kläranlageSuhr arbeitet seit Jahrzehnten und und den letzten Jahren schnell zunehmend mit Nachbargemeinden zusammen. Das war und ist unbestritten gut. Grund war die richtige Erkenntnis, dass sich viele Aufgaben einer Gemeinde besser im grösseren Rahmen regeln lassen als für jede Gemeinde allein. Auch das ist unbestritten richtig. So löst Suhr die meisten seiner Aufgaben nicht mehr selbständig und allein (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Betreibungswesen, Zivilstandsamt, Forst, Polizei, Zivilschutz, Abwasser, Kehrichtverbrennung, Kunsteisbahn, Schwimmbad, Jugendarbeit, Technische Betriebe, Oberstufe Schule, Alters- und Pflegeheime. Da fragt sich das echo, welche seiner Gemeindeaufgaben macht Suhr überhaupt noch völlig allein?  KVALindenfeld

Die Zusammenarbeitslösungen haben Vorteile: Sie können einzeln ausgehandelt werden je  mit unterschiedlichen Partnern, zweckgerichtet und individuell. Sie können gekündigt werden, neu verhandelt oder mit andern Partnern neu aufgebaut werden.

Das alles macht sie aber gleichzeitig schwerfällig, unflexibel und undemokratisch. Wer wann mit wem zusammenarbeitet ist oft zufällig und selten wird geprüft, ob der gleiche Bereich noch besser mit andern Partner zu lösen wäre,  zusammen ist ja eh gut. Jede Gemeinde muss einzeln über ihrer politischen Organe die Zustimmung erlangen, überall das gleiche neu erzählt werden und dann -einmal im Gang-  ist das Zusammenarbeitsgebilde von niemandem mehr richtig kontrolliert und geführt. Das Tätigkeitsgebiet stimmt nicht mehr überein mit dem Führungs- und Kontrollgebiet. Die Leitung besteht oft in einem Vorstand, einer Betriebskommission, die sich vorwiegend aus Gemeinderäten der beteiligten Gemeinden zusammensetzen, die alle im Nebenamt eigentlich keine Zeit haben und die Führung der Not gehorchend den fachkundigen Verwaltungsangestellten überlassen. Eine Kontrolle der Stimmberechtigten ist kaum mehr ernsthaft möglich, häufig werden sich alle darauf verlassen, dass ja die andere Gemeinde auch schaue. Allfällige Missstände sind schlecht korrigierbar, weil alles über den Vorstand und die andern Gemeinden abgewickelt werden muss. Gemeindeverbände sind die am schlechtesten kontrollierten Gebilde in unserem Staatswesen. Ohne grossen Skandal fällt das niemandem auf, es entwickeln sich Organisationen, die sich der Gemeindedemokratie längst entzogen haben.

Dazu kommt, dass eine beteiligte Gemeinde jederzeit blockieren kann. Macht sie nicht mit, finanziert sie eine wesentliche Investition nicht, bleibt eine Nulllösung. Ein derartiges Scheitern kann oft nur mit einem grossen Aufwand verhindert werden, die schwierige Suche nach dem richtigen Badineubau Suhr-Buchs lässt grüssen. Mit der KEBA droht dasselbe in den nächsten Monaten.KEBAneue Badi

Gemeindeverträge und Zweckverbände haben lange dazu beigetragen, dass die Schwächen unserer kleinen Gemeinden nicht direkt dazu führten, dass viele Dienstleistungen für die Bevölkerung gar nicht zu erbringen oder nicht finanzierbar waren. Besser wäre es in vielen Fällen, wenn ein grösseres Gemeinwesen für seine Dienstleistungen allein verantwortlich wäre, über deren Notwendigkeit demokratisch beschliesst und seine Leistungen auch kontrolliert.

Greift FDP Guignard nach dem Gemeindeammann-Sitz von Beat Rüetschi?

Stadtammann_in SuhrÜberraschung im Suhrer Wahlkampf! Jetzt kandidiert der Aarauer Stadtammann Guignard auch in Suhr. Das erstaunt doch sehr, hat sich die Suhrer FDP doch bisher dezidiert gegen jede Fusion mit Aarau ausgesprochen, weniger mit überzeugenden sachlichen Argumenten, wie das echo in den letzten Tagen aufzuzeigen versuchte, als mit emotionalen Appellen an das Heimatgefühl. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Irrtümer von “echt Suhr”; 7. Teil, Wald, Naherholungsgebiete und Geschichte

Was soll den alles für die Eigenständigkeit Suhrs sprechen, wenn man denn wie “echt Suhr” krampfhaft Argumente sucht, um das Ungeheuerliche einer Fusionsdiskussion nicht aufkommen zu lassen.

Suhre

Die schöne Suhrelandschaft, der Wald als Naherholungsgebiet und die bewegte Geschichte. Ja, das alles wollen wir nicht missen, nur hat es nichts zu tun damit, wie zukünftig die Gemeinden zusammenarbeiten oder ob eine Fusion für die Zukunft sinnvoller wäre.  Den Rest des Beitrags lesen »

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