Echo vom Suhrerchopf

Der Blog der SP Suhr

Archiv für die Kategorie ‘Bildung’

Geschichte ist machbar

Verfasst von echovomsuhrerchopf am 17. November 2009

„Wer die Geschichte kennt, kann die Zukunft planen“ meinte Gemeindeammann Beat Rüetschi an der Vernissage und Vorstellung der von Markus Widmer-Dean neu verfassten Ortsgeschichte.

Goethe meinte zwar „Geschichte schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Hals zu schaffen“. Und vielleicht hat er recht. Es kann aber tatsächlich kaum schaden, sich einmal zu vergewissern, wie Suhr entstanden ist, wie kurz die Geschichte der heutigen Gemeindegrenzen und der heutigen Gemeindestrukturen überhaupt ist.

„Was den Menschen auszeichnet, ist nicht, dass er Geschichte hat, sondern dass er etwas von seiner Geschichte begreift.“ meinte Carl Friedrich von Weizsäcker. Ja, das meint auch das echo, das den Wälzer noch nicht erstanden, geschweige denn gelesen hat. Dies wird es sicher noch tun und vielleicht das eine oder andere kommentieren. „Geschichte ist machbar“ meinte auch schon Rudi Dutschke. Das echo erlaubt sich daher, das Zitat des Gemeindeammans leicht zu modifizieren: Wer die Geschichte kennt, muss die Zukunft planen. Weil die Gestaltung unserer Zukunft eine Verpflichtung ist.

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Suhr wird Tagesstrukturen anbieten müssen

Verfasst von lienhard am 15. Oktober 2009

Mittagstisch

Einführung von Tagesstrukturen: Der Regierungsrat plant konkrete Massnahmen zur Stärkung der Familien. Er hat dem Departement Gesundheit und Soziales (DGS) den Auftrag erteilt, auf der Basis des Sozialhilfe- und Präventionsgesetzes ein Normkonzept für die Einführung von bedarfsgerechten Tagesstrukturen zu erarbeiten, wie Regierungsrätin Susanne Hochuli darlegte. Nach dem Willen des Regierungsrats sollen die Tagesstrukturen im Interesse der Familien und Kinder zügig ab dem Schuljahr 2012/13 eingeführt werden. Dies vor dem Hintergrund, dass Tagesstrukturen zum einen ein bildungspolitisches Erfordernis sind, gleichzeitig aber auch gesellschafts-, sozial-, gleichstellungs- und wirtschaftspolitisch relevant sind. (Medienmitteilung vom 15.10.09)

Also doch, weil es unumgänglich ist, notwendig und einem grossen Bedürfnis entspricht. Suhr hat bis heute immer versucht, diese Aufgabe sozusagen als freiwilliges Angebot so nebenbei milizmässig organisiert abzuhandeln, so ähnlich wie einen Räbeliechtliumzug. So frei nach dem Motto, wir machen auch das, wenn einige es wollen. Das genügt nicht mehr: Tagestrukturen sind in der heutigen Gesellschaft eine unumgängliche bildungs- und familienpolitische Massnahme, sie sind eine öffentliche Aufgabe. Sie sind gut zu planen und seriös vorzubereiten. Suhr tut gut daran, schnell zu handeln, der Regierungsrat sagt nicht, man müsse bis 2012 warten. Es sind schnell die notwendigen Lokale zu definieren, das Konzept zu erarbeiten und die personellen Mittel bereitzustellen, dann ist es auf den Schulwechsel 2010/2011 möglich. Und bitte nicht im Hinterhof des Spittel oder im Keller eines Kirchgemeindehauses. Tagesstrukuren gehören in die Schulareale, im Gegensatz zu Entsorgungsplätzen. Gute Schulen, fortschrittliche Gemeinden, was wir in Suhr ja sein wollen, warten nicht bis sie vom Kanton gezwungen werden, sondern nutzen die Zeit aus, schnell zu handeln und so auch auf dem Arbeitsmarkt davon zu profitieren, dass es einige Gemeinden verschlafen werden.

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Warum der Mittagstisch bisher nicht klappte.

Verfasst von echovomsuhrerchopf am 16. September 2009

Nun gibt es bald verschiedene Mittagstische in Suhr, im Dorf, im Feld, privat, halbprivat. Freiwillig, nebenamtlich von Vereinen oder Einzelnen organisiert, vielleicht hier oder dort, vielleicht dann doch nicht, mit dem Essen vom Altersheim oder selbst gekocht, betreut (von wem denn genau?) oder überbetreut….

MittagstischNein,  so wird es nie gehen. Es braucht keine Analyse der Bedürfnisse mehr, das Bedürfnis ist längst offenkundig, schon gar keine unverbindliche Umfrage bei den Eltern, die schon organisiert sind mit ihren Kindern, die nie an derartige Umfragen glauben oder sie nicht verstehen. Jede Lehrperson weiss, wieviele Kinder ihrer Klasse keine gute Betreuungssituation in der Mittagszeit haben! Fragen wir doch einmal dort. Dann werden wir sehen, dass es klare und beständige Strukturen braucht, noch bescheiden vielleicht am Anfang, aber schnell wachsend, wenn wirklich ein verlässliches Angebot überzeugt. Das gibt es längst andernorts, man muss nur die Augen nicht verschliessen und wirklich bereit sein dazu (über HamburgBaselland, und die Angebote im Aargau vom Dachverband, Fachstellen, und dem Kanton)

Dann brauchen wir den Grundsatzentscheid des Gemeinderates und der Schulpflege, dann die Lokalitäten im Dorf und im Feld, die Betreuung, das Essensangebot. Dann die Kalkulation, wieviel Beiträgen welchen Eltern möglich sind, die Gemeinde/Schule muss die Betreuungspersonen anstellen, die Mahlzeitlieferungen vertraglich regeln und dann kann man ausschreiben. Es wird etwas kosten…, weil zwar Elternbeiträge möglich und richtig sind, aber gerade bei einem Teil, der dringend das Angebot nutzen müsste, aus Kostengründen keine Anmeldung kommen wird. Der Mittagstisch muss ein öffentliches, zuverlässiges Angebot der Gemeinde sein, auf das sich Eltern verlassen können, weil er auch besteht, wenn einmal ein halbes Jahr weniger Kinder teilnehmen, bei dem die Betreuungspersonen bekannt sind, ausgebildet und überwacht. Nur so können Eltern ohne Sorgen ihre beruflichen Verpflichtungen planen. Wie bei der Musikschule wird auch ein guter Mittagstisch nicht selbsttragend sein, wie dort muss das ganze der Schule angegliedert, von der Schulleitung überwacht werden, unsern Kinder zuliebe. Auch dort bietet man ein klares Angebot, schreibt aus, organisiert die Infrastruktur und dann beteiligt man auch die Eltern an den Kosten. Dort gehts ja.

heile WeltDann braucht es auch ein Netz, wie man Eltern überzeugt, das Angebot zu nutzen, wenn Lehrpersonen deren Notwendigkeit erkennen und finanzielle oder andere Hemmschwellen bestehen. Es wird aber nie gehen, wenn man sich weiterhin krampfhaft einredet, dass Kinder doch bei den Eltern am besten aufgehoben sind (was durchaus stimmen kann, wenn die persönlichen Verhältnisse es auch erlauben), dass es ja eigentlich Familiensache sei, die Kinder ausserhalb der Schule  zu betreuen (was auch hier bis vor einigen Jahren meist stimmte), wenn es heute so nicht mehr der Realität entspricht. Wenn wirtschaftliche Begebenheiten längst die Doppelverdienerfamilie erzwungen haben und Kinder je länger denn mehr auf der Strecke bleiben, weil die Realität nicht mehr unserem Bild der heilen Welt entspricht.

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Schulpflege

Verfasst von echovomsuhrerchopf am 12. September 2009

SchulpflegeIn den letzten 4 Jahren hat die Schulpflege Suhr einen beachtlichen Leistungsausweis  an den Tag gelegt. Ein Mehrheit aus Zukunft Suhr hat es dabei verstanden, die beiden andern Mitglieder einzubeziehen, konstruktiv und kollegial auch deren Meinungen mitzuberücksichtigen und in einem guten Arbeitsklima den Boden für eine gute Schule gelegt. Das verdient Anerkennung. Schulpflegepräsident Heiner Kilchsperger und Vizepräsidentin Doris Frey Müller stellen sich neben der FDP Kandidatin zur Wiederwahl. Neu stehen zwei Kandidaturen aus „echt Suhr“ und mit Sonja Ihle wieder eine dritte Kandidatin von Zukunft Suhr. Den Rest des Beitrags lesen »

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Jugendgewalt

Verfasst von lienhard am 3. September 2009

Dieses Thema ist zu ernst, als es als Wahlkampfthema aufzugreifen, auch wenn es Kandidatinnen und Kandidaten gibt, die selbstbewusst glauben, die Rezepte zu haben. Es ist nicht schwer, jeden Gewaltvorfall  zu bedauern, sein Unverständnis zu äussern und harte Reaktionen zu fordern. Nur genügt das nicht: Gewaltistout

Das Infoforum vom 31.8. 2009 zeigte aber, dass die heute in den Behörden in Suhr tätigen Personen das Thema mit aller notwendigen Aufmerksamkeit behandeln. Schulpflege, Jugendarbeit, Polizei, Sozialdienst haben hier weit fortgeschrittene Methoden entwickelt, diesen bedauerlichen Tendenzen zu begegenen. Nicht wegschauen, aktiv Gewalt deeskalieren, Integration fördern. Die Aufgabe ist so schwierig und undankbar wie bei einem Fussballgoalie, weil immer nur die einkassierten Tore (die einzelnen Delikte) gezählt werden, nicht die gehaltenen Bälle oder verhinderten Delikte. Nur das systematische Dokumentieren der gemeldeten Vorfälle und das konsequente Vernetzen erlaubt eine rechtzeitige und wirkungsvolle Reaktion, bevor die Gewaltspirale sich eine verhängnisvollen Stufe erreicht. Wir brauchen keinen runden Tisch, wir haben ihn schon. In Suhr kann jeder wissen, wohin er sich wenden kann und das Infoforum hat gezeigt, dass alle Verantwortlichen diese Fragen ernst nehmen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Finanzen-Fusion-Bildung: Bilanz

Verfasst von echovomsuhrerchopf am 26. Oktober 2008

 

Nicht ganz soviele wie jeweils beim Infoforum,aber gleichwohl eine gut durchmischte Schar Interessierter, verfolgten die Ausführungen von Gemeindeammann Rüetschi, Gemeinderat Ammann, Rohr, und Schulpflegepräsident Kilchsperger zu den aktuellen Themen.
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