Bus Aktien verkaufen?
Verfasst von echovomsuhrerchopf am 7. August 2008
Die FDP Suhr verlangt vom Gemeinderat im SUHR PLUS die Vorlage des Verkaufs der Aktie der Busbetriebe (BBA), dies unabhängig vom Ausgang der Abstimmung über dieselbe Frage in Aarau.
Das macht keinen Sinn: In Suhr stehen, wenn die WSB Haltestelle Schweizerhof wegfällt und das Tram nicht mehr durch die Strasse fährt, wichtige Weichestellungen im Bereich der Linienführung an. Jetzt die Aktien zu verkaufen und damit jeden Einfluss auf das Unternehmen zu verlieren, ist unsinnig. Wohl ist der Anteil Suhrs sehr klein und bringt Suhr allein wenig. Allerdings ist auch der mutmassliche Erlös (Verkehrswert vielleicht maximal Fr. 135′900 entsprechend dem Nominalwert der 1359 Aktien , vielleicht sogar weniger) mehr als bescheiden.
Zusammen mit Aarau und den anderen Gemeinden hält Suhr weit über der Hälfte der Aktien. Dies gibt letztlich für die Offerten der BBA im Rahmen der Ausschreibung für die Angebote zur Linienführung nach Wünschen der Gemeinden wichtige Gewichte. Diesen Trumpf heute aufzugeben ist fahrlässig. Auch gibt es keine Interessenkollision, weil der Kanton und nicht die Gemeinden letztlich über den Zuschlag befinden.
Geben wir heute nicht leichtsinnig und verfrüht Einflussmöglichkeiten auf.

lienhard sagte
nein, aarau verkauft seine bus-aktien nicht! gestern hat das komitee gegen die bus-privatisierung dargelegt, weshalb es sich dagegen wehrt, die aktien zu veräussern (az vom 26.8.08) und damit den einfluss auf einen wichtigen träger des öffentlichen verkehrs aufzugeben. in diesem komitee sind nicht nur linke, nein weit über die sp hinaus hält man diese privatisierung für unnütz. schade, dass wir in suhr hier nicht mitstimmen können. die wenigen suhrer aktien zu verkaufen macht noch viel weniger sinn. nur wenn die stimmberechtigten von aarau wider erwarten die initiative ablehnen sollten, kann über einen verkauf der suhrer aktien nachgedacht werden.
lienhard sagte
klarer als Jakob Heer, alt BBA Direktor, kann man es nicht sagen…
JA ZUR INITIATIVE „Der Bus gehört uns allen“, SONST WIRDS TEURER
Aarauer sagte
Ja zu unserem BBA
Mehr Argumente und Infos auf unserer Homepage
http://www.ja-zum-bba.ch/
echovomsuhrerchopf sagte
In Aarau ist der Entscheid gefallen. 3/4 der Stimmberechtigten haben dem Stadtrat eine Abfuhr erteilt und beschlossen, die Einflussmöglichkeiten nicht dem Altar der Privatisierung zu opfern. Das macht Mut auch in den anderen Gemeinden.
lienhard sagte
dass in aarau 3/4 der stimmenden den verkauf der bus-aktien ablehnten, scheint den gemeinderat in suhr nicht zu kümmern. gleichwohl bleibt der verkauf der busaktien auf der traktandenliste für die gemeindeversammlung in suhr! das ist unklug: aarau ist nach dem wortlaut der angenommenen initiative verpflichtet, diese aktien von suhr zu übernehmen. aarau besitzt dann weit über einen drittel der aktien der bba, suhr keine. wer hier noch glaubt, in grenzfällen würde der busfahrplan nach den bedürfnissen von suhr und nicht von aarau gelegt, ist ein träumer. genau so verliert man einfluss, genau so wird eine optimale wahrung der interessen für die bevölkerung in suhr leichtfertig aufgegeben.
Keller sagte
Noch sind die Busaktien Suhrs nicht verkauft. Suhr darf nur an Aarau verkaufen zu Fr. 240 pro Aktie, und Aarau ist aus der Initiative nur verpflichtet, unter gewissen Bedingungen Aktien zu erwerben: Nämlich zu Marktpreisen, wobei es ohne Markt keine Marktpreise geben kann. Aarau ist sodann nur gehalten, Aktien zusammen mit andern Gemeinden zu erwerben. Wenn die Aktien schon im Besitze einer Nachbargemeinde sind, muss Aarau nicht kaufen, selbst wenn die Nachbargemeinde dies gern hätte.